Das Geheimnis einer gesunden Lebensweise liegt in der Esskultur
Probieren Sie die gesunde regionale Küche Okinawas

In der Sprache Okinawas gibt es die Redewendung „Shoku wa nuchigusui“, was so viel heißt wie: Essen ist die Medizin des Lebens. Man glaubt seit alters her, dass der Schlüssel zu Gesundheit und langem Leben darin besteht, gute Sachen zu essen und diese zu genießen. Entdecken Sie die regionalen Gerichte mit Zutaten aus der reichhaltigen südländischen Natur und Sie werden den Effekt auf Ihr Wohlbefinden spüren.
Die Küche Okinawas - voller Individualität

Angefangen von Chanpurû, das wörtlich „vermischen“ bedeutet, bis zur Okinawa Soba oder Schweinefleischgerichten gibt es zahlreiche regionale Gerichte mit sehr individuellen Geschmacksnuancen, die sich von der üblichen japanischen Küche unterscheiden. Neben den in der Mitte der Insel, in Naha, gelegenen Restaurants "Asatoya (alte Spirituosen und Ryukyû-Gerichte)", das alte Farmhaus "Teirabui" und das "Eminomise" kann man in vielen Speiselokalen in der Präfektur gut essen und trinken. Übrigens, während der Recherchen zu dieser Ausgabe, haben wir ein Restaurant besucht, und als wir den Inhaber nach seiner speziellen Empfehlung fragten, hat er uns den Rat mit auf den Weg gegeben: "Um Okinwa so richtig zu genießen, sollte man unbedingt erst einmal eine Chanpurû essen."
Chanpurû ist ein Gericht, welches aus Gemüse, wie zum Beispiel Gôya, Tofu und Schweinefleisch zubereitet wird. Den Tofu, den man auf Okinawa verwendet, nennt man auch Insel-Tofu. Er ist besonders hart, und die Tôfu-Quader sind sehr groß. Er wird häufig roh gegessen oder für Suppen und Gebratenes verwendet. Auch die Okinawa-Soba ist ganz anders als was man sonst als Soba in Japan kennt. Die bissfesten Nudeln aus Weizenmehl und eine Suppe aus Schweineknochen und getrockneten Bonito-Fischflocken bilden die Basis. Es wird mit Schweinefleisch zu einer Art Eintopf angerichtet. Zudem hat jedes Restaurant seinen eigenen Charakter der Zubereitung - testen Sie selbst und machen Sie die Probe aufs Exempel!
Asatoya (alte Spirituosen, Ryûkyû-Gerichte)
Adresse: Okinawa-ken, Naha-shi, Asato 1-3-13
Telefon: 098-867-2078
Öffnungszeiten: 17.30-24.00 Uhr
Ruhetage: das ganze Jahr durchgehend offen
Farmhaus Teirabui
Adresse: Okinawa-ken, Uruma-shi, Katsurenhama 56
Telefon:098-977-7688
Öffnungszeiten: 11.00 – 16.00 Uhr
Ruhetag: Dienstag
Eminomise
Adresse: Okinawa-ken, Kunigami-gun, Ôgimi-son, Aza-Oganeku 61
Telefon: 0980-44-3220
Öffnungszeiten: 11.30-17.00 Uhr
Ruhetage: Mo und Di
Gesund und noch dazu lecker!
Japan ist eines der Länder mit der höchsten Lebenserwartung. Sie beträgt bei den Frauen durchschnittlich 85,9 Jahre und bei den Männern 79,44 Jahre. Man sagt, dies liege an der Esskultur und besonders, weil Okinawa innerhalb Japans wiederum die Nummer 1 in der Lebenserwartung ist, zieht die Küche der Insel noch einmal me
hr alle Aufmerksamkeit auf sich.
Das Okinawa Dai-ichi Hotel in Naha serviert ein Frühstück ganz mit regionalen Zutaten. Wer dort zum ersten Mal frühstückt, wird beeindruckt sein von der reichlichen Auswahl: Über 20 Gerichte aus 55 verschiedenen Zutaten. Besonders erstaunlich ist, dass eine Portion innerhalb von maximal 585 Kalorien liegt. Da versteht man, wie wenige Kalorien die Zutaten auf Okinawa haben und wie gesund sie sind. Die Inhaberin Katsue Watanabe hat eine Qualifikation als Gemüse-Sommelier, sie ist also stets auf dem neusten Stand, was die Zutaten in ihrer Küche betrifft. Sie hält engen Kontakt zu den Gemüsebauern der Region und konzentriert sich ganz darauf, neue Rezepte zu entwickeln. „Egal wie gesund die Zutaten sind, die ich benutze, wenn sie nicht schmecken isst es doch keiner, oder?“ sagt uns die Expertin. Es ist zu ihrem Lebenswerk geworden, Reisenden gesunde und wohlschmeckende Kost anzubieten. Das ist die Gastfreundschaft der Insel - die Seele Okinawas. Und wer einmal in diesem Hotel übernachtet hat, kommt ohne Zweifel wieder.
Okinawa Dai-ichi Hotel
Adresse: Okinawa-ken, Naha-shi, Makishi 1-1-2
Telefon: 0081 (0) 98-867-3116
Anfahrt: vom Monorail Bahnhof Makishi 8 Minuten zu Fuß
Das Geheimnis gesunder Kost, gewachsen mit der Begabung und Erfahrung der Menschen, die sie zubereiten

In Okinawa passt man seine Essgewohnheiten dem Zustand des Körpers an und kombiniert so Gemüse, Fleisch und Fisch. Das hilft dem Körper, fit zu bleiben. Durch die wissenschaftliche Erforschung der Bestandteile von Lebensmitteln in den letzten Jahren, geriet die vorbeugende Wirkung vor Krankheiten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Gemüsesorten wie Gôya oder Luffa (Kürbisgewächs), die viele Vitamine enthalten, werden als „Inselgemüse“ bezeichnet und sind unverzichtbare Bestandteile der regionalen Küche. Da Okinawa vom Meer umgeben ist, werden auch viele Algen, wie das Mozuku-Seegras oder Âsa, der sog. Meersalat gegessen - gesunde Zutaten, die viel Kalzium und Jod enthalten. In den Gerichten Okinawas steckt die Weisheit der Vorfahren, die gut gegessen und gesund gelebt haben.
Das mineralstoffreiche Inselgemüse
Dass das Gemüse der Insel so gesund ist, hat etwas mit den geographischen Gegebenheiten zu tun. Weil auf der vom Meer umgebenen Insel O
kinawa der Regen viele Mineralien enthält, sind die Böden sehr mineralstoffreich. Das Gemüse in Okinawa enthält daher sehr viel Kalzium und Magnesium. Auch passen sich die Pflanzen an die Umgebung an: Sie stellen selbst Antioxidantien wie Vitamin C her, die sie sie vor den Folgen der starken Sonneneinstrahlung schützen. Deshalb sag man, dass Gemüse, welches während des Wachstums der starken Sonne des Südens ausgesetzt ist, beim Verzehr der Hautalterung entgegenwirkt. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Gôya. Ihr Anteil an Vitamin C ist außergewöhnlich hoch und als schnelle Hilfe gegen Erschöpfung durch die Sommerhitze wird sie als Chanpurû oder in Essig eingelegt gegessen.
Obst, das für seine gesunden Bestandteile bekannt ist
Haben Sie schon einmal etwas von einer Frucht namens „Shîkuwâsâ“ gehört? Sie gehört zu den auf Okinawa heimischen Zitruspflanzen und enthält reichlich Vitamin C, das als sehr wirksam bei Erschöpfung und gut für die Schönheit angesehen wird. Zudem ist die Frucht durch neue Studien bekannt geworden, die ihre krebsvorbeugende Wirkung nachweisen. Säfte oder Essigsorten, die
Shîkuwâsâ enthalten, kann man an Getränkeautomaten oder in Shops auf der ganzen Insel kaufen.
Aufgrund des warmen Klimas sind natürlich auch eine Menge anderer Südfrüchte auf Okinawa heimisch: Ananas, Mango, Drachenfrucht, Banane, Papaya usw. Bei diesen Früchten ist es der Hauptlieferant in Japan. Auf dem städtischen Markt in Naha, in dessen Umgebung oder auch auf anderen Märkten kann man das Obst ganz frisch und unglaublich günstig einkaufen. Obst enthält allgemein viele Vitamine, aber Früchte aus südlichem Klima gelten als besonders gesund.
Genießen sie viel solche Gerichte und solches Obst und lassen Sie es sich gut gehen auf Ihrer Reise durch Okinawa.
Ein Muss für Frauen: Schweinefleischgerichte für die Schönheit!
Innerhalb Japans ist Okinawa für den hohen Verzehr von Schweinefleisch bekannt. Man sagt sogar: „Außer dem Grunzen eines Schweines kann man alles davon essen.“ Vom Kopf über die Eingeweide bis hin zum Schwanz wird nichts weggeworfen, sondern alles verwertet. Das enthaltene Vitamin B1 wird gern zur Linderung von Erschöpfun
gserscheinungen eingesetzt, die häufig aufgrund des besonders warmen Klimas auftreten. Schweinefleisch hat zudem einen hohen Nährwert und ist somit auch gesundheitlich gesehen ein hervorragendes Lebensmittel. Besonders oft sieht man auch Speisen, bei denen das Schweinefleisch über lange Zeit eingekocht wird. (Häufig werden dazu regionale Produkte wie Awamori-Schnaps oder Rohrzucker verwendet.) Im Schweinefleisch ist viel Kollagen, ein hochwertiges Eiweiß enthalten, sodass es sich hervorragend als Wellnesskost für eine schöne Haut eignet. Den Frauen wird wärmsten empfohlen, einmal „Raftê“ (eingekochter Schweinebauch mit Haut) oder „Tebichi“ (eingekochte Schweinefüße) auszuprobieren. Am nächsten Tag werden Sie die Wirkung spüren und eine samtweiche Haut erleben!
JNTO – Okinawa (Englisch)
Okinawa Märchen (Englisch)
Okinawa Dai-ichi Hotel (Japanisch)
Îsâ Okinawa (Japanisch)
Städtischer Makishi-Markt (Englisch)
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