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Reistipps zu Japan von Sehenswürdigkeiten zu Kultur

Aktive Japanreise und Outdoor-Sport

Sport aktiv

Wenn Sport zu Ihren persönlichen Leidenschaften zählt sind Sie in Japan genau richtig. Hier können Sie ganz aktiv Ihren Urlaub verbringen. Japan bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern und Trekking. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Wandern und Pilgern.

Der Tokyo Marathon gehört nach zwei Jahren bereits zu einem der teilnehmerstärksten Marathons der Welt. Eingeladene Eliteläufer, die Sportler im Rollstuhl und vor allem die zahlreichen Hobbyläuferinnen und –läufer tragen zu der ganz außergewöhnlichen Atmosphäre bei. Die mehr als 26.000 Sportler können über zwei verschiedene Distanzen starten, entweder die klassische Marathonstrecke oder über 10km. Der dritte internationale Tokyo Marathon findet am 22. 3. 2009 statt. Die Marathonstrecke führt vom Tokyo Metropolitan Government Gebäude in Shinjuku über Iidabashi vorbei am Kaiserpalast, durch Hibiya, Shinagawa. über die Ginza, nach Nihombashi, Asakusa, Tsukij, Ariake (Toyosu) und zur Messehalle Tokyo Big Sight. Anmeldevoraussetzung sind für den Marathon ein Mindestalter von 19 Jahren und eine Laufzeit unter 6h 40min. Für die 10km-Distanz ein Mindestalter von 16 Jahren und eine Laufzeit unter 1h 30 min.

Der Reiseveranstalter JTB bietet Reisen zum Tokyo Marathon an. Details finden Sie auf unserer Reiseangebotsseite. Weitere für jedermann offene Marathons in Japan sind der Nagano Marathon im April und der Hokkaido Marathon Ende August.

 

Ajigasawa Kogen Golf Course, AomoriAuch Freunde des weißen Sports kommen in Japan auf Ihre Kosten. Golf ist hier unglaublich populär und so verwundert es nicht, dass sich im ganzen Land über 2.345 Golfplätze befinden. Viele der Plätze wurden von Golfgrößen wie Jack Nicklaus gestaltet, und so finden Sie sportliche Herausforderung auf höchsten Niveau und Greens in wunderschönen Landschaften. Wer sich vorher etwas warm spielen möchte kann allein im Großraum Tokyo aus über 77 driving ranges wählen. Informationen zu allen Golfplätzen von A-Z, eine Top 100 der sportlich anspruchvollsten Plätze, die wichtigsten Informationen zu Löchern/Par, Green Fee und Anreiseinformationen finden Sie auf der englischsprachigen Homepage Golf in Japan.

 

Fahrradfahren ist eine entspannte Art einige Ecken des Landes kennen zu lernen. Überall in Japan wurden Fahrradwege eingerichtet und an vielen Bahnhöfen der JR Group kann man Fahrräder mieten. Die Preise reichen von ca. 500 Yen pro Stunde bis 1.500 Yen pro Tag. Gerade die einsamen Landschaften von Kyushu, Skikoku, den japanischen Alpen oder Hokkaido bieten sich für Radtouren an. Ein Beispiel für eine Radtour auf Honshu ist die wunderschöne 15km lange Strecke durch die Kibi-Ebene in der Nähe von Okayama. Sie fahren mit der „JR Kibi-Line“ von Okayama nach Bizen Ichinomiya, mieten dort das Fahrrad und radeln bis Soja. Dort geben Sie am Bahnhof das Fahrrad wieder zurück und fahren mit dem Zug zurück nach Okayama. In den großen Städten sollten Sie aber besser nur auf speziell ausgewiesenen Wegen Radfahren. Immer sonntags kann man in Tokyo z.B. am Kaiserpalast Fahrräder mieten und auf einer festen Route fahren (Das Palace Cycling Office liegt hinter dem Babasakimon Tor, nahe der Polizeistation, Infos unter Tel: 03-5572 6412). Auch in der Nähe des Meji-Schrein kann man sonntags Fahrräder mieten und auf einigen Wegen im Park des Meiji-Schreins radeln. (Jingu Gaien Cycling Center, nahe des Nihon Seinenkan Building, Infos unter Tel: 03-3405 8753).

Weitere Infos haben wir für Sie unter Radtouren zusammengefasst.

Wassersport

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Tausende Kilometer einer wunderschönen Küste und unzählige Strände laden zum Wassersport ein: Windsurfen und neuerdings auch Kitesurfen ist vielerorts in Japan möglich. Auch Surfer finden hier, vor allem an der Pazifikküste, die perfekte Welle. In den Sommermonaten gibt es vom Norden bis zum subtropischen Süden des Landes an vielen Stränden hervorragende Surfbedingungen.

Auch unter Wasser bietet Japan so einiges. Tauchen können Sie im Pazifik rund um die Halbinsel Izu. Bedingt durch einige kalte Strömungen finden Sie hier ein sehr abwechslungsreiches Unterwasser-Leben. Auch die sieben Izu-Inseln sind für Taucher ein beliebtes Ziel. Das Highlight liegt aber ganz im Südwesten Japans. Die Region Okinawa mit ihren 161 subtropischen Inseln ist ein echtes Tauchparadies. Mit dem Tauchschiff erreichen Sie mehr als 100 Dive-Spots bei den Kerama-Inseln. Gerade vor der Hauptinsel Tokashiki sehen Sie wunderschöne Korallenriffe bei “Ariga Cable“ und am „Nozaki Point“. Die Bucht von Gishippu beheimatet viele Schildkröten und große Schwärme von Red Snapper. Auch um die Insel Zamami liegen viele beliebte Tauchplätze. Erwähnt man Okinawa unter Tauchern, darf natürlich die Insel Ie im Norden der Region nicht fehlen. Endlose Steilwände, tiefe Grotten, wunderschöne Fächerkorallen und gigantische Thunfisch-Schwärme sind typisch für die fantastische Unterwasserwelt.

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Adrenalin pur bietet Rafting… In den Monaten Mai bis Juli führen die Flüsse besonders viel Wasser und so gibt es Stromschnellen vom Level 2 bis zum Level 5. Bekannt sind der Tonegawa-Fluss nahe Minakami, der Shiribetsu-Fluss nahe Niseko, der Pepenai-Fluss nahe Kyogoku und der Mukawa-Fluss nahe Furano. Außerdem der Himegawa und Saigawa-Fluss bei Hakuba und der Tenryugawa-Fluss bei Ina. Die wohl schönsten Landschaften finden Sie im Tal Iwadatami mit dem Nagatoro-Fluss und in Shikoku beim Yoshino-Fluss.

Die Region Minakami in Gunma bietet gute Möglichkeiten für Rafting und Outdoor-Aktivitäten und auf der enjoy-minakami.com Seite gibt es einen Vorschlag für einen 2-Tages-Trip, der einfach ab Tokyo durchführbar ist, komplett mit Rafting und Onsen-Aufenthalt. 

Homepage: www.outdoorjapan.com

Auch Kanufahren ist in vielen Landesteilen sehr beliebt. Ein Anbieter ist zum Beispiel Canyons.

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Darstellende Künste Japans

Darstellende Künste

Japan bietet eine Vielzahl weltberühmter traditioneller Bühnenkünste. Auf prächtigen Bühnen werden Kabuki-Dramen aufgeführt, die den Japanern zu Herzen gehen.
Das von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärte Noh-Theater schafft eine Welt hochstilisierter „geheimnisvoller Anmut“, die nur schwer in Wort oder Form zu fassen ist.
Das Bunraku-Puppentheater, bei dem von Shamisen-Musik begleitete Balladen (Joruri) aufgeführt werden, stellt den Konflikt der traditionellen gesellschaftlichen Ethik mit den tatsächlichen Gefühlen der Menschen wie Liebe und Hass auf wunderbare Weise dar.

Die Teezeremonie (Chanoyu) und auch die Kunst des Blumensteckens (Ikebana) zielen nicht einfach auf die Verbesserung der Kunstfertigkeit. Man misst ihnen großen Wert zu als „Weg“, der, wie auch das Haiku, „Wabi und Sabi“, d. h. eine zwar geregelte, doch verfeinerte stille Schönheit verfolgt. An zahlreichen Einrichtungen können Sie traditionelle Kultur wie Chanoyu und Ikebana genießen oder sogar selbst erfahren. Machen Sie auch das Erlebnis des Kimono-Ankleidens. Die Suche nach der „Seele Japans“ wird Ihnen hoffentlich eine neue Seite in Ihnen aufzeigen.

No-Theater

 

Das Noh-Theater wurde ursprünglich als religiöse Handlung aufgeführt und blickt auf eine über 700-jährige Geschichte zurück. Die in traditionelle Gewänder gekleideten Schauspieler tragen Masken, um Gemütsbewegungen zu verbergen, oder führen mit ausdruckslosem Gesicht den lyrischen Tanz vor.

 

Das Kabuki-Drama ist als Theaterrichtung populärer als das Noh. Kabuki ist die Verbindung rhythmischer Verse, die von den Schauspielern vorgetragen werden, mit einzigartigen Tänzen, Shamisen-Musik, prächtigen Kostümen, farbenfroher Schminke und kunstvollen Bühnenbildern. Für die Besucher aus dem Ausland sind insbesondere die Frauenrollen interessant, die immer von männlichen Darstellern gespielt werden. Alle großen Kabuki-Bühnen legen ihren Programmheften englischsprachige Kurzdarstellungen der Stücke bei und das Kabuki-za in Tokyo bietet sogar Ear-Phone-Begleitung an.

Infos auch unter Kabuki Web .

Kabuki

Sado

 

Die Teezeremonie, auch Chanoyu oder Sado genannt, ist eine ästhetische Kulthandlung und in gebildeten Kreisen Japans sehr beliebt. Heute wird sie als Art Konzentrationsübung und als Übung zum Erlernen guter Sitten und Verhaltensweisen betrachtet. Für die Japaner ist die Teezeremonie eine "Religion der Kunst des Lebens" und zugleich eine stilisierte Art, pulverisierten Tee zu servieren. Es gibt zahlreiche Schulen, welche die unterschiedlichen Arten der Teezeremonie lehren. Sie können eine typische Vorstellung des Chanoyu in einigen Hotels oder bei den führenden Schulen genießen.

Informationen über die mögliche Teilnahme and Teezeremonien gibt es auf unserer englischen Internetseite.

 
 

Die Kunst des Blumensteckens, Ikebana oder auch Kado genannt, war in ihrem frühen Entwicklungsstadium eng mit der Teezeremonie verknüpft und wurde als eine besondere Art der Dekoration des Teezimmers verstanden. Später wurden viele Schulen gegründet, die verschiedene Richtungen der Blumensteckkunst entwickelten. Heute gibt es mehr als 20 bekannte Schulen. Einige der Ikebana-Schulen bieten englischsprachige Kurse an.

Informationen über Ikebana-Kurse in Japan.

Ikebana
Bunraku
 
Das Bunraku-Puppentheater ist eine weitere einzigartige Form der Theater-Unterhaltung in Japan und weltweit bekannt. Bunraku ist ein "Puppenspiel mit drei Spielern": Die wichtigen Puppen werden von jeweils drei Personen gespielt, was erstaunliche, beinahe lebendige Bewegungen der Puppen ermöglicht. Die begleitende Shamisen-Musik, der Vortrag romantischer Balladen und die prächtigen Kostüme der Puppen sind sehr beeindruckend.
 

In der Zeit der Kirschblüte werden in Kyoto die sogenannten Kirschblüten-Tänze aufgeführt, ein klassisches japanisches Tanzspiel mit Tänzern in farbenfrohen Kimonos vor einer prächtigen Kulisse. Das Miyako-Odori (1.-30.4.) und das Kamogawa-Odori (1.24.5.) sind die bekanntesten Darbietungen. Die Kirschblütentänze sind häufig Programmpunkte in Rundreisen, die im Frühling nach Kyoto führen.

Kyoto ist auch die erste Anlaufstelle um einer Geisha oder Maiko zu begegnen. Man kann einen privaten Abend buchen oder an besonderen Geisha/Maiko-Shows teil nehmen.

Ein Anbieter, über den man einfach buchen kann, ist zum Beispiel Veltra. 

 

Miyako

 

Musikalische Revuen, die Revuetheater der Operette vereinen, sind in Japan sehr populär. Die bekannteste Revue-Truppe ist die Takarazuka Revue in Takarazuka und Tokyo. Bekannt ist die nur aus Frauen bestehende Truppe unter anderem durch ihre Dramatisierung des bekannten Manga von Ryoko Ikeda, um die Schicksale der fiktiven Person Lady Oscar und der französischen Königin Marie Antoinette.

 

Ballet, Oper und klassische Konzerte werden häufig in größeren Städten aufgeführt, die über entsprechende Theaterhäuser verfügen. Die führenden Opernensembles und Symphonie-Orchester annoncieren regelmäßig ihre Programme. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gastspiele ausländischer Ensembles, Orchester und Solisten in Japan.

 

Kokeshi Dolls Museum in Aomori

 

In Japan gibt es viele und sehr unterschiedliche Museen und Kunstgalerien. Sie befinden sich meistens in den Großstädten, aber auch in einigen kleinen Orten gibt es durchaus sehenswerte Museen. Montags sind die meisten Museen und Galerien in Japan geschlossen.
icon  pdf Museums and Art Galleries

 

Karten für Theater, Sportveranstaltungen etc. können Sie über die Kartenvorverkaufsstellen "Play Guide" bekommen, welche in den meisten grossen Kaufhäusern vertreten sind.

Hauptstelle des Play Guide

Play Guide Honten
2-6-4 Ginza, Chuo-ku, Tokyo
Tel. (03) 3561-8821

Eine andere Verkaufsstelle ist:

Kyukyodo Ticket Service
5-7-4 Ginza, Chuo-ku, Tokyo
Tel. (03) 3571-0401
 

Eintrittskarten und Reservierung

An Ecken von Hauptverkehrsstraßen oder in großen Kaufhäusern können Sie Vorverkaufsstellen, die "Play Guides", finden. Dort erhalten Sie Eintrittskarten für Kinos, Theater, Opern, Konzerte und Sportveranstaltungen. Die genauen Adressen und Telefonnummern bekommen Sie beim TIC oder an der Rezeption Ihres Hotels.
 

Bitte erkundigen Sie sich auch bei Ihrem Hotel, ob dort Eintrittskarten erhältlich sind. Auskünfte über den Erwerb von Eintrittskarten sowie ausführliche Veranstaltungsprogramme bekommen Sie auch auf den englischen Websites der Theater oder beim TIC (Tourist Information Center).

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Der Berg Fuji

Fuji

Anischten des Berges Fuji

"Da ungefähr müsste er sein", zeigen die Einheimischen, und der Blick schweift über unauffällige Hügelketten. Kein Fuji-san. Bis endlich, viel weiter oben in den Wolken, eine Lücke aufreißt und sich doch die abgeflachte Kraterspitze zeigt.

Der Fuji-san (富士山, d.h. der Berg Fuji) – auf Japanisch heißt er gar nicht Fujiyama – ist mit 3776 m nicht nur Japans höchster Berg, sondern auch der schönste freistehende Vulkankegel weltweit. Er ist UNESCO-Welterbe, Wahrzeichen Japans, Heiliger Berg und eigentlich sogar ein Gott. In der japanischen Kunst wurde der Fuji unzählige Male abgebildet, am berühmtesten in der Holzschnittserie "36 Ansichten des Berges Fuji" von Katsushika Hokusai, darunter die berühmte Welle, gegen die der große Berg fast unbedeutend klein wirkt. Kein Wunder, dass jeder Japanreisende ihn wenigstens einmal sehen möchte – vielleicht auch gerade deshalb, weil er sich bekanntlich oft in Dunst und Nebel versteckt.

Fuji-san von oben

Bei sehr klarem Wetter ist der Fuji-san auch von Tokyo aus zu sehen, öfters auch beim Anflug, bzw. Abflug nach und von Tokyo und manchmal auch vom Shinkansen-Fenster aus auf der Strecke Tokyo-Kyoto. Aber um die Wahrscheinlichkeit und Eindrücklichkeit einer Bergsichtung zu erhöhen, ist es ratsam, sich an einen der Orte zu begeben, die japanweit bekannt für ihren schönen Fuji-Blick sind: Eine Übernachtung dort führt noch einmal zu einer höheren Erfolgsquote, denn oft ist es morgens klarer. So wartet in Doris Dörries Film "Hanami" der Protagonist mehrere Tage auf das Erscheinen des Berges! Wer ganz sicher gehen möchte, kann den Fuji-san auch selbst besteigen, allerdings sieht man dann die wunderbare Kegelform natürlich nicht.

Tokyo mit Fuji

Eine besonders seltene und beeindruckende Ansicht des Fuji-san ist der sogenannte Diamant-Fuji (ダイヤモンド富士). (Dazu Artikel auf Asienspiegel hier und hier.) Davon spricht man, wenn die Sonne im Krater des Fuji-san auf- oder unterzugehen scheint – sichtbar ist dieses Phänomen nur von ein paar Dutzend Orten und jeweils nur zweimal im Jahr. Hier eine Übersichtskarte mit den genauen Daten, noch genauere Tipps für den Yamanakako hier.

Nachfolgend ein Überblick über besonders gute – und für Touristen praktikable – Orte für die Fuji-Sichtung und Tipps für die Besteigung.

Aussichtspunkte in Tokyo

Skytree: Mit Plattformen auf 350 und 450 m bietet der 634 m hohe Fernsehturm den besten Überblick, und der Fuji-san liegt, wenn man ihn sieht, hinter der Mega-Metropole. 8-22 Uhr, 2060 ¥ für die untere Plattform.

Tokyo Tower: Der alte Fernsehturm ist nur 333 m hoch, aber von den beiden Plattformen hat man natürlich auch einen guten Blick, manchmal bis zum Fuji. 9-23 Uhr, 900¥ für die untere Plattform

Tokyo Metropolitan Government Office: Das Präfekturrathaus bietet gleich zwei Aussichtsplattformen im 45. Stock der beiden Türme. Meistens 9.30-22.30, Eintritt frei.

Mori Building Tokyo City View: Rundumblick im 52. Stock in zentralerer Lage als die anderen Aussichtspunkte. Vom Skydeck (+500¥) kann man ohne Glasscheibe fotografieren. 10-23 Uhr, am Wochenende bis 01 Uhr, 1800 ¥ einschließlich Mori Art Museum.

Südlich des Fuji-san

Die pdf Hakone-Gegend (10.85 MB) ist von Tokyo aus bequem zu erreichen, berühmt für ihre heißen Quellen und guten Ryokan (traditionelle japanische Hotels), und der Fuji liegt praktisch direkt vor der Haustür. Bei klarem Wetter wirkt er geradezu unwirklich groß. Ein ideales Ausflugsziel also und an Wochenenden und Feiertagen entsprechend teuer. Für Touristen ist die Erschließung der Region mit verschiedenen Privatbahnen, Zahnradbahnen und Bussen ein bisschen unübersichtlich. Wer ein besonders gutes Foto des Berges machen will, sollte einen Abstecher zum Fuji Sky Walk Nahe der Stadt Mishima machen. Mit 400m Länge ist dies die längste Hängebrücke für Fußgänger überhuapt und man hat von hier einen wunderbaren Blick auf den Fuji und die Suruga Bay, die von vielen Fotografen gerne genutzt wird.

Hakone

Gute Orte für den Fuji-Blick sind der See Ashi-ko (von manchen Uferstellen muss man ein Stück auf den See hinausfahren), die dampfenden vulkanischen Quellen von Ôwakudani (aktuell wegen vulkanischer Aktivität gesperrt) und Fujimichaya am Otome-Pass zwischen Gotenba und Hakone.

Nördlich des Fuji-san

Auch von den Mittelgebirgen entlang der Chuo-Autobahn und Bahnlinie hat man von den Bergen aus einen guten Blick, aber das Hauptausflugsziel ist die Fuji-fünf-Seen-Gegend (Fuji Goko), etwa vom Yamanashiko oder vom Kawaguchiko aus. Der kleinere und besonders tiefe Motosuko bietet mit etwas Glück die Fuji-Ansicht, die auch auf dem 1000-Yen-Schein abgebildet ist. Zu den malerischsten Aussichtspunkten gehören außerdem der Oishi-Park auf der Nordseite des Kawaguchiko, die Chureito-Pagode bei Shimo-Yoshida und das Dorf Oshino-Hakkai mit Wasserrädern und klaren vulkanischen Teichen. Auf den Berg Tenjô, einen ziemlich nah am Fujisan gelegenen Aussichtspunkt, führt eine Seilbahn hinauf.

Fuji mit Kirschblüten

In der Gegend (besonders um Yoshida und den Kawaguchiko) finden sich zahlreiche Hotels, viele davon mit Onsen, sowie Vergnügungsparks, Museen und andere Optionen für Tage ohne Aussicht. Das Fuji Visitor Center wartet mit Informationen und einem Dokumentarfilm auf.

Besteigung

„Wer niemals den Fuji besteigt, ist ein Dummkopf, und wer zweimal hinaufgeht, noch mehr“ - lautet ein japanisches Sprichwort.

Seit der Edo-Zeit gilt die Besteigung des Heiligen Berges als Pflichtprogramm für jeden Japaner, allerdings ist die Wanderung an sich mit dem großen Höhenunterschied, Kälte, und eintönigem vulkanischem Geröll nicht unbedingt ein Genuss. In der klar abgegrenzten Wandersaison von Juli bis Anfang September ist die Besteigung auf gut befestigten Wegen geradezu institutionalisiert, und es gibt so viele Rastplätze und geöffnete Hütten, dass der Aufstieg auch für ältere oder ungeübte Wanderer möglich ist. Trotzdem sollte man Respekt vor der Höhe mitbringen und möglichst fit sein. Mehr zur Besteigungssaison. Vom Besteigen außerhalb der Saison wird abgeraten, da es wegen den unberechnbaren Wetterbedingungen risikoreich ist, den Berg zu erklimmen. Mehr Informationen zu Risiken.

Fuji-Besteigungen sind manchmal Teil geführter Japan-Rundtouren auch aus Deutschland (einen Überblick über angebotene Touren finden Sie auf unserer Seite Reiseveranstalter für Japanreisen), ansonsten gibt es in Japan zahlreiche Anbieter, die zweitägige Touren von Tokyo aus anbieten, auch mit englischsprachigen Bergführern. Verschiedene Anbieter haben dazu auch buchbare Online-Angebote, so zum Beispiel Club Tourism, Japanican, voyagin, veltra und die deutschsprachige Seite Japan Travel Centre. Auf Japan spezialisierte Reiseveranstalter helfen auch gerne die Fuji-Besteigung in Ihre Reise einzubauen.

Fuji-san Gipfel
© WESTWARDS

Wer sich ohne Gruppe auf den Weg machen will, muss sich zunächst für eine der vier Routen entscheiden, die jeweils in 10 Stationen von unten bis zum Gipfel eingeteilt sind. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Höhe und Wanderdauer, sondern kommen von verschiedenen Himmelsrichtungen. Wer also anschließend in Hakone ins Onsen möchte oder nach Kyoto weiterfährt, wählt eine südliche Route, für das Fuji-Fünf-Seen-Gebiet und die Weiterfahrt nach Matsumoto bietet sich die nördliche Yoshida-Route an.

Bis zu den jeweiligen fünften Stationen führen Straßen, und während der Saison fahren spezielle Wanderbusse, z. T. direkt von Tokyo, die in der Regel ab dem späten Vormittag dort ankommen. Die beliebtesten Routen sind die von der Fuji Subaru Line 5th Station (Yoshida-Route, auf 2300 m, von Kawaguchiko erreichbar) und der Fujinomiya 5th Station (2400 m, von Fuji aus erreichbar). Es ist üblich, am (späten) Nachmittag zu starten, vielleicht für einige Stunden in einer der Hütten zu ruhen, und dann gegen 3 Uhr weiterzuwandern, um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu erleben. Natürlich ist die Besteigung aber auch tagsüber möglich, je nach Kondition in etwa 12 Stunden einschließlich Pausen und Kraterumrundung. Außerhalb der offiziellen Wandersaison gibt es Wanderbusse wenn überhaupt nur am Wochenende, und die die Hütten und Verkaufsstände schließen ein paar Wochen nach Saisonende, dafür ist man mit weniger Mitwanderern unterwegs.

Unbedingt notwendig für die Besteigung sind warme Kleidung für Minusgrade, Regen und Wind, eine (Stirn-)Lampe, ggf. Stöcke und gut eingelaufene feste, knöchelhohe Schuhe – der Rückweg führt z. T. durch Vulkanschutt sehr steil nach unten.

Mehr Informationen auf Englisch:

Fujisan Climb 
Japan Guide 
Westwards

Einige Anbieter von geführten Touren:
Fuji Mountain Guides
Willer Express
My Tokyo Guide

Erfahrungsbericht von einer geführten Wanderung, auf Deutsch: Fuji-Besteigung @ Wanderweib
The Complete Guide to Climbing Mount Fuji (Yoshida Trail)

Mehr Tipps zum Wandern bei uns:
Wandern und Pilgern
Osorezan - Der Eingang zur Unterwelt

 

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Essen & Trinken in Japan - Übersicht

Japanisches Essen
izakaya1Genuss und gutes Essen sind ein Lebensgefühl, essentieller Teil einer Kultur und machen einfach Spaß! Lassen Sie sich während Ihrer Japanreise auf dieses Vergnügen ein und tun Sie es wie die Japaner auf ihren eigenen Reisen: Lernen Sie Ihr Gastgeberland über das Essen kennen, denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen - und Japan hat Gorumets eine Menge zu bieten.

Die japanische Küche ist lecker, abwechslungsreich und gesund! Dass sie weitaus mehr als Sushi zu bieten hat, wie der ein oder andere Japanreisende vielleicht befürchtet, werden Sie voller Genuss entdecken können. Es gibt regionale Spezialitäten, besondere Gemüsesorten und Fleisch, Tee aus verschiedenen Anbaugebieten, zahllose Sake-Brauereien und… und… und…

Teil der japanischen Esskultur ist, an einem Tag viele verschiedene kleine Speisen zu sich zu nehmen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Qualität und Frische der Zutaten. Meistens werden Reis, viel Gemüse, frischer Fisch und Fleisch verwendet. In der Zubereitung bleibt man gewohnt minimalistisch und manches wird sogar roh serviert, um die wertvollen Nährstoffe komplett zu bewahren. Generell möchte die japanische Küche den Eigengeschmack der Zutaten erhalten. Wichtig seit jeher ist auch die Verwendung von saisonalen und heimischen Zutaten. Dies deckt sich mit dem gerade stattfindenden, weltweiten Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit. Traditionelle japanische Ernährung ist meist fettarm und hilft somit schlank und hoffentlich auch gesund zu bleiben… Gerade diese bewusste und nachhaltige Lebensweise, verbunden mit einer schmackhaften und ausgeglichenen Ernährung ist heute zeitgemäßer denn je.
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Japan ist ein Land der Ästheten und so isst beim Essen auch das Auge mit. Im Restaurant werden Speisen und Menüs liebevoll angerichtet und ansprechend dekoriert. Auch die selbstgemachten oder unterwegs gekauften Lunchpakete sind kleine Kunstwerke.

Zum Thema Service: In Japan gehört guter Service einfach dazu und „Der Gast ist Gott“ (japanisches Sprichwort) sind nicht nur leere Worte. Das Schönste daran - Service kommt vom Herzen und man erwartet kein Trinkgeld. Im Gegenteil, das wäre fast ein kleiner Fauxpas, den Sie begehen könnten.

Neben der leckeren Hausmannskost und Alltagsküche gibt es natürlich auch die gehobene Küche und inzwischen ist es amtlich: Japan ist das Gourmetland Nummer eins unserer Erde. Nirgendwo sonst finden Sie mehr 3-Sterne Restaurants als hier. Bislang gibt es den Guide Michelin nur für zwei Regionen des Landes (Tokyo und die Kansai-Region) und dennoch übertrifft man bereits damit Frankreich und andere große Gourmetnationen. shabushabu


Im Restaurant:

Ein kleines Wort zu Tischsitten und Restaurantetikette. Beim Betreten werden Sie fröhlich und lautstark mit einem Irashaimase herzlich willkommen geheißen. Im Inneren finden Sie in Japan inzwischen viele nach westlichem Vorbild eingerichtete Restaurants. Gleichwohl gibt es noch immer die klassischen, mit Tatami Matten ausgelegten Speiseräume. Hier ziehen Sie beim Betreten bitte die Schuhe aus. Dann sitzen Sie auf gemütlichen Kissen an niedrigen Esstischen. Das förmliche Sitzen auf den Knien wird von Ihnen als ausländischem Besucher meist nicht erwartet. Auch viele Japaner sitzen heutzutage etwas informeller und bequemer: Männer im Schneidersitz und Frauen mit beiden Beinen auf einer Seite. Zahlreiche traditionelle Restaurants haben inzwischen auch Speisezimmer mit einer Mulde unter dem niedrigen Tisch. Vor dem Essen reicht Ihnen der Kellner stets ein feuchtes O-shibori (Erfrischungstuch) zum Hände reinigen. Dann heißt es Itadakimasu - sinngemäß „Guten Appetit“. Gegessen wird mit Stäbchen und keine Sorge, es ist mit etwas Übung auch für Anfänger schnell erlernbar. Das einzige, das Sie bitte beachten, ist mit den Stäbchen nicht zu sehr rumzufuchteln, mit ihnen zu deuten oder sie in die Speisen zu stecken. Bei Nichtgebrauch legen Sie die Stäbchen einfach auf das dafür vorgesehene, dekorative Hashioki (kleine Stäbchen-Bank). In Japan ist es üblich aufzuessen und auch alles wenigstens einmal zu versuchen, was Ihnen angeboten wird. Auf die Frage wie es mundet können Sie mit einem totemo oishii (sehr lecker) antworten und machen Ihrem Gastgeber oder dem Restaurant eine Riesenfreude damit. Nach dem Essen bedanken und verabschieden Sie sich mit einem: Go-chiso-sama deshita – sinngemäß „Es war ein Fest“. Die Rechnung bestellen Sie mit einem höflichen o-kanjo kudasai. Normalerweise begleicht man diese dann an der Kasse am Ausgang.

Jetzt wollen wir noch ein paar Befürchtungen entkräften. Auch ohne Japanische Sprachkenntnisse können Sie in Japan Essen bestellen. Viele Restaurants haben zweisprachige Speisekarten, Karten mit aussagekräftigen Bildern oder die angebotenen Gerichte stehen in Plastik nachgebildet im Schaufenster. Bitten Sie den Kellner mit nach außen und deuten einfach auf das gewünschte Gericht. Das funktioniert! Die andere Befürchtung – nämlich, dass Essen gehen in Japan Sie finanziell ruinieren muss – stimmt nicht unbedingt. Es gibt natürlich Gourmetrestaurants auf allerhöchstem Niveau, aber auch sehr bezahlbare und leckere Alltagsvarianten.

Kunst des Anrichtens:

SUSHIGäste sind oftmals sehr überrascht angesichts unzähliger Formen, Farben, Größe, Design und Materialien der Teller und Schalen. Auch hier spiegelt sich die typische japanische Ästhetik wider sowie die Liebe zur Saisonalität. So wird im warmen Sommer gerne auf Glas angerichtet, weil es Kühle ausstrahlt. Oder im Winter die warme Haptik von Lackwaren bevorzugt. Für unser Auge oftmals sehr ungewohnt, werden verschiedene Farben, Oberflächen und Materialien des Geschirrs bunt miteinander kombiniert.

Uns Europäern, die wir mit dem antiken Schönheitsideal des Perfekten aufgewachsen sind, mag vieles der Japanischen Ästhetik zunächst ungewohnt scheinen. Doch auf den zweiten Blick macht sie neugierig und inspiriert. Beim Thema Essen und Gastronomie seien zwei wichtige Prinzipien erwähnt: Das klassische Ideal des Iki bedeutet gleichsam anspruchsvoll zu sein, aber nicht übersättigt. Es spiegelt sich im Einfachen, Schlichten genauso wider, wie in einer exklusiven Urbanität oder Raffinesse. Das schwer zu übersetzende Prinzip des Wabi Sabi bezeichnet die Ästhetik des Un-Perfekten. Es findet sich auch im Kontrast zwischen Alt und Neu, denn das Perfekte und Unvollkommene sollen sich ausgleichen. Oftmals finden Sie Ihr Essen angerichtet in einer Schale mit rauen Stellen, sogar einem Sprung oder bewusst unregelmäßigen Formen.

Restaurant - Typen

Gehobene Restaurants in Japan heißen Ryotei. Sie sind von außen oftmals so schlicht, dass Sie beinahe vorbeilaufen können. Auch hier gilt die japanische Ästhetik des Iki. Manchmal sind sie zu erkennen an einem kleinen Häufchen Salz im Eingang. Lokale dieser Kategorie sollten Sie immer vorab reservieren und manchmal bedarf es sogar einer persönlichen Empfehlung. Der Aufwand lohnt sich, denn es ist für Gourmets ein ganz besonderes Erlebnis, das Sie so schnell nicht mehr vergessen werden. sushibar

Wenn Sie die klassische Japanische Küche mit ihren mannigfaltigen Häppchen und Speisen auf hohem Niveau genießen möchten, empfiehlt sich die Übernachtung in einem Ryokan (traditionelle Unterkunft). Hier gehören die Mahlzeiten oft mit zum Übernachtungspreis und dieses Essen oftmals auf Sterneniveau relativiert die gehobenen Preise. Sie bekommen Ihr Dinner in Ihrem privaten Zimmer oder traditionellen Speiseräumen mit Blick in kunstvolle Japanische Gärten kredenzt. Das ist Japan pur!

Viele Lokale haben sich auf die Zubereitung einer speziellen Küche konzentriert und so gibt es Lokale, die nur Sukiyaki oder Yakitori oder Soba oder Aal oder andere Spezialitäten anbieten. Dies dann aber auf gewohnt perfektem Niveau.
Sushi Lokale, genannt Sushi-ya gibt es mannigfach in Japan und inzwischen auch weltweit. Diese leichte, abwechslungsreiche Speise findet zu Recht immer mehr Fans! In einem Kaiten Sushi Lokal, wo die Häppchen vor Ihnen auf einem Band vorbeilaufen, lässt es ich ganz einfach entscheiden was und wie viel Sie essen möchten.

Tipps zum Geldsparen Onigiri
Am günstigsten (bereits ab 800 Yen) speisen Sie in einem der normalen Esslokale, einem Shokudo. Hier gehen ebenfalls die Japanischen Angestellten gerne in Ihrer Mittagspause oder zu einem schnellen Abendessen hin. Gleichermaßen in einer der zahlreichen, gemütlichen Kneipen, genannt Izakaya, können Sie für wenig Geld unter verschiedenen Tagesmenüs wählen. Viele der Kaufhäuser haben große Lebensmittelabteilungen, mit einem umfangreichen Angebot. In Einkaufszentren und manchen Bürogebäuden finden Sie eine reine Ess-Etage mit verschiedenen Restaurants, die sogenannte Resutoran-Gai. Für den kleineren Geldbeutel gibt es in unzähligen 7-Eleven Geschäften, an Snacktheken in den Bahnhöfen oder in kleinen Supermärkten leckere Essensboxen für ein Picknick oder ein kleines Abendessen im Hotelzimmer. In Japan ist es jedoch nicht üblich im Laufen aus der Hand zu essen. Suchen Sie sich dazu besser eine gemütliche Bank oder einen Picknickplatz. Kalte und warme Getränke gibt es für wenig Geld aus den wirklich an jeder Ecke stehenden Getränkeautomaten. Dieser Service ist einfach klasse… Auch in Japan ist der Vormarsch des Fastfoods kaum noch aufzuhalten. Aber anstatt die weltweit gleichen Speisen zu versuchen, gehen Sie doch mal in eine der einheimischen Ketten wie Tenya oder MOS Burger, wo Sie anstatt Weißmehl Brötchen frische Burger auch zwischen gebratenem Reis oder knackigen Salatblättern bekommen können. Mal was anderes.

YAKITORIWas uns unser Pausenbrot ist dem Japaner seine Bento-Box. Eigentlich bezeichnet man so die Lunchbox an sich, egal ob mit oder ohne Inhalt. Früher aus Holz gibt es sie heute in alle Materialen. Viele japanische Mütter richten morgens liebevoll die Bento-Boxen für Ihre Lieben her. Dann gibt es später kunstvolle Landschaften, Gesichter oder Comicfiguren zum verspeisen… Geschäftsleute bringen Ihre Bento-Box für die Mittagspause mit und der Abwechslungsreichtum von Reis, Gemüse, Fleisch und Fisch in kleinen Happen ist lecker und gesund. An den Bahnhöfen verkaufen zahlreichen Geschäfte die Eki-Ben – die praktischen Lunchboxen für eine Zugfahrt. Oftmals gibt es sogar dabei auf die Region abgestimmte Spezialitäten, wie z.B. Tintenfisch aus Hokkaido. Auch die Saisonalität der Zutaten wird beachtet, wie etwa Bambussprossen im Frühling oder besondere Pilze im Herbst.

Die Onigiri sind für hungrige Touristen eine immer willkommene Abwechslung. Diese Dreiecke aus gewürztem Reis, wahlweise lecker gefüllt mit Fisch, Hühnchen oder Gemüse und in ein Nori-Algenblatt gewickelt gibt es quasi an jeder Straßenecke für etwa 120 – 150 Yen. 

Allergien und besondere Ernährungsweisen

Zahlreiche Menschen leiden unter Allergien und gerade auf der Reise in ein Land, in dem man die Schrift nicht lesen kann und Verständigungsprobleme befürchten muss, will man dies bezüglich gut informiert sein.

Die Kollegen von Japan Digest haben in zwei guten Artikeln zum Thema Tipps und Hinweise zusammengestellt wie man auch mit Allergien eine tolle Japanreise erleben kann.

Für Vegetarier haben wir einen besodneren Artikel zusammengestellt.

Allergie in Japan: Sicher essen mit diesen Tipps!

Lebensmittelallergie in Japan: Diese Wörter müssen Sie kennen!

Vegetarisch essen in Japan

Traveling to Japan with Dietary Requirements

Weitere Artikel zu japanischem Essen auf :

Regionale Küche:

  • Essen & Trinken: Hokkaido
  • Essen & Trinken: Tohoku
  • Essen & Trinken: Kanto
  • Essen & Trinken: Chubu
  • Essen & Trinken: Kansai
  • Essen & Trinken: Chugoku
  • Essen & Trinken: Shikoku
  • Essen & Trinken: Kyushu
  • Esskultur Okinawas

 

Weitere Informationen:

  • Gerichte & Lebensmittel Japans
  • Japanische Rezepte

Eine gute Seite über japanisches Essen und Lebensmittel finden Sie auch unter Umai: Lecker. Auf Japanisch.

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Essen & Trinken: Chubu

Essen & Trinken - Chubu

Zu Chūbu, was so viel wie „zentrale Region“ bedeutet, gehören die Großstadt Nagoya sowie lange Küstenabschnitte des Pazifiks und des Japanischen Meeres, zahlreiche Skiorte und der Fuji. Für Gourmets auf Japanreise gibt es auch hier einniges zu probieren. Aichi ist für seine „Miso-Kultur“ berühmt. Miso ist bei Menschen in ganz Japan beliebt und wird meistens als Miso-Suppe gegessen. In Aichi streichen Menschen gesüßte Miso-Paste auf gebratenes Schweinefleisch, frittierte Shrimps, Tofu und andere Dinge.

Houtou (Yamanashi)

a8 01Houtou ist ein lokales Gericht aus Yamanashi. Nudeln, die an Udon (Nudeln aus Weizenmehl) erinnern, werden mit Kürbis oder anderem Gemüse in Miso-Suppe gekocht. Diese Nudeln sind breiter und flacher als normale Weizenmehlnudeln und werden nicht vorgekocht, sondern kommen roh in den Suppentopf. Houtou, das mit breiigem Kürbis in Suppe auf Miso-Basis gekocht wird, schmeckt köstlich und kann auf Wunsch durch anderes Gemüse wie Kartoffeln, durch Pilze, Schweine- und Hähnchenfleisch ergänzt werden. Der Legende nach ist man vor Erkältungen sicher, wenn man zur Wintersonnenwende (kürzester Tag des Jahres, um den 22. Dezember) Kürbis isst – und an diesen Brauch hält man sich in Yamanashi. Auf jeden Fall wird Sie eine Schale Houtou mit überaus nahrhaftem Kürbis an kalten Wintertagen wärmen.

Unagi Oder Aal (Shizuoka)

a8 02Der Hamana-See, wo sich Süßwasser mit Meereswasser vermischt, ist berühmt für die Aalzucht. Sie sind sehr nahrhaft und werden in Japan traditionell im Sommer gegessen, wenn die Menschen aufgrund der Hitze und Feuchtigkeit zu Appetitverlust neigen. Die beliebteste der vielen Zubereitungsarten von Aalen heißt Kabayaki (über Holzkohle gegrillter Aal). In der Kanto-Region werden Aalfilets über Holzkohle gegrillt, einmalig gedünstet und anschließend noch mal bei mittlerer Hitze gegrillt und mit Marinade übergossen. In der Kansai-Region wird ein ganzer Aal mit Innereien am Spieß gegrillt und dabei mit Marinade übergossen. Una-ju oder Una-don mit gebratenem Aal auf einem Bett aus heiß gekochtem Reis mit Marinade ist unabhängig von der Jahreszeit sehr beliebt. Diese Gerichte findet man in vielen Restaurants in der Gegend des Hamana-Sees.

Miso-Katsu (Aichi)

a8 03Miso-katsu ist ein in Aichi beliebtes Gericht aus Tonkatsu (gebratenes Schweinekotelett) und einer Sauce auf Miso-Basis. In ganz Japan werden Schweinekoteletts üblicherweise mit einer Sauce gereicht, die an Worcester-Sauce erinnert, aber in der Tokai-Region, zu der auch Nagoya gehört, verwendet man eine eigene Sauce auf Miso-Basis. Wenn Sie dort in einem Restaurant Schweinekoteletts bestellen, werden Sie vielleicht gefragt: „Miso oder Sauce?“ Das verwendete Miso ist ein gut gewürztes, scharfes Haccho-miso – eine Spezialität in Aichi. Die Miso-Sauce wird mit Bonito-Brühe und Zucker gesüßt. Vergessen Sie nicht, Miso-katsu zu probieren, wenn Sie in der Gegend von Nagoya sind. In anderen Regionen könnten Sie feststellen, dass das Miso zwischen die Panade und das Fleisch kommt, die Koteletts also nicht erst nach dem Braten gewürzt werden.´

Miso-Nikomi (Aichi)Miso-Nikomi (Aichi)

a8 04Gekochte Udon (Weizenmehlnudeln) tauchen in Miso-Suppen in ganz Japan auf, doch bei Miso-nikomi handelt es sich normalerweise um in Miso-basierter Suppe gekochte Weizenmehlnudeln aus der Gegend von Nagoya. Für dieses Gericht verwendet man bevorzugt trockene Bonito-Brühe und die festen Nudeln, die nur aus Mehl und Wasser bestehen. Dazu kommen Hähnchen, Tsukimi-tamago (pochierte Eier), Lauch, Shiitake-Pilze und Reiskuchen. Statt Udon werden manchmal Kishimen (flache Nudeln) verwendet. Miso-nikomi wird in einem Tontopf für eine Person gekocht und heiß am Tisch serviert. Der Deckel kann als kleiner Teller benutzt werden, in den man etwas Nudeln und Suppe zum Kühlen geben kann. Aus Reis, der in der übrig gebliebenen Suppe gekocht wird, kann man köstlichen Brei machen.

Miso-Nikomi (Aichi)

Gekochte Udon (Weizenmehlnudeln) tauchen in Miso-Suppen in ganz Japan auf, doch bei Miso-nikomi handelt es sich normalerweise um in Miso-basierter Suppe gekochte Weizenmehlnudeln aus der Gegend von Nagoya. Für dieses Gericht verwendet man bevorzugt trockene Bonito-Brühe und die festen Nudeln, die nur aus Mehl und Wasser bestehen. Dazu kommen Hähnchen, Tsukimi-tamago (pochierte Eier), Lauch, Shiitake-Pilze und Reiskuchen. Statt Udon werden manchmal Kishimen (flache Nudeln) verwendet. Miso-nikomi wird in einem Tontopf für eine Person gekocht und heiß am Tisch serviert. Der Deckel kann als kleiner Teller benutzt werden, in den man etwas Nudeln und Suppe zum Kühlen geben kann. Aus Reis, der in der übrig gebliebenen Suppe gekocht wird, kann man köstlichen Brei machen.

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Essen & Trinken: Chugoku

Essen & Trinken - Chugoku

Viele Reisende zieht es auf Ihrer Japanreise nach Hiroshima. Außer den Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten gibt es jedoch noch mehr zu entdecken. Aufgrund der Lage zwischen dem Japanischen Meer auf der einen und dem Seto-Inlandsee auf der anderen Seite werden Meerestiere in der Chugoku-Region erwartungsgemäß sehr gern gegessen. Unser Tipp: Zu den kulinarischen Highlights bei der Reise durch diese Region Japans gehören hier Austern und der berüchtigte Kugelfisch. Hier werden Sie sogar im Sake Flossen finden!

Okonomiyaki (Hiroshima)

a10 01In Hiroshima sind Okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen) seit der Vorkriegszeit ein beliebter Snack. Nach dem Krieg fing man an, sie als Gericht zu essen. Aufgrund der Nahrungsmittelknappheit fügte man den Pfannkuchen zusätzlich Zutaten wie Kohl, Ei, Meeresfrüchte und Nudeln zu – und so entstand die bis heute übliche Zubereitungsart. Charakteristisch für diese einzigartigen Pfannkuchen nach Hiroshima-Art sind die sechs Schichten: Pfannkuchenteig, Kohl, dann die Hauptzutaten plus Nudeln und wieder Pfannkuchenteig, dann wird alles gewendet und zusammengedrückt, darauf kommt Spiegelei. Das ergibt eine deftige und ausgewogene Mahlzeit. Ein lokales Unternehmen produziert dazu eine Spezialsauce in vielen Variationen, sodass Sie die Pfannkuchen individuell abschmecken können.

Fugu Oder Kugelfisch (Yamaguchi)

a10 02Fugu Sashimi wird so dünn geschnitten, dass man durch die sorgfältig arrangierten Scheiben das Muster des Tellers sehen kann. Das Gericht sieht vorzüglich aus, und das zarte, weiße Fleisch ist außerordentlich schmackhaft. Aus Kugelfisch wird auch ein Fuguchiri genannter Eintopf gemacht. Hire-zake ist wiederum ein Sake-Getränk mit getrocknetem Kugelfisch. Kugelfische sehen niedlich aus, aber es gibt Arten, die ein tödliches Gift namens Tetrodotoxin enthalten. Kugelfischköche müssen eine spezielle Lizenz erwerben. Lizenzierten Köchen wird beigebracht, die giftigen Bestandteile vorsichtig zu entfernen, damit der Fisch beim Verzehr absolut sicher ist. Der Kugelfischgeschmack hat schon vor langer Zeit die Herzen der Japaner erobert.

Austern (Hiroshima)

a10 03In Japan werden Austern aufgrund ihres hohen Nährwerts und vollen Geschmacks als „Milch des Meeres“ bezeichnet. Hiroshima ist dank einzigartiger Zuchttechniken, die über Jahrhunderte weitergegeben wurden, der führende Austernproduzent Japans. Die großen, glänzenden und geschmeidigen Austern aus Hiroshima sind so köstlich, dass Sie an Austern aus anderen Gegenden jegliches Interesse verlieren werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr Glykogen, Eisen, Phosphor etc. enthalten als andere Austern. Vor allem roh schmecken sie ganz exquisit. Wenn Sie die Schale einer frischen Auster öffnen und sie mit Essig oder Zitrone essen, spüren Sie in Ihrem Mund die saftige Süße und den salzigen Geschmack des Meeres. Wenn Sie kein Freund roher Austern sind, könnten Sie Hiroshimas Spezialität probieren: Austern-dotenabe – leckere Austern, die in einer Miso-basierten Suppe gekocht werden, bis sie wunderbar zart sind.

Izumo Soba Oder Buchweizennudeln (Shimane)

a10 04Im Gegensatz zu normalen japanischen Nudeln sind die aus Izumo-Buchweizen gemachten Nudeln eher dunkel, da der Buchweizen mitsamt Spreu gemahlen wird. Diese Spreu enthält viele Nährstoffe wie Proteine, Vitamine und Mineralstoffe und liefert zudem ein gewisses Aroma. Die dunklen Nudeln haben eine feste Konsistenz, ein kräftiges Aroma und einen hohen Nährwert, und die Brühe hat einen charakteristischen Geschmack. Es gibt mehrere authentische Gerichte: Wariko-Buchweizennudeln werden beispielsweise auf einem wunderschön lackierten Teller arrangiert, mit Relish gewürzt und mit Sauce übergossen. Kamaage-Buchweizennudeln gibt man in eine vorgeheizte Schüssel und gießt Sobayu ein (das Wasser, in denen die Nudeln gekocht wurden), dann Sauce. Gegessen werden sie mit geschnittenen Lauchzwiebeln und anderen Zutaten.

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Essen & Trinken: Hokkaido

Regionale Küche: Hokkaido

Wen es auf der Japanreise in den hohen Norden Japans zieht, findet hier einige Tipps zu den lokalen Spezialitäten, die man unbedingt probieren sollte. Die Küche der Insel Hokkaido basiert auf der Einfachheit und dem natürlichen Geschmack der Zutaten. Zu den lokalen Spezialitäten zählen Krabben, Jakobsmuscheln und Lachs. Auf diese Delikatessen spezialisierte Restaurants findet man auf der ganzen Insel. Andere lokalen Delikatessen, die man sich nicht entgehen lassen sollte, sind das Dschingis-Khan-Barbecue, der Eintopf Ishikari-nabe, Ramen-Nudeln und das Sapporo-Bier. Die 1876 in Hokkaidos Hauptstadt gegründete Brauerei braut bis heute vor Ort, ebenso wie andere große japanische Brauereien, wie Asahi und Kirin, sowie eine ganze Reihe von Kleinbrauereien.

Fisch und Meeresfrüchte

a5 01Die reiche Vielfalt an frischem Fisch und verarbeiteten Meerestieren zieht Touristen aus dem ganzen Land nach Hokkaido. Zu den Köstlichkeiten gehören Krabben, Jakobsmuscheln, Seeigel, Lachsrogen, Lachs, Hering, Flunder, Kabeljau, Hokke-Grünling, Tintenfisch, Oktopus, Shrimps, Seeohren, feste Trogmuscheln und Seetang. Diese aus nördlichen Meeren stammenden Produkte sind außerordentlich schmackhaft und aromatisch und werden zu den besten ihrer Art gezählt. Vor allem die Krabben sind einzigartig. Je nach Saison und Gegend können Sie Königinnenkrabben, Rosshaarkrabben, rote Königskrabben oder blaue Königskrabben genießen. In der Saison sind sie schwer für ihre Größe und sehr aromatisch, ob man sie in Salzwasser kocht oder als Sashimi zubereitet. Die Seeigel ernähren sich von Seetang, und das Sashimi schmeckt so köstlich, dass man es mindestens ein Mal probiert haben muss. Diese volle und milde Süße werden Sie nur auf Hokkaido finden. Wir empfehlen außerdem den Besuch eines Markts, wo Sie frische Speisen vor Ort genießen können. Es gibt Restaurants, in denen man ausgefallene Meerestiere zu vernünftigen Preisen probieren kann, z. B. Donburi Meshi oder eine Schale Reis mit reichlich Seeigeln, Lachsrogen oder Jakobsmuscheln.

Ishikari-nabe

a5 02Ishikari-nabe ist ein typisches Gericht aus Hokkaido, für das frischer Lachs vom Kopf bis zum Schwanz verarbeitet wird. Der Name leitet sich vom Fluss Ishikari ab, der für seine Lachsbestände bekannt ist. Das gleiche Gericht ist in der Obihiro-Region als Tokachi-nabe bekannt. Lachsstücke werden mit Gemüse, Tofu und Konnyaku (Teufelszunge) in mit Miso abgeschmeckter Seetangbrühe geschmort. Kartoffeln und Kohl aus der Region verleihen diesem deftigen Gericht zusätzliches Aroma, sodass Sie in den Genuss von Hokkaidos Meeres- und Landerzeugnissen kommen. Die Ursprünge von Ishikari-nabe liegen in einem Eintopf aus Lachs und Gemüse, der vom Ainu-Volk im 17./18. Jh. gekocht wurde. Ankömmlinge aus Südjapan ergänzten das Rezept später um Miso.

Ramen - Nudeln

a5 03Ramen sind international beliebte Nudelsuppen in den Geschmacksrichtungen Miso, Soja und Salz, die man in Sapporo in jeder Straße und in jedem Häuserblock kaufen kann. In manchen Straßen findet man sogar ausschließlich Ramen-Läden, wie in der berühmten Ramen Yokocho (Ramen-Gasse), wo die Wände der Läden auf beiden Seiten der engen Gasse mit Unterschriften einstiger und aktueller Promis geschmückt sind.

Es gibt drei Hauptziele für Nudeln-Freunde, die Hokkaido besuchen:

  • Sapporo: Miso Ramen – eine Mischung aus Miso, Knoblauch und wackelnden Nudeln. Gegrilltes Schweinefleisch in großen Stücken kommt ebenfalls oft in diese Suppe.
  • Asahikawa: Sojasauce-Ramen – bekannt für die Brühe, die aus Sojasauce und Fischfond gemacht wird.
  • Hakodate: Salz-Ramen – Hakodate ist Japans erste Adresse für Ramen. Salz-Ramen sind bekannt für die leicht salzige Brühe.

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Essen & Trinken: Kansai

Essen & Trinken - Kansai

Für viele Landeseinwohner ist Osaka die kulinarische Hauptstadt Japans und so lohnt es sich für Feinschmecker vielleicht noch mehr als andere auf der Japanreise einen Abstecher hierher zu machen. Essen ist für die Einheimischen eine derart große Leidenschaft, dass sie sogar einen Ausdruck für „essen bis zum Umfallen haben“: „kuidaore“. Unser Reisetipp: Jeder Feinschmecker, der Japan besucht, sollte sich in das Dotonbori-Viertel Osakas begeben – dort kann man in einer Straße mit unzähligen Neonlichtern alle kulinarischen Leckereien probieren, die Osaka zu bieten hat. Michelin hat 2010 seinen ersten Guide MICHELIN Kyoto Osaka herausgebracht.

Funazushi (Shiga)

a9 01Funazushi ist eine kostbare Delikatesse mit Funa (Karausche), die zur Laichzeit aus dem Biwa-See gefischt wird. Nachdem der Fisch gesäubert ist, wobei die Eier nicht entfernt werden, wird er für ca. einen Monat in Salzlake eingelegt. Dann wird er sorgfältig mit Wasser gewaschen und mit gekochtem Reis erneut eingelegt. Anschließend reift er mind. sechs Monate. Aufgrund des ungewohnten Aromas und sauren Geschmacks braucht man schon Mut, um ihn das erste Mal zu essen. Dank des hohen Nährwerts wird er passenderweise als „japanischer Käse“ bezeichnet. Schneiden Sie einfach ein Stück ab und essen den Fisch pur, oder genießen Sie ihn als Chazuke (gekochter Reis mit Tee, Haferbrei oder klarer Suppe). Sushi, der durch Milchsäuregärung entsteht, wie dieser Funazushi, wird als Narezushi bezeichnet und ist in Japan ein traditionelles eingelegtes Gericht.

Yudofu Oder Gekochter Tofu (Kyoto)

a9 02Yudofu wärmt bei kühlem Wetter auf und gehört deshalb zu den beliebtesten winterlichen Eintopfgerichten Japans. Tofu zeichnet sich durch einen leichten Geschmack und eine weiche Konsistenz aus. Der handgemachte Tofu wird in einer Seetangsuppe gekocht, anschließend herausgenommen ehe er seine Form verliert und in Sauce getunkt. Manche sagen, am besten schmecke er, wenn man ihn aus dem Topf schöpft, sobald er an die Oberfläche kommt. Gekochter Tofu wurde ursprünglich von buddhistischen Priestern in Kyoto gegessen. Da sie aus religiösen Gründen weder Fleisch noch Fisch essen durften, war Tofu für sie eine wertvolle Proteinquelle. Aus demselben Grund bieten viele lange bestehende Restaurants in Kyoto köstlichen gekochten Tofu an. Und weil die Winter in Kyoto recht streng sind, schmeckt er besonders gut.

Koyadofu Oder Gefriergetrockneter Tofu (Wakayama)

a9 03Das Rezept für Koyadofu wird schon seit der Antike weitergegeben. Dazu wird Tofu eingefroren, um ihm Wasser zu entziehen, und dann getrocknet. Er ist eine unentbehrliche Zutat für Shojin-ryori (traditionelles Gericht der buddhistischen Mönche). Manche sagen, das ‚koya’ in Koyadofu käme von der Berggruppe Koya-san in Wakayama, einem historischen Standort buddhistischer Tempel. Außerdem wird der Tofu Koridofu genannt, weil er durch Einfrieren zubereitet wird (kooraseru). Das Entziehen des Wassers bewirkt eine einzigartige Konsistenz und einen einfachen Geschmack, den man bei normalem Tofu nicht erreichen kann. Und da er sehr nahrhaft und leicht verdaulich ist, ist er bei der japanischen Bevölkerung sehr beliebt. Wenn gefriergetrockneter Tofu gekocht wird, saugt er viel Suppe auf, wird saftig und bekommt einen aromatischen Geschmack.

Takoyaki Oder Oktopus-Bällchen (Osaka)

a9 04Oktopus-Bällchen werden zubereitet, indem man Teig mit Brühe vermengt und auf einem speziellen Brateisen mit Löchern verteilt, Oktopusstücke mit kleingehackten Zwiebeln, Kohl und eingelegtem Ingwer dazugibt und den Teig beim Braten so wendet, dass Kugeln entstehen. Der Teig ist außen knusprig und würzig und innen weich, was den Bällchen eine einzigartige, knusprige Konsistenz verleiht. Als Toppings nimmt man üblicherweise Meersalat, Sauce oder geschnittenen und getrockneten Bonito-Fisch, aber auch Mayonnaise wird immer beliebter. Die Oktopus-Bällchen aus Kansai sind nicht nur köstlich, sondern auch klein und einfach zu essen, was sie zu einem beliebten Gericht in ganz Japan macht.

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Essen & Trinken: Kanto

Essen & Trinken – Kanto

Zwischen den Küchen der Regionen Kanto und Kansai gibt es bestimmte Unterschiede, über die die Bewohner Tokyos (Kanto) und Osakas (Kansai) leidenschaftlich diskutieren, und die Versionen aus ihrer Region preisen sie natürlich als die jeweils besten an. Die Suppen in Kanto sind meistens leicht gewürzt und klar, die in Kansai wiederum eher dunkel und sehr aromatisch. Japanische Pfannkuchen haben in Kanto eine lockere Rührei-Konsistenz, in Kansai isst man sie lieber fest und rund. Es gibt unendlich viele Unterschiede – fragen Sie einfach die Einheimischen!

Wer auf der Japanreise auch in die kulinarischen Genüsse der Kanto-Region kommen möchte, sollte unbedingt diese Spezialitäten probieren:

Yuba Oder Milchhautblätter (Tochigi)

a7 01Wenn Sojamilch gekocht wird, bildet sich an der Oberfläche eine dünne Schicht. Für die Zubereitung von Yuba wird diese Schicht vorsichtig abgeschöpft. Ursprünglich kam das Gericht zusammen mit Tofu aus China, und mit der Zeit wurde es zu einem festen Bestandteil japanischer Esskultur. Yuba kann getrocknet und um Füllungen gewickelt werden, es kann auch Eintöpfen und gekochten Gerichten hinzugefügt werden oder sogar, genau wie Sashimi, mit Sojasauce und geriebenem Wasabi (japanischer Meerrettich) gegessen werden. Heutzutage gilt Yuba als überaus nahrhaftes Essen, das zudem leicht in der Zubereitung ist. Neben Nikko (Tochigi), ist auch Kyoto für die Herstellung von Yuba bekannt. In historischen Städten wie diesen sind Yuba-Gerichte seit Generationen beliebt, und lange bestehende Yuba-Restaurants sind nach wie vor sehr gut besucht. Probieren Sie ruhig diesen traditionellen Geschmack.

Namerou (Chiba)

a7 02Namerou ist ein traditionelles Gericht aus der Küstenregion der Boso-Halbinsel, die den südlichen Teil von Chiba bildet. Die Hauptzutaten sind Pferdemakrelen, Sardinen, fliegende Fische und pazifische Makrelenhechte oder Makrelen. Die Fische werden in kleine Stücke geschnitten, hinzu kommt Miso. Dann gibt man Lauch, Ingwer und Shiso (japanisches Basilikum) bei und zerhackt alles zu einer feinen Paste. Mit Lauch und Ingwer wird der Fischgeruch neutralisiert. Gebratenes Namerou heißt Sanga-yaki, während Namerou mit Su (Essig) als Su-namerou bezeichnet wird. Wird Namerou auf Reis gegeben und mit grünem Tee übergossen in einer Schale serviert, nennt man es Soncha. All das sind deftige Gerichte, bei denen es vor allem um Geschmack und nicht um Ästhetik geht – eben echte Fischergerichte.

Monja–Yaki (Tokyo)

a7 03Monja-yaki war ursprünglich eine Leckerei für Kinder, die im Zentrum von Tokyo gegessen wurde. Inzwischen hat es sich als Spezialität der Stadt etabliert. Zuerst werden Zutaten wie getrockneter Tintenfisch, süßer Mais und Kohl auf einer heißen Eisenplatte gebraten. Dann ordnet man die Zutaten auf einem Teller so an, dass ein runder Wall entsteht, und füllt den Platz in der Mitte mit flüssigem Teig. Man bewegt den halb fertigen Inhalt mit einem kleinen Spatel umher und steckt sich den fertig gebratenen Inhalt, der an der Hinterseite des Spatels kleben bleibt, in den Mund. Das Gericht stammt entweder aus Tokyos Stadtteil Asakusa oder aus Gunma. Aktuell ist die im Chuo-Bezirk gelegene Insel Tsukishima in ganz Japan als „Monja-yaki-Town“ bekannt. Nehmen Sie diesen Weg auf sich, und probieren Sie dieses Gericht, wenn Sie den Stadtteil Ginza besuchen.

Fukagawa-Meshi (Tokio)

a7 04Fukagawa-meshi wird gern im Zentrum Tokyos gegessen. Dazu kocht man Muscheln mit Schale und Lauch in Miso und serviert das Ganze auf Reis mit einer Suppe. Wenn Fukagawa-meshi während der Muschelsaison (Frühling) gekocht wird, verleiht die Muschelbrühe zusammen mit Miso dem Gericht ein spezielles, köstliches Aroma. Auch wenn es heute schwer vorstellbar ist, war Fukagawa einst eine florierende Fischerstadt, und an der Mündung des Sumida-Flusses gab es Muscheln im Überfluss. Manche Restaurants in der Region bieten nach wie vor Fukagawa-meshi an. Wenn Sie also das entsprechende Zeichen für das Gericht im Stadtzentrum entdecken, lassen Sie sich bekochen wie die Einheimischen in der Edo-Zeit (1603-1867).

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Essen & Trinken: Kyushu

Essen & Trinken - Kyushu

Zur lokalen Küche auf Kyushu gehören Nabe-Eintöpfe wie der Mizutaki-Hühnereintopf, Pferdemakrele, Usuki-Kugelfisch, Aalgerichte und rohes Pferdefleisch. Die lokalen Nudelgerichte, die man probieren sollte, heißen Champon und Sara Udon. Wer auf der Japanreise nach Kyushu kommt, sollte hier unbedingt auch das Essen probieren.

Mizutaki Gekochtes Huhn (Fukuoka)

a12 01Fukuoka, die Geburtsstätte von Mizutaki, gehört zu den Präfekturen mit dem höchsten jährlichen Hühnerfleischkonsum pro Haushalt. Die Ursprünge von ungewürztem, gekochtem Huhn reichen bis in die Meiji-Zeit zurück (1868-1912). Es wurde zuerst in Hakata in Fukuoka gegessen und war von den westlichen Consommé-Suppen und von chinesischen Hühnergerichten inspiriert. Das Huhn wird mit Gemüse in Hühnerbrühe gekocht und beim Essen in Ponzu (Zitronen-Essig-Sauce) und Zutaten wie gehacktem Lauch getunkt. Nachdem das Fleisch und das Gemüse aufgegessen wurden, kann man in der Brühe Reis kochen und daraus einen Brei zubereiten. Der Reis saugt die Brühe auf, die das wunderbare Aroma der Zutaten enthält, und wird dadurch außerordentlich schmackhaft.

Shochu Oder Destillierte Spirtuosen

a12 02Das zweitbeliebteste alkoholische Getränk Japans ist Shochu, von dem man je nach Destillationsmethode zwei Sorten unterscheidet. Die eine heißt Honkaku Shochu (authentischer Shochu), bei dem zum traditionell hergestellten Alkohol noch extrahierte Aromastoffe hinzukommen. Der rustikale Geschmack kommt von Zutaten wie Weizen, Süßkartoffeln, Buchweizen oder schwarzem Zucker. In Kagoshima und Miyazaki, in der Kyushu-Region, wird der Imo-jochu überwiegend aus Süßkartoffeln hergestellt. Der Kartoffel-Shochu aus Kagoshima heißt Satsuma-Shochu und hat eine lange Geschichte, die bis in die Muromachi-Zeit zurückreicht (1333-1573), was durch kürzlich gefundene Aufzeichnungen bestätigt wurde. Der Geschmack und die Süße des Kartoffel-Shochu sind einzigartig, und das Getränk wird gern mit Eis oder mit heißem Wasser getrunken. Sie können den ursprünglichen, puren Geschmack und die Kühle mit Eis genießen, während sich bei Hinzugabe von heißem Wasser das volle Aroma und die Süße entfalten. Es macht Spaß, die Art wie man es trinkt den Jahreszeiten anzupassen.

Sara-Udon Oder Weizenmehlnudeln (Nagasaki)

a12 03Nagasaki ist seit Langem ein wichtiger japanischer Handelshafen, und da sich hier die östliche und westliche Kultur vermischen, ist die kulinarische Vielfalt groß. Sara-Weizenmehlnudeln sind zusammen mit Champon ein für Nagasaki typisches Nudelgericht. Es gibt zwei Arten von Sara-Nudeln: Dicke Nudeln, die mit Fett gebraten werden, und dünnere Nudeln, die mit Öl gebraten werden und aufgrund ihrer Knusprigkeit beliebt sind. Als Zutaten werden unterschiedliche Meerestiere, Bambussprossen oder Kikurage-Pilze und Schweinefleisch verwendet. Sie werden in Fett gebraten und dann mit Salz, Pfeffer und Zucker abgeschmeckt. Obendrauf kommt eine Sauce, die aus Schweine- und Hühnerbrühe mit Stärke (zur Verdickung) zubereitet wird. Ein Spritzer Worcester-Sauce macht das Gericht noch schmackhafter.

Hiyajiru (Miyazaki)

a12 04Ein typisches, lokales Gericht aus Miyazaki ist Hiyajiru. Aus gekochtem und getrocknetem Fisch, z. B. Pferdemakrelen oder Sardinen, wird eine Suppe gemacht, der auch Miso beigefügt wird. Die Suppe wird gekühlt und auf heißen, gekochten Reis gegossen. Man isst sie mit Gemüse wie Gurken und mit Gewürzen wie Shiso (japanisches Basilikum) oder Ingwer. Mit dieser Hausmannskost können Sie das Aroma und den erfrischenden Geschmack von Sommergemüse genießen. Es eignet sich außerdem gut, wenn man etwas zu viel Sake getrunken hat. Manche sagen, das Gericht sei von fleißigen Miyazaki-Bauern erfunden worden, um bei der Landarbeit schnell essen zu können. Es gibt immer noch viele einzigartige Hiyajiru-Gerichte, die jeweils nur eine Familie aus der Gegend zubereitet.

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Essen & Trinken: Shikoku

Essen & Trinken - Shikoku

Mehr und mehr Japanreisende zieht es auch auf die kleinste der japanischen Hauptinseln. Und da Shikoku eine Insel ist, spielen Meerestiere in der lokalen Küche eine große Rolle. Unser Reisetipp: Probieren Sie auf jeden Fall Kaizoku Yaki (wörtlich „Piraten-Barbecue“) in Ehime, Naruto-Seetang in Tokushima und Shimahide-Shrimpcracker in Kagawa.

Bonito (Kochi)

a11 01Der Bonito ist in Japan ein sehr beliebter Fisch, und der Nobori-katsuo (nordwärts schwimmender Bonito) ist besonders teuer. Die Tosa-Region von Kochi ist berühmt für ihre hohe Bonito-Qualität. Der Fisch wurde tatsächlich zum offiziellen Fisch der Präfektur auserkoren. Er ist köstlich, wenn man ihn als Sashimi isst, und er ist der Hauptbestandteil von Sawachi, einem traditionellen Gericht der Tosa-Region. Ein anderes berühmtes Gericht ist Tataki (leicht gegrillter Bonito). Ein Bonito-Filet wird leicht gegrillt, sodass es eine goldene Färbung bekommt, aber im Inneren sollte es noch roh sein. Gleich nach dem Grillen wird es in kaltes Wasser gelegt und schnell abgetrocknet. Anschließend isst man es mit Lauch, Ingwer, Shiso (japanisches Basilikum) oder Knoblauch und tunkt es in Ponzu-Sauce (Zitronen-Essig-Sauce).

Tai Oder Schnapper (Ehime)

a11 02Im Japanischen wird der rote Schnapper als „König der Fische“ bezeichnet. Ohne abgetrennten Kopf sind die Fische seit der Antike ein wichtiger Bestandteil von Ritualen und Festen. Seine schöne Form, der großartige Geschmack, das feste Fleisch und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten für unterschiedliche Gerichte sorgen dafür, dass er sich besonders gut zum Kochen eignet. Die Schnapper-Saison dauert von April bis Mai. Da er sich von Shrimps, Krabben und Schalentieren ernährt, schmeckt der Schnapper aus dem Inlandsee außerordentlich gut. In Ehime, nahe des Inlandsees, gibt es ein lokales Gericht namens Taimeshi, das auf zwei Arten zubereitet wird: Entweder wird ein ganzer, fester Schnapper mit Reis gekocht, oder man reicht Sashimi mit einer Spezialsauce mit Eigelb, dazu gibt es gekochten Reis. Diese Delikatesse können Sie nur in Ehime genießen.

Sanuki-Udon Oder Weizenmehlnudeln (Kagawa)

a11 03Kagawa ist als Herkunftsregion von Sanuki-udon bekannt (benannt nach der Sanuki-Region in der Präfektur) und gilt dank zahlreicher Udon-Hersteller und -Restaurants als „Udon-Königreich“ (Udon=Weizenmehlnudeln). Sanuki-Weizenmehlnudeln sind bekannt für ihre Festigkeit und Geschmeidigkeit. Üblicherweise gießt man eine mit heller Sojasauce abgeschmeckte Seetangsuppe über die Nudeln. Auf Wunsch kann man Lauch, Ingwer, Ei oder Sesamsamen hinzugeben. Als Toppings kommt vieles in Frage, etwa Meeresfrüchte- oder Gemüse-Tempura – Sie können also unterschiedliche Kombinationen genießen. Toppings kosten in der Regel extra. Viele in Kagawa ansässige Weizenmehlnudel-Restaurants mit Selbstbedienung sind für ihre erschwinglichen Preise bekannt. Eine Schüssel kann man für 100 bis 200 Yen kaufen (ohne Toppings).

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Essen & Trinken: Tohoku

Essen & Trinken - Tohoku

Tohoku, die Region im Norden der Hauptinsel Honshu, zieht immer noch wenige Japanreisende an und hat sich damit einen ursprnglicheren Charackter bewahrt. Aufgrund der kalten Winter in Tohoku werden in der Region viele Gurken und Eintöpfe gegessen. In Bergregionen werden Sie sicher auf Sansai-ryōri treffen, was wörtlich so viel bedeutet wie: Gerichte aus Kräutern und Pflanzen, die in Wäldern und auf Berghängen gesammelt wurden. Der Reis aus Tohoku gilt als einer der besten in ganz Japan. Halten Sie also Ausschau nach Akita-Komachi und Sasanishiki aus Miyagi.

Sasakamaboko (Miyagi)

a6 01Für Kamaboko (gedämpfte Fischpaste) wird das weiße Fischfleisch püriert, mit Salz, Mirin (süßer Reiswein zum Kochen), Zucker und Stärke geknetet und anschließend gedämpft und gebraten. Sasakamaboko heißt jedoch so, weil es die Form von Bambusblättern (Sasa) hat und beim Rösten Abdrücke hinterlässt. Diese Spezialität aus Miyagi ist ein beliebtes Geschenk und Souvenir. Das berühmteste Sasakamaboko stammt aus Sendai, wo ganze Reihen von Läden seit Jahren ihre hausgemachten Kreationen zubereiten. Außerdem wird es in Shiogama, Ishinomaki, Kesennuma, Watari und Onagawa produziert. Manche sagen, seine Ursprünge lägen in der Methode, klein gehackten Fisch von Hand zu Paste zu verarbeiten und zu grillen, um die während der Saison gefangenen Flundern zu konservieren.

Wanko-Soba (Iwate)

a6 02Wanko-soba (Buchweizennudeln) gehören zur lokalen Küche von Iwate und werden auf eine sehr eigene und unterhaltsame Art und Weise gegessen. Sobald Sie die erste Schale aufgegessen haben, schleudert ein Kellner mit einem wilden Schrei einen frischen Knäuel Nudeln in das leere Gefäß – und das wiederholt sich, bis Sie genug haben! Allerdings wird jedes Mal nur ca. ein Mundvoll Nudeln serviert, ein männlicher Erwachsener sollte also etwa 50-60 Schalen essen können. Manche sagen, diese Tradition ginge auf die Landbesitzer zurück, die ihre Gäste so lange versorgten, bis diese satt waren. Heute ist das Gericht in ganz Japan als Spezialität aus Morioka und Hanamaki bekannt. Um viel zu essen, muss man es unzerkaut herunterschlucken. In Morioka und Hanamaki finden jedes Jahr nationale Meisterschaften statt. Wenn Sie also Vertrauen in Ihren Appetit haben, könnten Sie sich durchaus der Herausforderung stellen.

Kiritanpo (Akita)

a6 03Ein beliebtes Gericht aus Akita heißt Kiritanpo. Es wird normalerweise von Mitte September bis März gegessen, vor allem aber im November, wenn Gluten-Kuchen aus frisch geerntetem Reis den Markt erreichen. Kiritanpo ist gekochter Reis, der geknetet und dann am Spieß geröstet wird. Anschließend wird es in 5 Zentimeter lange Stücke geschnitten und in einer Pfanne mit Klette, chinesischem Lauch, Maitake-Pilzen und anderem Gemüse der Saison sowie mit japanischer Petersilie und Hühnchen gebraten. Dieses einzigartige Geschmackserlebnis aus Akita dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. Ursprünglich diente es als Essen für unterwegs, das Holzfäller und Jäger zur Arbeit in die Berge mitnahmen. Sein Name leitet sich von seiner Form ab, die einem Tanpo-yari ähnelt (Lederscheide für eine Speerspitze, in der ein mit Baumwolle gefüllter Stoffball steckt).

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Feuerwerke und Feste - Der bunte Sommer

Der Sommer in Japan ist – heiß!!

"Suzushii!!!", rufen die japanischen Besucherinnen erfreut beim Anblick des dichten Moosteppichs im Tempelgarten. Suzushii heißt "kühl", und die positive Assoziation erschließt sich erst im feuchtheißen japanischen Hochsommer so richtig. Bei Temperaturen von 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 80% – von Juni bis September der typische Wetterzustand –wirkt allein der Anblick von feuchtem grünem Moos erfrischend.

Torri des Itsukushima-Schreins, Miyajima

Postkarten gegen die Hitze

Den gleichen Effekt sollen Sommerpostkarten haben, die Japaner gerne in den heißesten Sommertagen, so gegen Ende Juli, verschicken: Pinguine und Eisbären, blau schillernde Wasser- und Poolszenen, Goldfische oder Wassermelonen und auch einfach ein Bild von einem Glas Bier. Öffnet man die Karte, hört man das satte Ploppen des Kronkorkens und dann den kühlen Gerstensaft ins Glas plätschern.

Zu dieser mentalen Abkühlung kommen im japanischen Sommer aber natürlich auch ganz reelle Maßnahmen hinzu. Züge und Läden werden mit Klimaanlagen heruntergekühlt, oft 10 oder gar 15° unter die Außentemperatur – daher empfiehlt es sich gerade bei der größten Affenhitze, immer eine dünne Jacke oder ein langärmliges Shirt dabei zu haben.

"Cool Business"

Eine Entwicklung im Zuge von Energiesparmaßnahmen ist es, dass die Angestellten in vielen Firmen heutzutage ohne Jackett oder zumindest ohne Krawatte arbeiten. 28°C gilt nach der Richtlinie des "Cool-Biz" (Cool Business) als Idealziel der Klimaanlage.

Selbst Geschäftsbriefe beginnen im Juli traditionsgemäß mit Einleitungsfloskeln wie "In dieser exzessiven Hitze" oder "Da es nun so brennend heiß ist", ein paar passende Varianten gibt das Schreibprogramm des Computers automatisch vor.

Ohnehin kann bei der sommerlichen Überhitzung niemand richtig arbeiten oder denken. Zahlreiche Fernsehsendungen beschäftigen sich daher mit der Sommermüdigkeit, "natsubate" (夏ばて): wie sie sich auswirkt, nämlich durch Müdigkeit und Schlappheit, und was dagegen zu unternehmen ist: Kalte Speisen und Getränke zu sich nehmen z. B., oder ein Windspiel im Garten aufhängen. Der Klang soll ebenfalls das Gefühl von Kühle vermitteln. Und wenn alles nichts hilft, muss man sich eben vor der besagten sengenden Hitze in regelmäßigen Abständen in klimatisierte Läden oder auch dauerhaft in die Bibliotheken flüchten. Wer sich von der Hitze nicht abschrecken lässt, der kann sich auf einige spezielle Highlights freuen, die es so eben nur im Sommer gibt.

Übrigens: Die Besteigung des Fuji hat nur im Sommer Saison! Mehr auf unserer Seite: Der Berg Fuji

Feuerwerk / Hanabi

Nicht zu Silvester, sondern in der sommerlichen Hitze ist in Japan Feuerwerkszeit. Große und kleine Feuerwerksartikel für den eigenen Gebrauch sind in jedem Konbini (24-Stunden-Supermarkt) erhältlich. Am besten geht man damit zum Strand, denn anders als in Deutschland benötigt man zum Knallen in Japan keine spezielle Erlaubnis. Der Schwerpunkt liegt übrigens sowieso nicht auf dem Lärm, und "hanabi" 花火 heißt eigentlich "Blumenfeuer".

Hiroshima Yume-Minato Fireworks

In vielen Orten finden im Sommer große organisierte Feuerwerksveranstaltungen statt, von kommerziellen Shows mit Eintritt bis hin zum städtischen Riesen-Spektakel wie dem Feuerwerk am Sumidagawa in Tokyo, das Ende Juli bis zu einer Million Menschen anzieht. Traditionell tragen die Frauen zum Feuerwerk einen leichten sommerlichen Baumwollkimono, die Herren einen Jinbei (eine Art Pyjama mit kurzer Hose). So gekleidet lässt sich auch die Hitze viel besser ertragen.

Sommer-Matsuri und Schreinfeste

Viele der traditionellen Schreinfeste finden im Sommer statt, und wer im Sommer unterwegs ist, hat immer gute Chancen, zufällig in irgendein ausgelassenes Stadtteilfest zu geraten, mit Tanz und Getrommel, Festumzügen, Essensständen, Jahrmarktsbuden und ja, auch viel Alkohol. Da ist auch der westliche Ausländer schnell integriert und so ein Matsuri kann schnell zum überraschenden Highlight der Japanreise werden. Ein besonders bekanntes Sommer-Fest ist das Hakata Gion Yamakassa in Fukuoka, das in den ersten beiden Juliwochen stattfindet, und das Nebuta Matsuri in Aomori Mitte August. Zu den besten Sommerfesten gehört außerdem das Tanabata Matsuri, das in Sendai am größten gefeiert wird.

Mehr zu den Matsuri in ganz Japan finden Sie auf unserer Seite: Traditionelle Feste in Japan.

Dame im Yukata beim Schreinfest

Biergärten

Nach dem Ende der Regenzeit öffnen in Parks, aber vor allem auch auf Dachterrassen von Bürogebäuden, Kaufhäusern und Hotels die Biergärten. Da wird draußen gegrillt, und das frisch gezapfte Bier gibt es auf Wunsch als "nomihôdai" 飲み放題, also als Flatrate für den ganzen Abend. Entsprechend gelöst ist die Stimmung.

Englischsprachige Zeitungen und Magazine veröffentlichen zu Beginn des Sommers Auflistungen besonders beliebter Biergärten, z. B. Time Out Tokyo oder die Japan Times.

Spezielle Sommerspeisen, die Körper und Geist kühlen

Raspeleis / Kakikôri かき氷 – Kakikôri ist geraspeltes Wassereis, das erst durch Sirup, Sahne und diverse Toppings zur Kalorienbombe wird. Ein bisschen Retro – die meisten Japaner erinnert es an die Sommerferien der Kindheit und dadurch wird es noch besser.

Kalte Nudeln / Reimen 冷麺 – Im Sommer isst man seine Nudeln gern eisgekühlt. Zarusoba (ざるそば) sind Buchweizennudeln, Zaruudon (ざるうどん ) kalte Weizennudeln, die in eine kalte Brühe getunkt werden. Die ganz dünnen Sômen (そうめん, ebenfalls Weizennudeln) werden eigentlich nur im Sommer gegessen – ein besonderer Sommerspaß ist es, wenn die Nudeln in Eiswasser durch eine lange schräge Rinne gespült werden, und die Esser sie mit den Stäbchen herausfischen müssen. Im chinesischen oder Ramen-Lokal gibt es "kalt chinesisch" (hiyashi-chûka  冷やし中華), eine Art kalten Nudelsalat mit unterschiedlichen Toppings.

Wassermelonen – die schlägt man am liebsten in einer Gruppe am Strand mit einer Art Blinde-Kuh-Spiel auf. Das zugehörige Gejohle erfrischt auch schon.

Typische Sommergetränke sind "Ramune", eine Art Fassbrause (das Wort kommt von Lemonade) und den ganz leicht bitteren kalten Gerstentee Mugicha. Auch kalter Grüntee ist sehr erfrischend.

Tipps für die Sommerreise nach Japan

Für alle, die mit der schwülen Hitze zurechtkommen, ist der Sommer eine prima Zeit für eine Japanreise. Es sind weniger Touristen unterwegs, und das Leben verläuft in ruhigen und entspannten Bahnen, überrascht aber auch mit ausgelassenen Festen und bunten Sommerleben. Vermeiden sollte man die wirklich dauerhaft trübe Regenzeit im Juni (meist bis Anfang Juli), und in der Taifunzeit im September ist etwas Vorsicht bei der Planung geboten. Diese Stürme treffen zwar nur vereinzelt und relativ kurz aufs Festland, aber es kann zu Verspätungen und Flugausfällen kommen.

Reisetipp: Während der japanischen Semesterferien im Sommer (etwa Ende Juli bis Mitte September) sind auch viele Studenten im eigenen Land unterwegs: dann gibt es auch ein besonders günstiges Zugticket, das Seishun Juhachi Ticket, das auch für Touristen eine gute, wenngleich auch etwas zeitaufwändigere Option ist.

WESTWARDS

Mehr Tipps:

Sommer in Japan: Mit diesen Aktivitäten trotzen Sie der Hitze!

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Gerichte & Lebensmittel Japans

Typische Gerichte, Lebensmittel und GetränkeKaiseki2

Spezialitäten Küche:

Kaiseki – ryori: Hier wird das Kochen zur Kunst erhoben. Diese Gourmetküche stammt ursprünglich aus der Teezeremonie und ist ähnlich perfekt in Ästhetik und ihrer Form. Beste saisonale Zutaten werden meisterlich aufeinander abgestimmt. Serviert werden Ihnen viele kleine Gänge verschiedenster Delikatessen, angerichtet auf wunderschönem Porzellan und kleinen Schalen. Ein Fest für die Augen und den Gaumen!

Shojin – ryori ist die vegetarische, einfache Küche buddhistischer Mönche. Sie bekommen diese ganz ursprüngliche Form noch während eines Shukubo (Tempelaufenthalts) am Koyasan oder in Kyoto. Gleichfalls ihren Ursprung in der fleischlosen Lebensweise der Mönche hat die Tofu – ryori. Heute besteht diese Küche aus abwechslungsreichen, wohlschmeckenden Gerichten mit Tofu. Eine regionale Spezialität aus Kyoto ist z.B. der in einem Metalltopf gekochte Yudofu.

Osechi – ryori bezeichnet das Essen, das Sie zu Hause zu Neujahr zubereiten. Auch wenn die einzelnen Speisen regional unterschiedlich sein können, ist die Symbolik doch immer gleich: Der Wunsch nach Gesundheit, Glück und guter Ernte. Serviert wird das festliche Menü aus vielen einzelnen Speisen, wundervoll angerichtet in einer vierstöckigen Lack Box. Auch andere Speisen sind mit diesem wichtigen Feiertag verbunden, Mochi (ein spezieller Reiskuchen) wird getrocknet als Beilage in einer Neujahrssuppe oder saftig als süßer Kuchen gegessen. Natürlich wird Mochi auch als Opfergabe verwendet. Manche Fischsorten mit positivem Symbolcharakter, wie z.B. Lachs, oder Toso (ein gewürzter Sake) sind wichtiger Teil des Fests. Am 7.Januar gibt es dann Nanakusa-gayu, einen leichter Reisbrei mit 7 Frühjahrskräutern, die Gesundheit und Langlebigkeit spenden sollen.

Osechi
Typische Zutaten und Gerichte:

Reis gilt seit mehr als zweitausend Jahren als das Grundnahrungsmittel in Japan! Er wird als Beilage zu beinahe allem und auch zu jeder Tageszeit gegessen. Gekochter weißer Reis heißt Gohan und das bedeutet wörtlich übersetzt Mahlzeit. Denn er ist einfach fester Bestandteil von Frühstück, Mittag- und Abendessen. Reis wird mit einem oder mehreren Hauptgerichten bzw. Beilagen kombiniert. Der klassische Japanische Spruch ichiju-sansai (eine Suppe, drei Beilagen) bezieht sich auf dieses Zusammenstellung der traditionellen Mahlzeiten.

Donburi bezeichnen generell Gerichte auf Reisbasis, d.h. auf einer Schale mit gekochtem, weißem Reis wird ein schmackhaftes Hauptgericht serviert, z.B. Hühnchen mit Ei.

Miso: Diese japanische Würzpaste aus Sojabohnen und veränderlichen Anteilen aus Reis, Gerste oder anderen Getreidesorten ist aus der japanischen Küche nicht wegzudenken. Sie ist wichtiger Bestandteil der Miso Suppe. Diese beliebte Suppe ist ebenfalls vom Frühstück bis zum Abendessen Komponente vieler Speisefolgen. Basis ist Dashi (Fischfond), in den die namensgebende Miso Paste eingerührt wird. Als Einlage dienen Wakame (Seetang), Frühlingszwiebeln, Tofu und andere saisonale Bestandteile wie Pilze.

Japanische Würzmittel: Gerade bei Gerichten, die gegrillt oder geschmort werden, verwendet man zum Würzen gerne Dashi (Fischfond), Soja Sauce, Sake (Reiswein), Mirin (Süßer Koch-Reiswein), Essig, Zucker und Salz in unterschiedlicher Menge. Während des Kochens benutzt man Kräuter und Gewürze nur sehr dezent - wie etwa Ingwer oder Takanotsume (Roter Pfeffer). Dies ist gedacht um etwaige Gerüche zu neutralisieren. Die eigentliche Würze wird erst nach dem Kochen zugefügt z.B. durch frisch geriebenen Ingwer oder kräftig duftenden Kräutern als Verzierung. In einigen schwächer gewürzten Gerichten wird ein Klecks Wasabi (Japanischer grüner Meerrettich) oder geriebener Daikon (Japanischer Rettich) dazu serviert. Suppen würzt man gerne mit ein paar Blättern Mitsuba (Japanische Petersilie) oder einem Schnitzer Yuzu (Japanische Zitrusfrucht). Gehackte Shiso-Blätter (Japanisches Basilikum), Myoga (Knospe des Myoga-Ingwer) oder Nori-Streifen (Getrockneter Seetang) runden das Repertoire der Würzmittel ab.

SOBANudeln: Eine beliebte Alternative zu Reisgerichten sind generell Nudeln. Zwei typisch japanische Sorten - Soba und Udon - sind allseits bekannt. Soba, die dünnen dunkleren Buchweizennudeln werden in Brühe gegart, abgegossen und dann warm oder kalt gegessen. Sie sind auch ein traditionelles, Glück bringendes Essen zum Jahreswechsel. Sehr gerne werden sie auch als Yakisoba zubereitet. Dazu werden die Nudeln zusammen mit Schweinefleisch und Gemüse angebraten. Udon sind dicke, helle Weizenmehlnudeln, die meist in einem Sud serviert werden und mit Gemüse oder Fleischeinlage verzehrt werden. Ramen sind chinesischen Eiernudeln, die in einer Fleischbrühe mit verschiedenen herzhaften Einlagen serviert werden.
Alle Nudelgerichte sind beliebte Alltagsspeisen, die Sie als Reisegast in Japan so ziemlich überall sehr schnell und günstig bekommen.

Sushi & Sashimi: Weltweit beinahe ein Synonym für die Japanische Küche ist inzwischen Sushi. In mundgerechten Happen wird leicht gesäuerter, erkalteter Reis mit Fisch, Gemüse, Ei und neuerdings auch anderen Zutaten angerichtet. Der Phantasie der Köche sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt die zu Rollen geformten Maki sowie die mit Fisch oder anderem belegten Nigiri. Mit der Fischseite in etwas Sojasauce getunkt – lecker! Natürlich variieren Hausfrauen und Köche Sushi immer weiter, so gibt es z.B. Tekka Donburi ein Sushi aus Thunfisch auf gesäuertem Reis in einer Schüssel angerichtet oder Chirashi Sushi, wo die verschiedenen Zutaten auf dem Reis „verstreut“ werden.

Sashimi ist kein Sushi, da hier der rohe Fisch ohne Reis angerichtet wird. Hauchdünn geschnittener Fisch in bester Qualität und in kunstvoller Weise für das Auge präsentiert – einfach schön und delikat! SASHIMI

Tofu: In Zeiten, in denen die Japaner kein Fleisch aßen, bekamen sie ihre lebenswichtigen Proteine aus Fisch und Sojabohnen. Eines der bekanntesten Produkte aus Soja ist der Tofu, ein Sojaquark, den Sie in verschiedenen Konsistenten bekommen. Von samtig weichem Seidentofu bis hinzu würzig festem, angebratenem Tofu. Er ist wichtiger Bestandteil vieler Gerichte wie Sukiyaki und Nabemono. Ein beliebtes komplett aus Tofu bestehendes Gericht ist Dengaku, eine Spezialität aus Kyoto: Ein ganz leicht gegrillter Tofu mit Miso.

Tempura: Viele rechnen dieses Gericht portugiesischen Einflüssen zu. In Öl ausgebackene Gemüse und Meeresfrüchte im Teigmantel werden in eine schmackhafte Sauce aus Soja, Zitrone und geraspelten Rettich und Ingwer gedippt. Zudem gibt es Tempura oftmals als Teishoku (Menü) mit Reis, Miso Suppe und japanischen Pickles.

Yakitori2Yakitori: Fans der kleinen Spießchen aus mariniertem Hühnerfleisch, Geflügelbällchen oder Paprika gibt es zahlreich. Es ist ein leckeres Gericht mit Familie, Freunden, Kollegen zum Feierabendbier oder einem Sake. Gegrillt über einem offenen Holzkohlefeuer schmeckt die Spießchen einfach ziemlich lecker. Als Gewürze dazu gibt es Ichimi (geriebener roter Chili) und Shichimi (7-Gewürze Mischung).

Teriyaki bezeichnet Fisch, Fleisch oder Gemüse das in Teriyaki-Sauce (meist eine Mischung aus Sojasauce, Ingwer, Mirin, Sake und Zucker oder Honig) mariniert bzw. glasiert wurde und dann gegrillt oder gebraten serviert wird.

shabushabuShabu Shabu & Sukiyaki: Diese beiden Gerichte sind ein wenig mit einem Fondue zu vergleichen. Beim Sukiyaki braten Sie hauchdünn geschnittenes rohes Rindfleisch mit Gemüse, Pilzen, Tofu und Glasnudeln am Tisch in einem flachen Metalltopf kurz an und übergießen dann alles mit einem Sud aus Sojasauce, Zucker, Sake und Mirin. Je nach Gusto werden die Zutaten vor dem Verzehr in verquirltes, rohes Ei getaucht. Das Shabu Shabu besteht auch aus hauchdünn geschnittenem, rohem Rindfleisch das kurz mit Ihren Stäbchen durch eine heiße Brühe gezogen wird. Dazu Gemüse und Pilze - und bevor Sie es verspeisen, wird alles genüsslich in eine Sauce aus Soja, Zitrone und geriebenem Rettich oder eine etwas reichhaltigere Sesamsauce getunkt. Hmmmmmm…

Nabemono: Unter diesem Überbegriff finden sich regional unterschiedliche Eintopfgerichte aus Hühnchen oder Fisch, die mit unterschiedlichsten, saisonalen Gemüsesorten wie Spinat, Chinakohl, Kartoffeln, Rüben, Rettich und Tofu serviert werden. Ein sehr beliebtes, geselliges Essen, das am Tisch zubereitet wird, speziell für die kühleren Jahreszeiten.

Oden ist eines der wenigen Gerichte das über Stunden vor sich hin köchelt. In der Brühe aus Kombu (Seetang) gart Tofu, Rettich, Gammodoki (gewürzter frittierter Tofu) oder Chikuwa (gedämpfte Fischpaste) und vieles anderes, je nach persönlichem Gusto. Gerade in den Wintermonaten werden Sie Oden Snackstände, mit kleinen Sitzgelegenheiten davor, in vielen Orten sehen.

Okonomiyaki2Okonomiyaki, ist ein beliebtes und preiswertes Gericht aus der Kansai Region und Hiroshima. Diese sind ein wenig mit einem herzhaften Eierpfannkuchen vom heißen Stein zu vergleichen und werden nach eigenem Gusto mit einer speziellen dicken Sauce und getrockneten Thunfischflocken gewürzt. Normalerweise bereiten Sie Ihre Okonomiyaki selber auf dem heißen Stein Teppan zu, aber der Koch hilft Anfängern auch gerne dabei. Wenn Sie mal auf einem Straßenfest, Trödelmarkt oder Schrein Fest unterwegs sind, schauen Sie nach den Essensständen – oftmals gibt es hier leckere frische Okonomiyaki zum gleich verzehren.

Tonkatsu. Viele Besucher, die keinen Fisch mögen oder vertragen, fürchten oft während einer Japanreise zu verhungern. Doch keine Sorge, auch wenn Fleisch in früheren Jahrhunderten aus religiösen Gründen oftmals nicht auf dem Speiseplan stand, wurde z.B. Wild und Geflügel seit jeher verwendet. Seit der Öffnung Richtung Westen finden Sie auch andere Fleischsorten auf der Speisekarte. Sehr beliebt ist heute das wohlschmeckende Schnitzel namens Tonkatsu. Zusammen mit der typischen dickflüssigen Würzsauce und etwas Senf gibt es fast niemanden, dem das nicht schmeckt.

Wagyu2Wagyu-Rindfleisch: Zum Thema Fleisch – das bekannte japanische Rindfleisch ist mit nichts zu vergleichen was Sie in Steakhäusern weltweit gegessen haben. Die wohl bekannteste Sorte ist das Kobe-Rindfleisch und wer diese Delikatesse einmal verkosten durfte, versteht warum Fleischgourmets dafür auch mal tiefer in Tasche greifen.

Korokke: Ein Gericht, das im 19.Jh aus dem Westen übernommen wurde und ja - der Name lässt vermuten, was dahinter steckt. Kroketten! Japaner lieben die gestampften Kartoffeln, gewürzt mit Zwiebeln, Hackfleisch oder Krabbenfleisch, die mit Mehl, Ei und Semmelbröseln paniert und dann frisch frittiert werden. Serviert werden sie mit Reis und einer würzigen Currysauce, als Beilage zu Tonkatsu, als kleiner Zwischensnack und – auch hier lässt der Name vermuten was es sein könnte: Korroke-baga. Richtig! Als japanische Antwort auf den Burger, nämlich zwischen einem Brötchen. Es gibt noch eine leckere vergleichbare Speise namens Kushikatsu, die aus Schweinehackfleisch und weißen Zwiebeln besteht, frittiert und auf Spießchen serviert wird.

Kushi-age sind leicht panierte Meeresfrüchte, Tintenfisch oder Gemüse, die auf einen Bambusspieß gesteckt, kurz frittiert werden und mit Zitrone und einer speziellen Würzsauce zu genießen sind. Sehr beliebt zum Feierabendbier!

Gyoza2Gyoza sind ein weiterer sehr beliebter Snack! Die gefüllten Teigtaschen (Fleisch oder Gemüse) stammen zwar ursprünglich aus China, sind aber inzwischen von der japanischen Speisekarte nicht mehr wegzudenken.

Kare: Aus Indien adaptiert gibt es diese würzige, mit Curry gewürzte Sauce. Mit Reis, Nudeln oder Toast ist es unkompliziertes Familienessen.

Fischspezialitäten: In einem Inselstaat verwundert es kaum, dass so ziemlich alles aus dem Meer auf dem Teller landen kann. Hier seien nur ein paar der besondere Spezialitäten genannt. Die berühmt berüchtigten Gerichte aus dem Kugelfisch Fugu sind sehr kostspielige Delikatessen und gelten als Statussymbol. Nur Köche mit einer besonderen Zusatzausbildung ist es erlaubt das Fugusashi, das aus dem rohen Muskelfleisch des Fisches besteht, zuzubereiten. Die extrem giftigen Körperteile wie Leber, Rogen und bei manchen Arten auch die Haut müssen natürlich entsprechend vorsichtig vorher entfernt werden. Es ranken sich aber auch viele Mythen und Halbwahrheiten um diese Speise – aber vielleicht macht genau dies seinen besonderen Reiz aus! Der Aal Unagi, ist ein weiterer wertvoller Speisefisch, der zudem sehr gesund ist. Man sagt ihm auch noch die eine oder andere kraftspendende Eigenschaften zu… Verzehrt an einem speziellen Hochsommertag soll er Ausdauer und Kraft für die zweite Jahreshälfte bringen. Die Zubereitung ist aufwendig: Erst wird er über Holzkohle gerillt, dann gedünstet um danach mit einer dunklen, süßlichen Sauce mariniert und wieder gegrillt zu werden. Doch der Aufwand lohnt sich. Serviert wird Unagi oft mit einer klaren salzigen Suppe mit Aaleinlage, Reis und Pickels und manchmal dem leichten grünen Pfeffer Sansho.

Natto: Der Ehrlichkeit halber sollte aber auch erwähnt werden, dass es Gerichte gibt an denen sich die Geister scheiden. Die fermentierten Sojabohnen Natto gehören definitiv zu dieser Kategorie. Klar - sie sind sehr gesund, aber die leicht schmierige Konsistenz nicht unbedingt jedermanns Sache… Nun aber zum leckeren und krönenden Abschluss:

Wagashi2Süßspeisen & Süßigkeiten: Als Naschkatze kommen Sie in Japan voll auf Ihre Kosten: Wagashi - traditionelle japanische Süßigkeiten - sind untrennbar mit der Teezeremonie verbunden. Sie bilden einen harmonischen Kontrapunkt zum leicht bitteren, grünen Matcha Tee. Viele der Süßigkeiten basieren auf einer Paste aus Anko (süßen roten Bohnen) oder Mochi (süßer Reiskuchen). Heute sehr beliebt ist Matcha-Eiscreme (aus pulverisiertem Grün-Tee). Kakigori ist ein geschabtes Eis, das mit Sirup oder Kondensmilch übergossen wird. Dieses Eis bekommen Sie auf vielen der Sommer Festivals. Besonders Kinder lieben die Dorayaki (gefüllte, süße Pfannkuchen), die lauwarm gegessen wegessen. Hmmmm…
Natürlich gibt es auch bei den Süßigkeiten lokale und saisonale Spezialitäten. Die Yatsuhashi, ein Gebäck aus Reismehl mit Zimt und Zucker, stammen aus Kyoto. Da man in Japan nach einer Reise oder einem Ausflug die Lieben Zuhause immer mit einem Mitbringsel beschenkt, gibt es diese Leckereien so quasi noch auf die letzte Minute am Bahnhof zu kaufen.

Typische Getränke:

Tee: Japan ist ein Land des Teegenuss‘ und in vielen Landesteilen wird jeher Tee angebaut. Fast dreiviertel davon sind der beliebte Grün-Tee Sencha, den es in vielen verschiedenen Qualitätsstufen und Farbnuancen gibt. Die Fermentierung wird durch heißen Dampf gestoppt, was die feinen Geschmacksnuancen bewahrt. Meist kostenlos zum Essen gibt es den leicht bräunlichen Tee Bancha, der nach der Ernte des Sencha aus den nachwachsenden Blättern gewonnen wird. Hojicha erinnert auf den ersten Blick zwar an Schwarz-Tee, wird aber auch aus den Blättern des Sencha oder Bancha gewonnen und anschließend geröstet. Auch der ursprünglich aus China stammende Tee Oolongcha ist heiß wie kalt sehr beliebt. Mischungen wie Genmaicha mit seinen Röstaromen von Reiskörnern ist wiederum typisch Japanisch. Die edelste Tee Sorte in Japan ist jedoch der Matcha. Die verwendeten Grünteeblätter werden ca. 4 Wochen vor der Ernte abgedeckt und wachsen im Schatten zu höchster Qualität heran. Nach der Ernte werden sie gedämpft, getrocknet und nur die besten Spitzen zu Pulver gemahlen. Matcha ist wichtiger Bestandteil der traditionellen Teezeremonie, erfreut sich aber aufgrund seiner Gesundheitsfördernden Eigenschaften auch im Westen immer größerer Beliebtheit.
GrnerTee 2
Sake wird gerne als japanischen Reiswein bezeichnet, doch ähnelt die Herstellung aus Reis und Wasser eher dem Brauverfahren. Natürlich gibt es ihn auch direkt vom Erzeuger und bei einer Verkostung in einer der Sake - Brauereien können Sie feststellen, wie unterschiedlich er schmecken kann. Es gibt Premium - Sake der Spitzenklasse, wo nach der Politur des Reiskorns manchmal weniger als die Hälfte übrig bleibt. Zusammen mit bestem Quellwasser und unter Aufsicht der Braumeister entstehen dann kleine Meisterwerke. Sake hat etwa 12% - 20% Alkohol. Getrunken wird er je nach Sorte, Jahreszeit oder persönlichem Geschmack meist kalt aber auch warm. Sake wird normalerweise in Flaschen verkauft, doch bei Feierlichkeiten werden Sie oft die großen verzierten Komokaburi, die in Schilfmatten gehüllten Holzfässer, sehen. Diese werden dann von den Ehrengästen mit einem großen Holzhammer zeremoniell aufgeschlagen.

Warmer Wein? Tipps für die Sake-Verkostung

Shochu ist etwas hochprozentiger (25% - 42%) und wird aus Gerste, Süßkartoffeln oder Reis gebrannt. Es gibt ihn pur auf Eis, heiß mit Wasser als Oyuwari (Grog) oder als Longdrink Chuhai mit Soda und Zitrone und in vielen anderen Modevarianten gemixt.

Japanischer Whisky: Im kühlen Regionen des Landes, wo kein Reisanbau möglich ist, wird seit den 1920er Jahren auch klassischer Single Malt Whiskey hergestellt. Da Japanische Connaisseurs ihren Single Malt lieben, wurde er über Jahrzehnte im fachlichen Austausch mit Schottland perfektioniert und heute in exzellenter Qualität hergestellt.

Bier: Auch das Bier fand erst Ende der 1880er Jahre seinen Weg nach Japan, ist heute aber nicht mehr wegzudenken. Die Lagerbiere der einheimischen Brauereien sind durchweg lecker, von guter Qualität und der Japaner liebstes Feierabendgetränk – in diesem Sinne: Kanpai (Prost)!

Antialkoholische Getränke: Mizu (stilles Wasser) gibt es immer kostenlos zu jedem Essen und neben allen gängigen Softdrinks gibt es typisch japanische „Limonaden“ wie Calpis Soda und eine mit dem lustigen Namen Pokari Sweat…

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Herbst in Japan

Buntes Herbstlaub in Japan

Rot leuchten die Blätter im Sonnenschein - wie kleine Sterne. An der Plattform am Wasserfall steht ein Schild: Fotografieren mit Stativ verboten! An Wochenenden im Herbst wird es in den japanischen Bergen voll, dann nämlich, wenn tausende Tagesbesucher kommen, um die herbstliche Laubfärbung zu bewundern. Und natürlich zu fotografieren.

Der Herbst ist vielleicht die schönste Jahreszeit für eine Japanreise – meist scheint die Sonne und es bleibt (je nach Region) bis in den November oder gar Dezember einigermaßen warm. Zudem ist das Wetter abgesehen von Taifunen im Frühherbst ziemlich stabil. Bestes Wetter zum Reisen also! Und was im Frühling die Kirschblüte ist, sind im Herbst die bunten Blätter. Am auffälligsten sind der japanische Ahorn (紅葉, momiji), dessen kleine Blätter knallrot werden, und der flammend gelbe Ginkgo-Baum, den man oft in Städten findet.

Herbslaubt in Kyoto

Allerdings verfärben sich nicht alle japanischen Bäume, viele Wälder sind mit immergrünen Scheinzypressen und Zedern bepflanzt. Doch praktischerweise sind die Mischwälder, die mit ihrer Herbstlaubfärbung für die herbstliche Blätterschau geeignet sind, genauso institutionalisiert wie die Orte für die Kirschblüte: Es gibt Ranglisten, Reiseführer und Fernsehsendungen darüber und man kann seine Japanreise entsprechend planen. Und weil Japan sich über mehrere Klimazonen erstreckt und die Baumarten sich unterschiedlich schnell färben, findet man leicht den ganzen Oktober und November über schöne Plätze, um kôyô (紅葉), die herbstliche Laubfärbung, zu genießen. Für Touristen vorteilhaft ist, dass sich so die Saison über einen längeren Zeitraum erstreckt als im Frühling. Das gibt mehr Spielraum bei der Reiseplanung. Übrigens: Es gibt auch im Spätherbst gibt es vereinzelt Kirschblüten zu bestaunen. Unter den zahlreichen Sorten der japansichen Kirschbäume gibt es auch solche, die zweimal im Jahr blühen. (Shikizakua, Fudanzaura oder Jûgatsuzakura.)

Nicht zuletzt weil auch viele Japaner mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und nicht ständig entlang der Route aussteigen können, um Ah und Oh zu rufen und Fotos zu machen, sind die Schauplätze der herbstlichen Laubfärbung recht klar definiert. Da kann es schon mal sein, dass man regelrecht anstehen muss oder dass auch der Linienbus im Stau etwas länger braucht. Wer nicht das Gedränge zur Naturschönheit an sich als Japan-Erlebnis verbuchen möchte, sondern lieber etwas mehr Einsamkeit hat, unternimmt für die Blätterschau einfach von den bekannten Ausflugszielen aus eine Wanderung zu den etwas abgelegeneren Stellen.

Wann ist die beste Zeit?

Wenn man die herbstliche Laubfärbung in die klassische touristische Japanreise-Route rund um Tokyo und Kyoto integrieren will, ist es etwa ab Anfang November ideal zu reisen. In Tôhoku, also im Norden, werden die Bäume schon früher gelb und rot, und das gleiche gilt für die höher gelegenen Ausflugsorte in den Bergen. Das Meteorologische Institut informiert auch über den Beginn der herbstlichen Laubfärbung in den einzelnen Orten.

Ahorn in Hiraizumi© WESTWARDS

Wohin zur Laubfärbung?

Wer die Laubfärbung auf seiner Japanreise nicht verpassen will, hat verschiedene Optionen im ganzen Land. Zu den beliebtesten Herbstlaub-Spots (紅葉名所, kôyô meisho) im Norden gehören die Burgstadt Hirosaki und der See Towadako mit der Wanderung durch das Oirase-Tal. Parallel zum Wanderweg verkehrt ein Bus, so kann man die leichte Wanderung durch das herbstlich bunte Tal ausdehnen oder abkürzen. In Hiraizumi ist der alte Tempel Môtsûji für seinen historischen Garten berühmt, und auch in Matsushima, einer der drei berühmten Landschaften Japans, schillern prächtig rote Bäume.

Wer in Chûbu etwas weiter in die Berge der Japanischen Alpen reist, kann bereits im Oktober bunte Bäume sehen. Top-Ziele sind hier das Hochtal Kamikôchi mit schöner Bergkulisse, das malerische Dorf Shirakawago und die abgelegene Schlucht des Kurobe-Tals, in die man mit einer privaten Schmalspurbahn fährt. Im Westen der Hauptroute ist z. B. die Insel Miyajima bei Hiroshima so bekannt für ihre Ahornblätter, dass als Andenken rund ums Jahr süße "Momiji Manju" (Küchlein in Form eines Ahorn-Blatts) verkauft werden. In Okayama bietet der Garten Kôrakuen schöne Laubfärbung, auf Shikoku reist man zum Berg Konpira-san oder zur Burg von Matsuyama.

Der größte Ginko-Baum Japans steht übrigens im Städchen Nishi-Tsugaru in der Präfektur Aomori. Mit rund 31m Höhe und einem Umfang von weit verzeigten Ästen und Laub von etwa 22m wird einem schnell klar, warum der Baum schon lange vereehrt und schließlich zum Naturdenkmal erklärt wurde. Man schätz das Alter des Riesen auf etwa 1000 Jahre. Im Herbst regnet es hier gelbes Laub.

In und um Kyoto

Kyoto ist wegen seiner vielen kunstvoll angelegten japanischen Gärten eine Hochburg des Herbstlaub-Tourismus und dank der zahlreichen Sehenswüridgkeiten auch ein Hauptanziehungspunkt für Japanreisende. In fast jedem der vielen öffentlichen Parks und Tempelgärten locken bunte Blätter, und in vielen Gärten werden zumindest zeitweilig die Öffnungszeiten abends verlängert und die Bäume beleuchtet. Diese speziellen "Light-up"-Termine werden in den Touristeninformationen und online bekanntgegeben.

Zu den beliebtesten Zielen gehören in den östlichen Stadtgebieten der Park Maruyama Koen und die in der Nähe liegenden Tempel Chion-in und Kôdaiji. Nach Westen fährt man in den Vorort Arashiyama, im Norden ist das schon etwas höher gelegene Dorf Ôhara ein Pilgerziel der Herbstfotografen. Für die ehemalige Kaiservilla Shûgakuin Rikyû muss man im Voraus eine Führung buchen, dafür ist hier Farbenpracht über den ganzen Herbst hinweg garantiert, denn die Gärtner haben hunderte unterschiedliche Bäume so sorgfältig kombiniert, dass es wochenlang rot und gelb leuchtet.

Herstlaub im Enkoji-Tempel

In und um Tokyo

Der im Herbst markant gelb leuchtende Ginkgo ist der Wappen-Baum von Tokyo. Nicht nur die Parks, sondern ganz normale Straßenfluchten scheinen im Herbst gelb in Flammen zu stehen. Zur spezifischen Herbstlaub-Schau gehen die Tokyoter am liebsten in den Yasukuni-Schrein und in den Äußeren Garten des Meiji-Schreins (Meiji Jingu Gaien), oder in den am Fluss gelegenen Park Hamarikyû.

Von Tokyo aus lassen sich außerdem einige leicht selbst organisierte Tagesausflüge in herbstliche Berge machen. Gleich hinter Nikkô liegt, noch einmal deutlich höher, der See Chûzenjiko, und in Kamakura ist die Laubfärbung im Tsurugaoka Hachimangû, dem größten Schrein der Stadt, besonders schön und vielfältig. Am Fuß des Fuji-san fährt man z. B. an den See Kawaguchiko mit dem sogenannten "Momiji Tunnel", wo sich rote Ahornbäume von beiden Seiten fotogen um den Fuji-san gruppieren.

Mehr Reisetipps zu den Tokyoter Sehenswürdigkeiten.

Was bietet der Herbst in Japan noch?

Wegen des oft schönen, aber nicht mehr so schwül-heißen Wetters ist der Herbst die ideale Jahreszeit für viele Outdoor-Aktivitäten, wie Wanderungen, Klettern oder Radfahren. Je niedriger die Temperaturen dann abends werden, desto vergnüglicher ist auch ein Bad im Onsen. Ab Ende November oder Dezember wird in Japan begonnen Sake zu brauen; viele Brauereien erlauben auch Touristen einen Blick hinter die Kulissen (z. B. in Takayama).

Kulinarisch stehen im Herbst Kürbisgerichte und reichlich frische Kaki und Feigen auf dem Speiseplan. Süßspeisen oder saisonale Editionen von Süßigkeiten gibt es mit Maronencreme. Die wichtigsten Herbst-Feste oder Matsuri, meist gut organisierte historische Prozessionen, finden in Takayama und Nikko sowie in Kyoto (Jidai Matsuri) statt.

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Japan mit Familie

Japan mit Familie - ein Kinderspiel!

Mit Kind und Kegel nach Japan fahren: Logistisch kein Problem. Japan gehört zu einem der kinderfreundlichsten und sichersten Länder und eine Japanreise mit der ganzen Familie lässt sich gut organisieren. Traditionell ist Japan ein Bahnreiseland und Rundreisen lassen sich mit dem Japan Rail Pass leicht organisieren. (Mehr dazu auf der Seite: Mit dem Zug durch Japan.) Mehr und mehr Familien gerade mit Kindern zeihen jedoch die Reise im Mietwagen oder sogar Campervan vor, da es einfacher und oft günsitger ist, so Familie und Gepäck von Ort zu Ort zu bekommen. 

Hier zum Beispiel ein Erfahrungsbericht über eine Campervaneise mit Kindern durch Japan.

Bloggerin Tessa-Karina Twes hat ebenfalls zahlreiche Tipps zum Reisen mit Kinder zusammengestellt: [Tipps] Mit Kindern nach Japan reisen – Das musst du beachten!

Mehr auf den Seiten Autofahren in Japan und Camping in Japan.

Doch was bietet Japan für Familien? Für welche Attraktionen begeistert sich der Nachwuchs?

Im Reich der Samurai

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Die Samurai haben es längst in die deutschen Kinderzimmer geschafft. Warum also nicht eine Samurai-Burg besichtigen, in die Schlafgemächer des Shoguns blicken und vielleicht sogar eine echte Samurai-Uniform ausprobieren? In Japan sind die Spuren der mittelalterlichen Krieger allgegenwärtig. Besonders sehenswert sind unter anderem die Burgen von Himeji, Osaka, Kumamoto, Matsumoto und Matsuyama. In Shiroishi (Miyagi) lässt sich der Besuch der Burg auch mit einer Tour durch die früheren Wohnhäuser der Samurai verbinden. In Kyoto wiederum lohnt sich ein Besuch des Shogun Palasts Nijo-ji. Ältere Kinder dürften in der Tempelstadt-Nikko die Atmosphäre vieler japanischer Anime-Serien wiedererkennen und sich für die opulente Grabstädte des ersten Shogun Tokugawa Ieyasu begeistern - und es sei es nur der zahlreichen wilden Affen wegen. Nur wenige Kilometer weiter, im Edo Wonderland von Nikko, können Kinder den Alltag der Edo-Zeit sogar selbst ausprobieren.

Ab ins Museum

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Langweilige Museen? Nicht in Japan: Praktisch überall wird das Wissen kindgerecht und interaktiv aufgearbeitet, oft auch mit englischsprachigen Erläuterungen. Zu den vielen Highlights gehören unter anderem:

  • National Science Museum Tokyo
  • National Museum of Emerging Science and Innovation Tokyo (Miraikan)
  • Das historische Edo Tokyo Museum
  • Museum der Ghibli Studios in Tokyo
  • Das interaktive Technologie-Museum TEPIA in Tokyo
  • Osaka Science Museum
  • Osaka Aquarium Kaiyukan
  • Toyota Museum nahe Nagoya
  • Takao Trick Art Museum nahe Tokyo
  • Das Hochgeschwindigkeitszug-Museum SCMAGLEV and Railway Park Nagoya
  • Railway Museum Saitama, inklusive Zugfahrt-Simulatoren, nahe Tokyo
  • Ninja-Museum Igaryu zwischen Osaka und Nagoya
  • Fukui Prefectural Dinosaur Museum
  • Meiji Mura

Themenparks

m 180743Japans Themenparks bieten Stoff für etliche Tage - und sind selbstverständlich ebenfalls pädagogisch gut aufgearbeitet:

  • Kidzania in Toyosu, Tokyo. In der Kidzania-Welt können Kinder Erwachsenenberufe ausprobieren - und werden dafür sogar in kidzanianischer Währung bezahlt. Mittwochs ist "English day".
  • Universal Studios nahe Osaka
  • Der japanische Ableger der amerikanischen Filmstudios: Tokyo Disneyland und Tokyo DisneySea 
  • Joypolis, der Themenpark des Spiele-Herstellers Sega in Umeda/Osaka

Naturerlebnis Japan

Japan besteht nicht nur aus Großstadt und Moderne: Große Teile des Landes sind kaum besiedelt, gleichzeitig aber auch sicher erschlossen. Für europäische Kinder gehören vor allem die zahlreichen Vulkane und geothermischen Sehenswürdigkeiten (eine Liste aller Vulkane gibt esauf Volcano Discovery) zu den ganz großen Highlights, aber auch die Begegnung mit der einheimischen Fauna. Affen sind beispielsweise weit verbreitet. Eine schöne Kombination aus beiden Elementen sind die Schnee-Affen von Yudanaka nahe Nagano: Hier baden die Tier rund ums Jahr in den heißen Quellen, während wenige Meter weiter ein Geysir aus dem Boden sprudelt.

Matsuri: Kultur zum mitmachen

Japan ist das Land der Feste! Die Mischung als Jahrmarkt und traditionellen Vorführungen zeigt Japan von der lebendigen Seite. Auch junge Besucher kleiden sich zu diesen Anlässen oft traditionell japanisch. Und dass sich viele der Attraktionen an Kinder richten versteht sich von selbst, an vielen Ständen heißt es beispielsweise kleine Goldfische zu fangen oder Lose zu ziehen. Farbenfrohe Umzüge und die Vorführungen der Taiko-Trommelgruppen sind für Kinder genauso faszinierend wie für Erwachsene. Abends findet während der 

Matsuris oft noch ein Feuerwerk statt. Eine Liste der landesweiten Matsuris finden Sie in unserem Artikel: Traditionelle Feste in Japan.

Manga & Co auf der Spur

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Pokémon, Yu-Gi-Oh, Nintendo, Mangas und Beyblades: Vieles was heute zum europäischen Kinderalltag gehört, stammt aus Japan. Und wer weiß hierzulande schon, dass die Pokémon ursprünglich auf mythischen Gestalten basieren? Dass die ersten Mangas viele hundert Jahre alt sind und eigentlich aus dem Tempel stammen? Bei einem Besuch in Japan können Familien den Wurzeln der modernen Unterhaltungsindustrie nachspüren. Ein absolutes Muss ist dabei der Besuch der Stadtviertel Electric Town (Akihabara) in Tokyo oder Den-Den-Town in Osaka. In den Sammlershops und Kinder-Spielesalons gibt es oft die allerneuesten Spiele-Entwicklungen lange bevor sie den europäischen Markt erreichen. Mehr dazu im Artikel: Anime & Co

Schräge Sachen im Alltag probieren

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Manchmal muss es gar kein großer Ausflug sein, denn Japans Alltag bietet für Kinder und Jugendliche eine Fülle von exotischen Details. Wo bekommt man sonst im Urlaub Eis der Geschmackssorten Rote-Bohnen oder Thunfisch, kann sich die Spießchen selbst am Tisch grillen, wie in den zahlreichen Teppanyaki-Restaurant, oder vom Band pflücken, wie in den Kaitan (Fließband)-Sushiläden? Für einen Blick auf die Subkultur Japans wiederum ist der sonntägliche Ausflug in den Tokyoter Yoyogi-Park ein Muss: Zwischen Elvis-Imitatoren und anderen schrägen Straßenkünstlern zeigt sich Japan von der poppigen Seite.

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Japanische Kirschblüte und Hanami

Ein luftiger rosa Traum – die Kirschblüte und ihre Betrachtung (hanami)

Kirschblüte vor Tempel in KyotoRosa in allen Schattierungen, soweit das Auge blickt. Die Farbpalette der zarten Blüten reicht von reinem Weiß über luftiges Babyrosé bis hin zu kräftigem Pink. Und dieses Bild wiederholt sich dutzende Male in den LCD-Displays von Spiegelreflexkameras und Handys. Die Kirschblüte (sakura) zeigt nicht nur den Beginn des Frühlings an, sondern ist Ausdruck der japanischen Seele – Touristen wie Japaner wollen sie im Bild festhalten.

Ob rosa oder weiß, getupft oder in üppigen Trauben, das hängt übrigens von der Baumsorte ab – insgesamt gibt es um die dreihundert Variationen japanischer Kirschbäume. Am häufigsten ist die schnell wachsende Somei-Yoshino-Kirsche mit zarten, fünfblättrigen, fast weißen Blüten. Etwas seltener sind die „Chrysanthemen-Kirschen“, deren Blüten mit ihren bis zu hundert Blütenblättern puschelige weiche Bälle formen, und die Trauerkirschen, deren Zweige von der Last der Blüten auf den Boden heruntergezogen scheinen. Die unterschiedlichen Kirschbaumarten werden nicht nur wegen des breiteren Farbenspektrums angepflanzt, sondern auch, weil ihre Blüten zeitlich versetzt aufgehen und sich die sprichwörtlich kurze Kirschblüte so auf mehrere Wochen strecken lässt.

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Japanische Rezepte

Ausgewählte Rezepte


Wer sich und seine Lieben schon daheim auf die Japanreise einstimmen möchte, kann mit diesen Rezepten den Anfang machen!01

Rindfleisch Teriyaki (für 2 Personen)
Zutaten:

  • 1,5 EL Zucker
  • 3 EL Soja Sauce
  • 6 EL Sake
  • 2 Rindersteaks (ca. 100-150g pro Steak)
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2 TL Wasabi Paste
  • Dünne Streifen Zitronenschale
  • 40 - 60g Auswahl junger Salatblätter
  • 4 - 6 Brokkoli-Röschen (vorher blanchiert und warmgehalten)


Für die Teriyaki Sauce Zucker, Soja Sauce und Sake gut mischen.

Erhitzen Sie eine Pfanne und das Öl auf mittlere bis hohe Hitze. Braten Sie die Steaks auf beiden Seiten kurz braun an. Hitze auf Mittel reduzieren und die Teriyaki Sauce zugeben. Lassen Sie die Sauce leicht einkochen und begießen die Steaks immer wieder damit. Nach ca. 4 min ist die Sauce reduziert und die Steaks damit wie „glasiert“.

Die Steaks auf einem Brett in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden.

Steakstreifen auf einem flachen Teller anrichten, mit der Sauce übergießen, mit einem Klecks Wasabi und der Zitronen Schale garnieren. Den Salat und Brokkoli auf dem Teller mit anrichten.


Gekochter Reis
Generell verwendet die japanische Küche einen japanischen Rund Korn Reis. Er besitzt einen besonderen Geschmack und eine eher klebrige Konsistenz, damit er leichter mit Stäbchen gegessen werden kann. Auch die Zubereitung ist etwas anders: rice

  • Den Reis vor dem Kochen waschen und quellen lassen. Dazu den Reis in einer Schüssel mit Wasser gut waschen, mit dem Händen kräftig durchrühren und durch ein Sieb abgießen. Das erste Wasser wird trüb ablaufen. Diesen Vorgang solange mit frischem Wasser wiederholen, bis es klar aus dem Sieb abläuft. Danach den Reis ca. 30 Minuten im Sieb ruhen lassen.
  • Den Reis (ca. 450g für 4 Personen) mit kaltem Wasser (600 – 650ml) in einen Topf geben, nicht salzen und zum Kochen bringen. Sobald der Reis kocht Deckel aufsetzten, Hitze reduzieren und für ca. 15 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen. Vom Herd nehmen und weiter 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Dann mit einem Holzlöffel vor dem Servieren etwas auflockern.
  • Kleiner Tipp: Am besten funktioniert diese Art des Reiskochens in einem Reiskocher, den wirklich alle japanischen Haushalte besitzen. Ab € 30 gibt es gute Modelle und die Anschaffung lohnt sich.


Folgende Rezepte basieren alle auf einer Basis aus gekochtem Reis:

Gyudon auf Reis (für 4 Personen)
Zutaten:

  • 500g Rindfleisch (in dünnen Scheiben)
  • 2 Zwiebeln
  • 200ml Weißwein
  • 100ml Wasser
  • 150ml Sojasauce
  • 150ml Mirin
  • 4 EL Zucker
  • Beni Shoga (roter eingelegter Ingwer)
  • Heißer gekochter Reis (s.o.)


Die Zwiebeln schälen, halbieren und dünne Streifen schneiden. Das dünne Rindfleisch in ca. 2cm breite Streifen schneiden.

Weißwein und Wasser zum Kochen bringen. Zwiebeln hineingeben und etwa 3 Minuten köcheln lassen. Sojasauce, Mirin, Zucker und Rindfleisch zugeben. Alles mischen, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch zart und die Sauce um etwa die Hälfte eingekocht ist.

Den Reis portionsweise in Schalen anrichten, darauf Rindfleisch und Zwiebeln anrichten und etwas Sauce darüber gießen. Mit dem roten Ingwer dekorieren. Je nach persönlichem Geschmack kann man noch ein rohes Eigelb oder Shichimi (7-Gewürze Mischung) dazugeben.


Marinierter Thunfisch auf Reis (4 Personen)
Zutaten:

  • 6 EL Soja Sauce
  • 6 EL Sake
  • 3 EL Zucker
  • 3 TL Wasabi Paste
  • 400 - 500g Thunfisch (beste Sushi Qualität, so frisch wie möglich)
  • 10 cm Stück Daikon (alternativ milder weißer Rettich)
  • Gehackte Frühlingszwiebeln oder Sprossen nach Geschmack
  • Heißer gekochter Reis (s.o.)


Für die Marinade lassen Sie Sojasauce, Sake und Zucker in einem kleinen Topf leicht ankochen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dann Wasabi unterrühren.

Den ganz frischen Thunfisch in mundgerechte Stücke schneiden und etwa 5 Minuten in der Marinade ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Daikon schälen und reiben. In einem Sieb für 2-3 Minuten abtropfen lassen. Thunfisch aus der Marinade nehmen.

Den Reis portionsweise in Schalen anrichten und den marinierten Thunfisch darauf anrichten. Etwas Marinade mit dem geriebenen Rettich zu einer leichten Sauce vermengen und über den Reis geben. Mit den Frühlingszwiebeln oder Sprossen garnieren.

Buchtipps:
Harumi Kurihara:
Harumis japanische Küche, Dorling Kindersley Verlag (2006)
Japanisch Kochen ganz easy, Dorling Kindersley Verlag (2010)

Kimiko Barber, Martin Brigdale und Jens Bommel:
Die japanische Küche, Hädecke Verlag (2013)

Makiko Itoh;
Just Bento Cookbook (English), Kodansha Europe Ltd. (2012)

Links:
5 Super-Easy Onigiri Recipes


Websites:
www.nekobento.com
www.wagashi-net.de
www.justbento.com
j-simplerecipes.com

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Japanischer Kampfsport

Traditionelle Sportarten

In Japan sind verschiedene westliche Sportarten, wie zum Beispiel Fußball und Baseball, sehr populär. Bei Ihrem Aufenthalt möchten Sie aber vielleicht auch einige traditionelle japanische Sportarten kennenlernen.

 

Judo ist die weltweit populärste japanische Kampfsportart. Das grundsätzliche Prinzip der Judo-Technik besteht darin, die Stärke des Gegners zum eigenen Vorteil auszunutzen. Der Rang des Kämpfers lässt sich an der Farbe des Gürtels (Anfänger: Weiß; höchster Rang: Schwarz) erkennen.

 
Judo

 

KendoKendo ist eine Art des Fechtens in Japan, die von Kenjutsu abstammt, einer der wichtigsten von den Rittern (Samurai) praktizierten japanischen Kampfsportarten. Die beiden Kämpfer tragen spezielle Schutzkleidung und greifen nach einem strengen Reglement Kopf, Rumpf und Handgelenke des Gegners mit einem Bambusschwert an.


Japanischer Kendo-Verband (All Japan Kendo Federation)

 

KarateKarate wurde aus China kommend in Okinawa eingeführt und hat sich dann allmählich zu einer eigenen japanischen Kampfsportart entwickelt. Bei Karate werden keine Waffen verwendet, Angriff und Verteidigung erfolgen nur mit Händen und Füßen. Karate ist kampfbetonter als die meisten anderen Kampfsportarten.

Japanischer Karate-Verband (Japan Karatedo Federation)

 

Aikido basiert auf dem Prinzip die körperliche Kraft des Angreifers nicht mit Kraft zu erwidern, sondern für die Verteidigung auszunutzen. Aikido-Übungen dienen ursprünglich nur dem Zweck die Form (Kata) zu üben. Im Vergleich zu anderen Sportarten, wie zum Beispiel Judo oder Karate, ist die körperliche Kraft bei Aikido nicht so wichtig. Aikido ist beliebt bei Frauen und älteren Leuten als geistige Übung oder um körperlich fit zu bleiben.

Aikido-Bund Aikikai (Aikikai Federation)

 

SumoSumo ist traditioneller japanischer Ringkampf. Die meisten Ringer sind professionelle Athleten, die gewöhnlich zwischen 110 und 200 kg wiegen.
Im Vergleich zum Ringen westlicher Art, sind die Regeln des Sumo sehr einfach. Zwei Ringkämpfer, die lediglich mit einem schmalen Leinentuch bekleidet sind, betreten einen Ring aus Sand mit 4,5 m Durchmesser, der sich auf einem quadratischen Lehmhügel befindet. Der Kampf ist entschieden, wenn einer der beiden Kämpfer mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt oder wenn er außerhalb des Rings auftritt oder aus diesem herausgedrückt wird.

Sechsmal im Jahr finden 15-tägige Turniere statt, im Januar, Mai und September in der Ryogoku Kokugikan in der Nähe des Bahnhofs Ryogoku in Tokyo, im März in Osaka, im Juli in Nagoya und im November in Fukuoka.

Nihon Sumo Kyokai (Japanischer Sumo-Verband)

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Kirschblüte und Hanami

Japanische Kirschblüte und Hanami!

Der fröhliche Frühling Japans

Das Blühen der Pflaumenbäume ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Winterkälte dem Frühling weichen muss und auch ein Anzeichen dafür, dass als nächstes die zartrosanen Kirschblüten, Sakura, blühen werden. Im Raum Tokyo blühen die Krischbäume etwa in der Zeit von Ende März bis Anfang April. Da die Blüten, nachdem sie vollkommen aufgeblüht sind, nur etwa eine Woche zu sehen sind bevor sie wieder verblühen und es stark Wetter abhängig ist, wann genau sie mit dem blühen anfangen, ist es schwierig einzuschätzen, wann genau die wunderbare Blütenpracht ihren Höhepunkt erreichen wird.

SakuraDie Nachrichten und Wetterstation bringen in dieser Zeit in Japan täglich einen Ausblick auf die Sakura-Blüten, damit man weiß, wann ungefähr einen das Blütenmeer erreicht. Wer Japan einmal, in einen Schleier aus rosa-weißen Blütenblättern getaucht, erleben möchte sollte deshalb genug Zeit mitbringen, um auf die Blüten zu warten, aber auch nicht zu spät anreisen. 
Besondere Kirschblütenfans reisen dem Blütenmeer vielleicht sogar von Süden nach Norden hinterher.

Man sagt, am schönsten seien, die Kirschblüten, wenn die verblühenden Sakura ihre tränenförmigen Blütenblätter verlieren und diese elegant zu Boden segeln. Für viele Japaner, symbolisieren die blühenden Kirschbäume menschliches Leben und Vergänglichkeit. Deshalb erfreut man sich an der Schönheit, solange sie andauert. Auf jeden Fall sind die Blüten ein Zeichen für den Frühling und da im April für Firmen und Schulen das neue Jahr einsetzt, kann dieser Frühlingsanfang in vielerlei Hinsicht auch als eine Zeit des Neuanfangs verstanden werden.

ImageSobald die Sakura-Bäume blühen ist es Brauch Hanami (wörtlich: Blüten betrachten) zu feiern. Unter den blühenden Bäumen finden sich Familien, Freunde, Arbeitskollegen zusammen, um gemeinsam zu picknicken, zu trinken, ihr O-Bento (Lunch-Box) zu essen und gemeinsam Zeit zu verbringen.
Berufstätige und Studenten können sich dazu zumeist erst abends treffen. An beliebten Hanami-Plätzen ist es zu dieser Zeit schwierig überhaupt einen freien Platz zu finden. In manchem Park werden für diese späten Hanami-Treffen die Bäume angestrahlt.


Wo kann man Hanami feiern und die Sakura-Blüten bewundern?

ImageOkinawa - die frühen Blüten
Beriets ab der dritten Januarwoche zeigen sich die rosa Knospen der 23.000 Kirschbäume, die im Nago Zentralpark auf der Insel Okinawa stehe. Über circa zwei Kilometer erstreckt sich der Spazierweg durch die blühende Landschaft, der über einen Hügel mit Aussicht zum Meer führt. Der Kontrast zwischen den besonders intensiv rosafarbenen Blüten und dem smaragdfarbenen Wasser kommt hier sehr eindrucksvoll zur Geltung. Am letzten Januarwochenende wird das offizielle Kirschblütenfest unter der Schirmherrschaft der Kirschblütenkönigin gefeiert. Paraden, Maskenumzüge und traditionelle Tanzvorführungen runden das Programm ab. 

Blütentraum auf der Halbinsel Izu
Nicht allzu weit von Tokyo entfernt liegt die Stadt Kawazu auf der Halbinsel Izu. Hier findet die Blütenschau meistens zwischen dem 10. Februar und dem 10. März statt. Der drei Kilometer lange Weg führt längs des Kawazu-Flusses vom Bahnhof zur Mine-Onsen, eine der für Japan typischen heißen Quellen. Für einen kurzen Zeitraum beeidruckt die Promenade zusätzlich durch abendliche Beleuchtung und verzaubert einheimische und ausländische Besucher.

Blühendes Tokyo
Einer der beliebteseten und deshalb auch meist frequentierten Hanami-Treffpunkte der Hauptstadt ist der Ueno Park. Für Touristen bietet sich hier die Gelegenheit einen Besuch in den um den Park gelagerten Museen mit einem Spaziergang unter hellrosa Blüten zu verbinden. Aber Tokyo bietet noch viele andere Möglichkeiten die Blütenschau zu erleben: Im Shinjuku Gyoen warten mehr als 1000 Kirschbäume auf Besucher. Entlang des Sumida-Flusses nur einige Schritte von Asakusa entfernt lässt es sich herrlich unter den Blüten wandeln.

ImageLeuchtende Blüten in Kyoto
In Kyoto begeht man die Blütenschau am besten im öffentlichen Maruyama-Park in der Nähe des Yasaka-Schreines. Im Zentrum des Parks steht ein beeindruckender Shidarezakura-Baum, eine besondere Art des Kirschbaums, dessen Zweige herunterhängen, ähnlich wie die einer Trauerweide. Zur Hanami-Zeit wird dieser am Abend angestrahlt und bietet einen ganz besonderen Anblick.

Doch nicht nur hier sondern überall in Japan verleihen die zart blühenden Bäume der Landschaft einen besonderen Touch. Sei es nun in der altehrwürdigen Stadt Nara, wo sich die Pracht besonders vor der Halle des großen Buddha des Tempels Todaji entfaltet, auf dem Berg Yoshino in der Präfektur Nara, auf dem rund 30.000 Kirschbäume zu bewundern sind oder aber im Joyama Park in Nagoya, wo Kirschblütenfans richtig schwelgen können.

Für weiter Regionen, die für ihre Kirschblüten bekannt sind, schauen Sie bitte hier .
Für weitere Tipps zu interessanten Hanami-Plätzen schauen Sie bitte hier.
 
Der Sakura-Forecast der Meteorologischen Agentur Japans wird jeweils kurz vor dem Blühen bereitgestellt.

Musik-Festivals und Konzerte in Japan

Musik-Festivals und Konzerte
Klassik bis J-Rock

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Musikfreunde in Japan Konzerte zu besuchen.

Eine schöne Gelegenheit sind natürlich Festivals, wobei die Auswahl von klassischer und traditionell japansicher Musik bis zu internationaler Rockmusik reicht.

Festivals:

  • Tokyo Summer Festival
  • Fuji Rock Festival (Naeba) weitere Infos auch hier
  • Sommer Sonic in Chiba und Osaka
  • Rock in Japan (Ibaraki)
  • Rising Sun Rock Festival in Ezo (Ishikari, Hokkaido)
  • Earth Celebration
 

Ballet, Oper und klassische Konzerte werden häufig in größeren Städten aufgeführt, die über entsprechende Theaterhäuser verfügen. Die führenden Opernensembles und Symphonie-Orchester annoncieren regelmäßig ihre Programme. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gastspiele ausländischer Ensembles, Orchester und Solisten in Japan.


Es gibt auch ein breites Angebot an moderner japanischer Musik, von J-Pop über J-Rock bis hin zum beliebten Rapp. Auch Jazz ist in entsprechenden Clubs zu hören.
Informationen über die nächsten Konzerte von Ayumi Hamasaki oder Gackt gibt es nicht nur an den Vorverkaufsstellen, sondern auch häufig in Musikläden oder Musikzeitschriften (natürlich immer in japanischer Sprache).

Eintrittskarten

An Ecken von Hauptverkehrsstraßen oder in großen Kaufhäusern können Sie Vorverkaufsstellen, die "Play Guides", finden. Dort erhalten Sie Eintrittskarten für Kinos, Theater, Opern, Konzerte und Sportveranstaltungen. Die genauen Adressen und Telefonnummern bekommen Sie beim TIC oder an der Rezeption Ihres Hotels.
 

Bitte erkundigen Sie sich auch bei Ihrem Hotel, ob dort Eintrittskarten erhältlich sind. Auskünfte über den Erwerb von Eintrittskarten sowie ausführliche Veranstaltungsprogramme bekommen Sie auch auf den englischen Websites der Theater oder beim TIC (Tourist Information Center).
Vorbestellungen aus dem Ausland sind in den seltensten Fällen möglich, da für die Zusendung der Tickets eine japanische Adresse voraussgesetzt wird. In manchen Fällen ist es möglich, nach Rücksprache mit der gebuchten Unterkunft, Tickets auch dort hinschicken und aufbewahren zu lassen.

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Nationalparks in Japan

Nationalparks

Japan ist ein Land reich an wunderschönen Landschaften: Majestätische Berge mit ganzjährig schneebedeckten Gipfeln, Seen und weiten Wälder, die im Farbenspiel des Herbstes leuchten, bis hin zu unzähligen kleinen Inseln, die sich aus dem funkelnden Meer erheben. Die 29 Nationalparks des Landes sollen diese einmalige Natur für künftige Generationen bewahren sowie heutigen Besuchern Einblicke und neues Verständnis des Naturschutzes ermöglichen. Wanderer kommen hier bei der Japanreise auf ihre Kosten.

Reisen Sie nun durch die Schönheiten der verschiedenen Landschaften und Ökosysteme. Entdecken Sie die Nationalparks von Hokkaido, hoch im Norden des Landes, bis hin zu den Okinawa-Inseln tief im Süden.

Chichibu Tama Chichibu Tama

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Rishiri-Rebun-Sarobetsu

(seit 1974 – 24.166 ha)

Der Shiretoko Nationalpark ist nicht nur Nationalpark sondern steht seit 2005 auch auf der Liste des UNESCO Weltnaturerbes. Die Halbinsel im Nordosten Hokkaidos gilt zu Recht als absolut unberührt. Nur einige wenige Pfade führen durch den Park und die einzigen Gebäude sind ein paar Fischerhütten an der Küste. So verwundert es nicht dass seltene Säugetiere, die größte Braunbärenpopulation Japans, beinahe ausgestorbene Vogelarten und viele Meeresbewohner hier ungestört leben. Zugvögel kommen hier genauso vor, wie im Winter Stellerschen Seelöwen und Largha-Robben.
 

Akan

(seit 1934 – 90.481 ha)

Akan NationalparkDer Akan Nationalpark liegt im Osten Hokkaidos und ist eine Symphonie aus mächtigen Vulkanen, drei mystischen Kraterseen, Gebirgsseen und weiten Koniferenwäldern. Braunbären, Streifenhörnchen und der seltene Schwarzspecht leben hier. Gerade der Blick über den 26km großen Kratersee Kussharoko ist einmalig. Außerdem sorgen zahlreiche heiße Quellen hier für eisfreie Zonen in der frostigen Jahreszeit und somit ist der See beliebtes Winterquartier der Singschwäne. Eine weitere Besonderheit ist die seltene Algenart Marimo, die im Kratersee Akanko mit Ihrem kugelförmigen Wuchs eine absolute Eigenart bildet. Der kleine Kratersee Mashuko ist bekannt für eines der weltweit klarsten Wasser.

 

Kushiro-Shitsugen

(seit 1987 – 26.861 ha)

Das größte Feucht- und Sumpfgebiet Japans bildet der Kushiro-Shitsugen Nationalpark. Dieser relativ junge Nationalpark spielt eine große Rolle im Schutz der schon beinahe ausgestorbenen Mandschurenkraniche. Diese seltenen und symbolträchtigen Vögel brüten seit ewigen Zeiten in den hiesigen Sümpfen und bedingt durch weit reichende Schutzmassnahmen hat sich die Population wieder vermehrt. Über 200 Pflanzenarten und weitere seltene Insekten und Amphibienarten sind hier zu finden. Geführte Kanutouren und Eco-Touren werden von der Nationalparkverwaltung angeboten, um dieses einzigartige Ökosystem verstehen zu lernen.
 

Daisetsuzan

(seit 1934 – 226.764 ha)

Der Daisetsuzan Nationalpark (http://www.bes.or.jp/english/parks/daisetsu.html) ist der flächenmäßig größte Nationalpark Japans. Die gebirgigen Landschaften werden auch gerne als das „Dach Hokkaidos“ bezeichnet. Sie finden hier verschiedene Gebirgsketten, Vulkangruppen, Wasserfälle, Flüsse und Seen. Mit dem Mt. Asahidake (2.290 m) zudem auch den höchsten Berg Hokkaidos! Der Vulkan Mt. Tokachidake (2.077 m) ist der Mittelpunkt der gleichnamigen Vulkangruppe und mit seiner gleichmäßigen Kegelform bietet er ein malerisches Bild. Manchmal steigen noch heute Rauchschwaden aus seiner Spitze. Inmitten dieser vielfältigen Landschaften leben Braunbären, Sikahirsche und eine Spezies, die seit der Urzeit bekannt ist: Die Pikas oder Pfeifhasen.
 

Shikotsu-Toya

(seit 1949 – 99.473 ha)

Ganz im Südwesten Hokkaidos liegt der Shikotsu-Toya Nationalpark und mächtige Vulkane sowie große Kraterseen bilden seine Landschaft. Das gesamte Gebiet ist noch heute vulkanisch aktiv und Noboribetsu-Onsen mit seinen heißen Quellen ein beliebtes Thermalgebiet. Einige Vulkane rauchen von Zeit zu Zeit und der Mt. Showashinzan hat vor nur 60 Jahren eindrücklich bewiesen, wie die Erde aus Feuer neue Landschaften entstehen lässt. Sie finden hier außerdem den nördlichsten, ganzjährig eisfreien See Japans. Der Lake Shikotsuko mit seiner Tiefe von 360m und starkem Wellengang durch die Winterwinde friert so gut wie nie zu. Einige seltene Pflanzen und Tierarten, wie eine nur hier lebende Marderart, runden das faszinierende Bild ab.
 
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Towada-Hachimantai

(seit 1936 – 85.551 ha)

Der beliebte Towada-Hachimantai Nationalpark war schon immer ein beliebtes Motiv bei Malern und ist noch heute ein faszinierendes Ziel für Naturliebhaber. Wandern, Skifahren und vieles mehr ist hier möglich… Er liegt auf der Hauptinsel Honshu im Norden der Tohoku Region und besteht aus zwei Teilen. Zum einen die Hakkoda Mountains mit Bergen bis zu 1.500m Höhe und dem malerischen Vulkansee Towadako. Zum anderen das vulkanisch aktive Hachimantai Plateau mit seinen zahlreichen heißen Quellen und den wunderschönen Berglandschaften des Mt. Iwatesan und Mt. Akitakomagatake.


 

Rikuchu-Kaigan

(seit 1955 – 12.212 ha)

Der Rikuchu-Kaigan Nationalpark erstreckt sich über 180km entlang der Pazifikküste und wird aufgrund seiner wildzerklüfteten, bis zu 200m hohen Klippen auch als die „Küstenalpen“ bezeichnet. Hier liegen viele wichtige Brutgebiete für zahlreiche Seevögel und das Zusammentreffen warmer und kalter Meeresströmungen bedingt den extremen Fischreichtum. Weite Strandlandschaften wie Kuji Beach und Kesennumaoshima Island mit seinem “singenden Sand” begeistern nicht nur im Sommer die Besucher.
 

Bandai-Asahi

(seit 1950 – 186.404 ha)

Der drittgrößte Nationalpark in Japan ist der Bandai-Asahi Nationalpark mit seinen eindrucksvollen Berglandschaften, die oftmals bis in den Sommer hinein schneebedeckt sind. Der Park besteht aus vier Bereichen: Dewasan ist eine Bergkette mit drei heiligen Bergen, die seit ewigen Zeiten von Gläubigen besucht werden. Die Asahi Mountains mit dem pyramidenförmigen Mt. O-Asahidake (1.870 m) sind schon weitaus weniger einfach zugänglich. Für erfahrene Bergsteiger perfekt sind nun die Iide Mountains mit Gipfeln bis zu 2.128m Höhe und einer unberührten Natur. Zu guter Letzt gehört auch der große See Inawashiroko dazu, an dem zahlreiche Tundra Schwäne überwintern.
 

Nikko

(seit 1934 – 114.908 ha)

Nur knapp 140km nördlich von Tokyo liegt Nikko. Hier finden Sie nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch eine Der der Weltkulturerbestätten des Landes. Der Nikko Nationalparkselber bezaubert mit abwechslungsreicher Natur. Im bekannnten Teil Oku-Nikko liegt der majestätische Mt. Shiranesan (2.578 m) und Besucher entdecken glasklare Wasserfälle, wie dem 97m hohen Kegonnotaki sowie die Marschlandschaften Senjogahara und den See Chuzenjiko. Im Norden liegen in Teilen des Nationalparks unzählige heiße Quellen. Zum Schutz des gerne besuchten Parks sind einige Regionen nur mit Elektroautos der Nationalparkverwaltung zu befahren.
Hakusen-Zenjodo
Hakusen-Zenjodo

Oze

(seit 2007 – 37.200 ha)

Einst Teil des Nikko Nationalparks wurden die Marschlandschaften des Oze im Jahr 2007 zum eigenen Nationalpark erklärt. Ein in Japan bekanntes Lied über Blumen, die als Symbol der Hoffnung aus einem Sumpf erblühen, ist untrennbar mit dem Oze Nationalpark verbunden. In gebirgiger Region finden Sie hier das höchstgelegene Moor der Insel, weite Sumpflandschaften mit seltenen Pflanzen wie der hier endemischen Wasserlilienart Ozekohone und zahlreichen Insekten. Die Bergelandschaften der Mt. Aizukomagatake, Mt. Taishakuzan und Mt. Tashiroyama mit ihren weiten Buchenwäldern zeigen eine weitere Facette des Parks.

Joshin'etsu Kogen

(seit 1949 – 189.062 ha)

Der zweitgrößte Nationalpark des Landes liegt nahezu in der Mitte der Hauptinsel Honshu. Die wildromantischen Vulkanlandschaften des Joshin'etsu Kogen Nationalpark inspirierten schon zahlreiche Dichter und ziehen noch heute Besucher in ihren Bann. Im Sommer Wandern, im Winter Skifahren sowie Entspannung in den heißen Quellen gehören zu den möglichen Aktivitäten. Außerdem leben hier zahlreiche Japanmakaken – das sind vorwitzige Affen, mit denen Sie auch manchmal die heiße Quelle teilen dürfen… Tierfreunde können hier auch Japanischer Seraus, die sehr seltenen Alpenschneehühner und viele Schmetterlinge und Vogelarten beobachten.

Chichibu-Tama-Kai

(seit 1950 – 126.259 ha)

Der Chichibu-Tama-Kai Nationalparkist eine der wenigen Berglandschaften Japans, die keinen vulkanischen Ursprung hat. Durch die Nähe zu Tokyo und die perfekte Anbindung an das Schienen - und Nahverkehrsnetz ist der Park ein beliebtes Ausflugsziel. Berge bis zu 2.600m Höhe, die Quellgebiete einiger wichtiger Flüsse des Landes und Seen laden zum Wandern und Spazieren ein. Eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt lassen immer wieder neues entdecken. Die Shosenkyo Schlucht ist bekannt für ihre spektakulären Granitfelsen und den Bewuchs aus Pinien, Ahorn und Azaleen, die im Spiel der Jahreszeiten stetig ihre Farben ändern.
Ise-Shima Nationalpark
Ise-Shima Nationalpark

Ogasawara

(seit 1972 – 6.629 ha)

Für viele eine Überraschung ist der Ogasawara Nationalpark. Der Archipel aus etwa 30 subtropischen Inseln liegt 1.000 – 1.250 km südöstlich von Tokyo mitten im Pazifik. Die Inseln vulkanischen Ursprungs waren niemals mit dem Festland verbunden. Geboren aus Feuer und Lava haben sie auch den Beinamen „Galapagos Asiens“ bekommen, denn vergleichbar mit den weltbekannten Inseln gibt es auch hier seltene, rein endemische Pflanzen und Tiere, wie den Ogasawara-Honigfresser, eine beinahe ausgestorbene Vogelart. Dieses sehr sensible Ökosystem bedarf sowohl auf den hügeligen Lavainseln sowie unter Wasser mit den zahlreichen Riffen eines besonderen Schutzes.

Fuji-Hakone-Izu

(seit 1936 – 121.695 ha)

Anders hingegen ist der Fuji-Hakone-Izu Nationalpark weltbekannt. Er besteht aus vier Teilen: Zum ersten natürlich die Region um den erhabenen Mt. Fujisan, mit 3.776m auch der höchste Berg des Landes. Dazu die Gegend Hakone mit seinen Vulkanen und zahlreichen heißen Quellen. Als drittes zählen die abwechslungsreichen Küstenlandschaften der Izu-Halbinsel sowie im Inland Mt. Amagisan dazu. Zu guter Letzt die so genannten „Sieben Inseln“, die etwa 180km südöstlich von Izu im Meer liegen. Sieben Vulkane, die weit unter auf dem Meeresgrund ihren Ursprung haben, bilden mit ihren Spitzen diese Insellandschaft. Die bekannteste unter ihnen ist wohl die schöne Insel - Oshima. Mehr Informationen auch im Artikel Der Berg Fuji.

Chubu Sangaku

(seit 1934 – 174.323 ha)

Im Herzen des Hida Gebirges, das auch die „Japanischen Alpen“ genannt wird, liegt der Chubu Sangaku Nationalpark. Sie finden hier Berge über 3.000 Höhe, tiefe, teilweise durch die Eiszeit geformte Täler sowie eine artenreichen alpine Tier- und Pflanzenwelt. Schwarzbären, Japanische Seraus, majestätische Steinadler und Bergadler sowie die seltenen Schneehühner sind hier zu Hause. Im Winter ist die Gegend um Mt. Tateyama bekannt für seine ergiebigen Schneefälle und weiten Schneefelder.

Minami Alps

(seit 1964 – 35.752 ha)

Der Minami Alps Nationalpark zieht vor allem Klettersportler an. Er erstreckt sich entlang der Akaishi Bergkette und ist anders als andere Parks eher den sportlich ambitionierten Besuchern zugänglich. Besonders zu erwähnen ist auch die bis auf 2.500m – 2.700m Höhe reichende Baumgrenze, der hier wachsenden Helmlock- und Silbertannen. Einige bekannte Flüsse Japans, wie der Oigawa River, entspringen ist diesen wunderschönen Berglandschaften und mündet viele Kilometer entfernt in den Pazifik.

Hakusan

(seit 1962 – 47.700 ha)

Mt. Hakusan zählt mit Mt. Fujisan und Mt. Tateyama zu den drei heiligen Bergen Japans und zieht seit Generationen Pilger in seinen Bann. Von seinem Gipfel aus den Sonnenaufgang zu erleben ist ähnlich wie am Mt. Fujisan ein besonderes spirituelles Erlebnis. Der gleichnamige Hakusan Nationalpark mit seinen ganzjährig schneebedeckten Gipfeln, Wasserfällen und der erhabenen Natur berührt die Seele zutiefst. Der Park gilt als der am westlichen gelegene aller alpinen Nationalparks in Japan und so finden Sie hier ein letztes Mal die reiche Tier- und Pflanzenwelt der Japanischen Hochgebirge.

Ise-Shima

(seit 1946 – 55.544 ha)

Die Halbinsel Shima und die Bucht von Ise sind mit einem angenehmen Klima, faszinierenden Küstenlandschaften und mit unzähligen kleinen Buchten gesegnet. Der Ise-Shima Nationalpark ist aber nicht nur aufgrund seiner eindrucksvollen Natur sondern vor allem wegen des höchsten Heiligtums des Shintoismus bekannt. Inmitten des mit Pinien und Zedern bewaldeten, hügeligen Inlands liegt der Ise-jingu Schrein, der in seiner schlichten Erhabenheit die direkte Verbindung zwischen Religion und Natur widerspiegelt. Gemäß alter Rituale wird alle 20 Jahre der Schrein immer wieder neu errichtet.

Yoshino-Kumano

(seit 1936 – 59.793 ha)

Landschaftlich unglaublich vielseitig ist der Yoshino-Kumano Nationalpark. Die Halbinsel Kii gilt als eine der waldreichsten Gegenden Japans, Wasserfälle ergießen sich in enge Täler, nebelumhüllte Hochplateaus und viele Flüsse werden hier gespeist, die bis zu den beeindruckenden Küstenlandschaften mit außergewöhnlichen Steinformationen fließen. Außerdem führen durch diese Landschaft Teile der alten Pilgerwege des Kumano Kodo. Die 31km lange Dorokyo-Schlucht mit seinen tiefblauen Wassern gilt als eine spektakulärsten des Landes.

San'in Kaigan

(seit 1963 – 8.783 ha)

Oze, Gunma
Oze, Gunma
Der San’in Kaigan Nationalpark liegt im Norden Honshus, an den Küsten des Japanischen Meers und überrascht mit bis zu 100m hohen Sanddünen. Diese Tottorisakyu-Dünen lassen Besucher auf einer Breite von fast 16km beinahe vergessen, dass man an der Küste Japans ist, sondern versetzen Sie gedanklich eher in Wüstenlandschaften. Zusätzlich umfasst der Nationalpark einen 75km langen Küstenstreifen der die Unterwasserwelt genauso wie zahlreiche Buchten, Flussmündungen und einige sehenswerte Höhlen schützt.

Setonaikai

(seit 1934 – 66.934 ha)

Über 400km von Ost nach West erstreckt sich der Setonaikai Nationalpark zwischen den Hauptinseln Honshu und Shikoku. Er umfasst über 3.000 Inseln und Inselchen, die sich aus den glitzernden Wassern der Seto-Inlandsee erheben. Tolle Ausblicke haben Sie von Mt. Rokkosan und der Insel Awajishima aus. Die Gezeiten-Strudellöcher Narutokaikyo sind vom Boot aus beeindruckend und man glaubt fast selber mit in die Tiefe gezogen zu werden. Beliebte Inseln wie Shodoshima und Miyajima mit dem weltberühmten Itsukushima Schrein seien nur stellvertretend für viele andere, nicht minder schöne Orte genannt.

Daisen-Oki

(seit 1936 – 35.053 ha)

Auch dieser Nationalpark, im Nordwesten der Insel Honshu, besteht aus mehreren Teilen und beeindruckt mit Vulkanen auf dem Festland sowie Vulkaninsel, die sich aus dem Meer erheben. Der Daisen-Oki Nationalpark mit seinem Namensgeber Mt. Daisen zeigen zwei Gesichter: Vom der Küste aus ist der Vulkan perfekt konisch geformt und vom Inland aus präsentiert er sich wild und zerklüftet. In den Gewässern am Mt. Hiruzen lebt zudem noch der sehr seltene Japanische Riesensalamander. Die 180 Okinoshima-Inseln bereichern mit ihren Landschaften den Nationalpark. Seltene Baumarten wie spezielle Kastanien- und Eichensorten wachsen hier.
 
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Ashizuri-Uwakai

(seit 1972 – 11.345 ha)

Der Ashizuri-Uwakai Nationalpark liegt im äußersten Südwesten der Insel Shikoku. Am Kap von Ashizurimisaki und der Küste von Odokaigan fallen einige der Klippen bis zu 100m ab und sind vom Pazifik umspült. Gerade am Strand von Tatsukushi spüren Sie besonders die Kraft des Meeres, die diese Steine über Jahrmillionen geformt hat. Auch die reiche Unterwasserwelt, die ein warmer Meeresstrom ermöglicht, können Sie per Glasbodenboot und von einem Unterwasseraussichtspunkt aus bestaunen. Im Westen liegen in der geschützten Bucht von Sukumowan zahlreiche Inseln, wie Kashima und Hiburishima. Tolle Ausblicke über diese Landschaften genießen Sie vom Mt. Sasayama (1,065 m) aus.
 
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Saikai

(seit 1955 – 24.646 ha)

Nun geht es auf die westlichste der vier Hauptinseln, nämlich Kyushu. Vor deren Nordwestküste liegen über 400 kleinere und größere Inseln, die den Saikai Nationalpark bilden. Nirgends sonst in Japan liegen Inseln derart dicht beieinander und bilden mit dem Grün der Inseln und dem Blau des Meeres ein reizvolles Bild. Auf Hiradoshima stellt der markant geformte Mt. Shijikiyama (347 m) seit jeher einen Orientierungspunkt für Handelsschiffe dar. So finden Sie hier auch noch einige reizvolle Bauwerke dieser vergangenen Epoche. Verschiedene betörend duftende Kameliensorten blühen auf Hisakajima und Hiradoshima. Vor Fukuejima und Wakamatsujima liegt der Reichtum der Natur unter Wasser - farbenprächtige Korallenriffe mit großem Fischreichtum.

Unzen-Amakusa

(seit 1934 – 28.279 ha)

Der Unzen-Amakusa Nationalpark liegt im Westen von Kyushu und besteht aus zwei Teilen. Zum einen die aktive Vulkankette des Mt. Unzendake. Hier finden Sie zahlreiche warme Quellen und spüren die thermische Kraft der Erde hautnah. So zieht es jedes Jahr viele Besucher in Thermalkurort Unzenonsen. Zum anderen umfasst der Park die über 120 Amakusa-Inseln. Auf den teils hügeligen Inseln ist dichtes Grün zu finden und unter Wasser – geschützt durch spezielle Marine Nationalparks – liegt die faszinierende Korallenwelt. Zudem finden Sie hier auf den Inseln historische und aktuelle Zeugnisse der Christen in Japan.

Aso-Kuju

(seit 1934 – 72.678 ha)

Im Herzen Kyushus liegt einer der größten Vulkan Calderas der Erde! Ein Teil des Aso-Kuju Nationalpark ist dieser eindrucksvolle Mt. Asosan. Bei einer Eruption vor über 90.000 Jahren bildete sich jene Doppel-Caldera, deren innerer Rand 16km von Ost nach West und 23km von Nord nach Süd misst. Der zweite, äußere Rand bringt es auf stolze 128km. Fünf noch heute aktive Vulkanspitzen gruppieren sich in dieser Gegend. Botaniker finden hier außerdem die seltene, blau blühende Jakobsleiter. Der zweite Teil des Parks ist die majestätische Vulkangruppe Kuju mit über 1.700m hohen Gipfeln. Wilde Azaleen tauchen während der Blütezeit diese Landschaften in ein Meer aus Blüten.

Kirishima-Yaku

(seit 1934 – 60.794 ha)

Ganz im Süden Kyushus liegt der Kirishima-Yaku Nationalpark, der zum einen die aus 23 Vulkanen bestehende Kirishima-Gruppe umfasst. Das zu ihren Füßen liegende Ebinokogen Plateau ist reich bewaldet und voll von heißen Quellen, die die Landschaft oftmals in mystischen Nebel tauchen. Gleichfalls zählt der Sakurajima zum Nationalpark. Einst Insel verband sich der noch immer aktive Vulkan während eines Ausbruchs durch eine Lavabrücke mit der Halbinsel Osumihanto. Hier fasziniert das Kap Satamisaki mit eindrucksvollen Landschaften. Etwa 60 km vor der Küste liegt die bezaubernde Insel Yakushima. Sie ist Teil des Nationalparks und zählt zudem zum UNESCO Weltnaturerbe (interner Link). Sie sehen dort die ältesten Zedernwälder dieser Erde und eine extrem abwechslungsreiche Flora und Fauna. Eine Besonderheit sind außerdem Meeresschildkröten, die an Strand der Insel ihre Eier im Sand legen.
Akan Nationalpark
Akan Nationalpark

Iriomote-Ishigaki

(seit 1972 – 20.569 ha)

Der Iriomote-Ishigaki Nationalpark bildet nun das südwestliche Ende Japans. Er liegt südlich der Hauptinsel von Okinawa und besteht aus den Inseln Iriomotejima und Ishigakijima, einigen kleinen umliegenden Inseln und der reichen Unterwasserwelt in dieser Region. Zahllose Korallenriffe mit in allen Farben schillernden Fischen gilt es zu bewahren. Auf den Inseln gibt es immergrünen Wald, seltene Palmenarten, Mangrovensümpfe, Flüsse und teilweise sehr seltene Tierarten wie die Iriomote-Wildkatze.

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Mehr Information:

Wandern und Pilgern

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Onsen - Japans heiße Quellen

Onsen – Japans heiße Quellen

ImageGebadet wird überall auf der Welt, aber nirgendwo so stilvoll wie in Japan. Seit frühester Zeit erweist sich das japanische Bad als mehr als nur reines Waschen, sondern als Möglichkeit die Seele baumeln zu lassen und eine Entspannungmöglichkeit für Körper und Geist.

Gebadet wurde schon früh im Wasser natürlicher heißer Quellen, die dank der geologischen Voraussetzungen überall im Land zu finden sind. Erwähnte heiße Quellen (onsen) dienten neben der Entspannung auch der Gesundheit: Bis heute helfen sie bei vielerlei gesundheitlichen Beschwerden. Das u.a. mit Schwefel, Natriumchlorid, Kohlenstoff und Eisen angereicherte Wasser erreicht oft enorm hohe Temperaturen (durchschnittlich 40°C).

Um den Atem der Natur zu verspüren, besuchen Japaner vorzugsweise Freiluftbäder (rotemburo). Letztere befinden sich oft in wildromantischen Felsenlandschaften. Hier im dampfenden Wasser zu relaxen und sich von der Natur verzaubern zu lassen, gehört zu den denkwürdigen Höhepunkten einer Japanreise. Gleichzeitig erfährt man ein Stück nachahmenswerter, japanischer Lebensart und wird die Erinnerung an das besondere Erlebnis sicherlich nicht schnell vergessen.

Hinweise zum Baden in Japan

 

Image Normalerweise gibt es getrennte Badebereiche für Männer und Frauen. An den Eingängen wird dies durch Noren, zweigeteilte kurze Vorhänge, mit Schriftzeichen angezeigt: "OTOKOYU" oder "TONOGATA" für männliche, und "ONNAYU" oder "GOFUJIN" für weibliche Badegäste.
Image In Japan ist es nicht üblich direkt in die Wanne zu steigen. Bevor man also tatsächlich ins Becken mit heißem Wasser eintreten darf, sollte man sich zuerst außerhalb waschen (einseifen ist nicht immer notwendig): übergießen Sie sich mit heißem Wasser und reinigen Sie sich mit einem Basin oder einer Brause.

 

Image Die Temperatur in heißen Quellen wird meistens auf um die 40° C gehalten. Japanische Badegäste sind an die hohen Temperaturen gewöhnt. Es gibt an den Becken einen Wasserhahn für das Zuführen von kaltem Wasser, damit die Badetemperatur angepasst werden kann. Bitte führen sie jedoch nicht zu viel kaltes Wasser zu, damit andere Gäste ihr heißes Bad genießen können. Image

Eine Auswahl von touristisch interessanten Onsen in Japan

Ein Bad in einer heißen Quelle ist nicht nur wunderbar entspannend und gut für die Gesundheit, sondern ist einfach ein ganz besonderes und sehr japanisches Erlebnis, das man auf der Japanreise nicht verpassen sollte. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu eineigen sehenswerten Onsen. Als PDF bieten wir Ihnen zusätzlich eine Liste mit heißen Quellen an: icon pdf Japanese Hot Springs

Kinugawa Onsen

Nördlich von Tokyo im Nikko-Nationalpark der Präfektur Tochigi erwartet den Besucher eine beeindruckende Naturlandschaft. Die Gegend ist reich an Vulkanen und Onsen. Eines davon ist das malerische Städtchen Kinugawa, das sich entlang des Kinu-Flusses erstreckt. Die Tallage inmitten dichter Wälder, die allgegenwärtige Blumenpracht im Frühling und nicht zuletzt das Farbenspiel des heimischen Herbstlaubes lassen diesen Ort zu einem Anziehungspunkt für Naturfreunde werden.
Kinugawa Onsen ist einr der ältesten und bekanntesten Badeorte der Kanto-Region.
Wanderwege entlang der Ryuou-Schlucht, Bootsfahrten auf dem Kinu Fluss, ein Besuch im Miniaturen Park Tobu world square oder im Freizeitpark Nikko Edomura machen den Aufenthalt in vieler Hinsicht erlebnisreich. Unbedingt empfehlenswert ist auch der Besuch des weltbekannten Toshogu Schreins in Nikko, der dem UNESCO Weltkulturerbe zugerechnet wird. Unter den zahlreichen Naturschönheiten der Schrein-Umgebung sind besonders der Chuzenji-See und an dessen östlichem Ufer der mächtige ca. 100 m hinabstürzende Kegon-Wasserfall einen Besuch wert.

Man erreicht den Ort vom Asakusa-Bahnhof in Tokyo mit dem Ltd. Express-Zug der Tobu-Linie. Die Fahrt dauert ca. 2 Std.

 

Hakone Yumoto Onsen

Yumoto liegt in einer der beliebtesten Freizeit- und Ferienregionen Japans, dem Fuji-Hakone Nationalpark in der Präfektur Kanagawa. Die Landschaft besteht vorrangig aus vulkanischem Bergland und erstreckt sich ca. 90 km von Tokyo entfernt zwischen dem Berg Fuji im Norden und der Izu Halbinsel im Süden. Yumoto-Onsen liegt westlich von Odawara am Zusammenfluss von Hayakawa und dem Sukumo Fluss.
Hakone-Yumoto Onsen ist einer der ältesten Badeorte der Region. Er zählt zu den beliebtesten Onsen des Hakone Gebietes. Unter seinen zahlreichen heißen Quellen sind besonders die Freiluftthermen Kappa Tengoku und Tenzan hervorzuheben. Yumoto bietet eine schöne Sicht auf den Berg Fuji. Darüberhinaus lohnt sich der Besuch des romantischen Ashi Sees sowie des Tals des großen Dampfes (owakudani), wo Schwefeldämpfe aus blubbernden Solfataren vom vulkanischen Ursprung dieser Gegend künden. Lassen Sie sich getrost auf Dampf gekochte Eier schmecken. Es heißt, sie sollen das Leben verlängern.

Man erreicht den Ort vom Hauptbahnhof Tokyo aus mit der JR-Tokaido Shinkansen Linie nach Odawara (40 Min.) und von dort mit der Hakone Tozan Linie nach Hakone Yumoto (ca. 15 Min.) Oder Sie wählen die Direktverbindung mit der Odakyu-Bahn (romance car) ab Tokyo-Shinjuku (85 Min.). Hierfür ist der Odakyu Hakone Freepass zu empfehlen, der Ihnen eine Reihe von Vergünstigungen sichert.

 

Shimoda Onsen

In südlicher Ostseite der Izu-Halbinsel gelegen zählt das Hafenstädtchen Shimoda mit ca. 32.000 Einwohnern. Der Ort ist einer der bekanntesten Onsen-Orte der Region. Er ist auch Ausgangspunkt von zahlreichen Kreuzfahrten auf den Spuren der geschichtsträchtigen „schwarzen Schiffe“ und zu einigen der sieben nahegelegenen Izu-Inseln (u.a. Oshima)
Shimoda erlangte historische Bedeutung, als hier im Jahr 1854 die schwarzen Schiffe des amerikanischen Admirals Mathew Perry landeten und Japan damit nach jahrhundertelanger Abgeschlossenheit zur öffnung der Häfen zwangen. Berühmt sind die von weißen Mauern umgebenen traditionellen Wohnhäuser der Stadt. Den Badegästen stehen zahlreiche von heißen Quellen gespeisten Bäder zur Verfügung.
Hauptattraktionen des Ortes sind der buddhistische Ryosen Tempel, wo einst die Verhandlungen um die Öffnung Japans stattfanden, ein Unterwasser-Aquarium und die unweit der Stadt gelegenen Shirahama und Yumigahara genannten Strände, die aufgrund ihrer pittoresken Lage, ihres leuchtend weißen Sandes und zahlreicher, Schatten spendender Pinien zu den beliebtesten Stränden der Halbinsel zählen.
Ebenfalls an der Ostküste der Izu-Halbinsel, ca 25 km nördlich von Shimoda finden Onsen-Kenner das Izu-Hokkawa Onsen.

Sie erreichen Shimoda Onsen vom Hauptbahnhof Tokyo aus mit dem J.R. Limited Express „Odoriko“ oder dem „Super view Odoriku“ Zug in 2 Std. 40 bzw. 50 Min.

 

Nozawa Onsen

Die Präfektur Nagano umschließt annähernd die alpine Bergwelt Japans. Schneebedeckte Gipfel von über 3000m Höhe, blühende Täler und zahlreiche Onsen machen diese Region zu einem Bade-, Ski- und Bergsteiger- Eldorado. Der Badeort Nozawa Onsen liegt im Norden der Präfektur und gilt als einer der beliebtesten Thermal- und Skizentren Japans.
Heißes, dampfendes Quellwasser inmitten tief verschneiter Landschaft verzaubert den Besucher des Thermalorts Nozawa zur Winterzeit. Von rasanter Ski-Abfahrt oder ausgedehnter Bergwanderung heimgekehrt, entspannt sich der Besucher in einem der dreizehn öffentlichen, gebührenfreien Onsen. Gern unternimmt der Badegast zwischen verschiedenen Quellbädern ein sogenanntes Onsen-Hopping. Hotelnamen, wie etwa „House St. Anton“ unterstreichen den europäisch alpinen Flair dieser Gegend. Es gibt sowohl Abfahrten für geübte Skifahrer, als auch für Anfänger.
Unter vielen örtlichen Attraktionen ist das jährlich am 15. Januar stattfindende große Feuerfest (Dosojin-Festival) zu nennen.

Sie erreichen Nozawa-Onsen mit dem Nagano Shinkansen von Tokyo-Hauptbahnhof aus bis Nagano-City in 1 Std. 55 Min. Dort steigen Sie in einen Bus nach Nozawa-Onsen-Mura um. Die Fahrtzeit beträgt ca. 1 Std. 15 Min.

 

Yudanaka Onsen

Ca. 30 km von Nagano-City entfernt, liegt am Rande des bekannten Skigebiets Shigakogen der Thermalort Yudanaka. Er umfasst 9 Onsen-Bereiche. Darunter das traditionsreiche Shibu Onsen. Yudanaka liegt in der Nähe des Jigokudani-Parks. Der Name bedeutet Höllental und beschreibt eindrucksvoll die zahlreichen heißen Quellen, aus denen Dampf über die im Winter verschneite Landschaft zieht: Unterirdische Pforten der Hölle scheinen sich geöffnet zu haben und bieten ein sehenwertes Naturschauspiel.
Besucher baden vorzugsweise in allen neun Onsen Gebieten der Stadt, denn dem Volksmund entsprechend, ist der, der in allen Thermen gebadet hat, ein Glückspilz.
Eine besondere Attraktion sind die Makaken Affen, welche vor langer Zeit die Badenden beobachteten und selbst eine Vorliebe für das heiße Wasser entwickelten. Nun sitzen sie, oft mit einem Schneehäubchen gekrönt, im heißen Quellwasser und bieten dem Besucher einen unvergesslichen Anblick.

Sie erreichen Yudanaka mit dem Ltd. Express-Zug der Nagano Dentetsu Linie von Nagano Bahnhof aus in ca. 40 Min.

 

Kusatsu Onsen

In der bergigen Region der Präfektur Gunma liegt ein Thermalort neben dem anderen. Wohin man sich auch wendet sprudeln heiße Quellen. So auch im Ort Kusatsu, dessen zentrale Quelle Yubatake schon seit dem 12. Jh. bekannt ist. Kusatsu-Onsen liegt am Fuß des Berges Shirane.
Mehr als 170 traditionelle Ryokan und hochmoderne Hotels laden den Besucher zum Verweilen ein. Neben den heißen Quellen ist Kusatsu-Onsen auch wegen seiner Ski- und Wandersportmöglichkeiten bekannt. Ausflüge in die romantische Umgebung sind bei Jung und Alt beliebt. Unter den 18 öffentlichen Bädern ist besonders das Freiluft-Onsen im Sai-no-kawara Park beliebt.
Zu den Hauptattraktionen des Ortes zählen, neben einem Sommer-Musikfestival, die erwähnte zentrale Quelle Yubatake, der pro Minute 5000 Liter heißes Wasser entspringt. Speziell ausgebildete Frauen kühlen das Wasser nach traditionellem Brauch durch Umrühren mit langen Holzschlegeln.

Sie erreichen Kusatsu-onsen vom Tokyo-Ueno-Bahnhof aus mit der Tokkyu Bahnlinie nach Naganohara-Kusatsuguchi in ca. 2 Std. 30 Min. Von dort fährt Sie der Bus nach Kusatsu-Onsen in ca. 30 Min.

 

Shirahama Onsen

Shirahama-Onsen liegt an der Südwestküste der Kii-Halbinsel in der Präfektur Wakayama. Die Kii-Berge prägen das Landschaftsbild. Sie sind die Heimat vieler historisch sakraler Orte, wie etwa die Klostersiedlung auf dem Berg Koya, die seit dem 9. Jh. zu den spirituellen Zentren Japans gehört.
Shirahama-Onsen zählt zu den ältesten Badeorten des des Landes. Doch auch heute noch erfreuen sich Besucher am ortsnahen weißen Sandstrand, modernen wie traditionellen Hotels und Freizeitparks. Im Mittelpunkt des örtlichen Kurbetriebes stehen natürlich die Onsen, wie z.B. das Yuzaki-Onsen, wo man unter freiem Himmel in handgefertigten Felswannen badet.
Die vorgelagerte Engetsu-Insel lockt den Kurgast mit wilden Felsformationen. Auch die senjo-jiki genannte „Landzunge der tausend Tatamimatten“ und die stadtnahen 50 m hohen Klippen gehören zu Shirahamas Naturattraktionen. Darüberhinaus bietet der Thermalort zahlreiche Möglichkeiten zum Wasser-, Tennis oder Golfsport.
Interessenten japanischer Spiritualität seien die Kumano-Kodo-Routen empfohlen, alte Pilgerwege.

Sie erreichen Shirahama-Onsen vom Bahnhof Shin-Osaka aus mit der JR Kisei Honsen Linie in ca. 2 Std. 15 Min.

 

Dogo Onsen

Dogo Onsen befindet sich in nordöstlicher Lage der Stadt Matsuyama, ca. 2 km von deren Zentrum entfernt. Matsuyama ist Hauptstadt der Präfektur Ehime, eine der 4 Präfekturen der Insel Shikoku. Die Stadt liegt an der Nordwestküste Shikokus und ist wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum der Region.
Dogo Onsen gilt als eines der ältesten Thermalbäder Japans. Sein Alter wird auf über 3000 Jahre geschätzt. Ein leicht nostalgischer Charme durchzieht den Badeort, sieht man etwa ihre alten Straßenbahnen oder ihre mächtige Burg im Zentrum. Auch das Hauptbadehaus stammt aus guter alter Zeit. Ab 06:30 Uhr morgens verkünden Trommelschläge die Öffnung. Im dreistöckigen Holzgebäude und seiner Umgebung herrscht eine Atmosphäre relaxter Badegeselligkeit. Japaner im leichten Baumwollkimono, dem Yukata, wandeln zwischen den insgesamt 17 Quellen. Der Badeort diente als Vorbild für Hayao Miyazakis bekannten Zeichentrickfilm Chihiros Reise ins Zauberland.
Neben Burg- und Tempelbesuchen sind Ausflüge in die Nachbarschaft zu empfehlen. So z.B. zur Inselstraße „Shimanami Kaido“, die vom Ort Imabari auf Shikoku ausgeht und bis nach Onomichi auf der Hauptinsel Honshu reicht. Beliebt sind die 80 km langen Fahrradwege über die dazwischen liegenden Inseln der Inlandsee. Eindrucksvolle Landschaftsbilder und anregende Bekanntschaften mit den internationalen Gästen der Fahrradstationen lassen dieses so genannte „Insel Hopping“ zu einem unvergesslichen Ferienerlebnis werden.

Vom Bahnhof Shin-Osaka aus fährt Sie der JR Shinkansen nach Okayama in 40 Min. Weiter nach Matsuyama Station fährt die JR Seto-ohashi/Yosan Linie in ca. 3 Std. Vom Bahnhof Matsuyama nehmen Sie die Straßenbahn nach Dogo-Onsen (20 Min.). Oder Sie fliegen vom Flughafen Osaka/Itami in 50 Min. nach Matsuyama.

 

Yufuin Onsen

Der Badeort Yufuin-Onsen liegt etwa 25 km westlich vom Städtchen Beppu entfernt, in der Präfektur Oita auf der Insel Kyushu. Der malerische Ort am Fuße des Berges Yufu befindet sich im fruchtbaren Becken des Yufu-Flusses. Vom höher gelegenen Kirin-See steigt an kühlen Tagen Dampf auf, der seine Umgebung in eine romantisch geheimnisvolle Atmosphäre taucht.
Das Städtchen Yufuin ist ein malerisch gelegener Ort mit einer großen Anzahl von Thermalbädern. Wie in vielen anderen Onsen-Gebieten ist es auch hier üblich, von einem Bad zum nächsten zu pilgern.
Zu empfehlen sind der Besuch des buddhistischen Konzen-Tempels oder des nahegelegenen Kinrin-Sees, der am Abend mit unzähligen Glühwürmchen seine Besucher entzückt. Touren in die Umgebung führen zum Aso-Nationalpark, der in seinem riesigen, weltgrößten Kraterbecken von 128 km Umfang fruchtbare Wiesen, schattige Wälder aber auch schwarz erstarrte Lavafelder mit bizarren Felsformationen birgt. Ebenso eindrucksvoll ist ein Besuch der Hafenstadt Usuki, in deren Nähe steinerne Buddhafiguren aus dem 8. – 16. Jh. zu bewundern sind. Schließlich ist ein Abstecher in das bekannte und vielbesuchte Kurbad Beppu zu empfehlen.

Vom Bahnhof Shin-Osaka aus gelangen Sie mit der JR Sanyo Shinkansen Linie in ca. 2,5 Std. nach Kokura bei Kita-Kyushu. Dort steigen Sie in den Ltd. Express Zug der Nippo-Linie und erreichen in 1 Std. 20 Min Beppu. Von Beppu geht’s weiter mit dem Kamenoi Bus in ca. 40 Min. nach Yufuin-Onsen.

 

Weitere Infos zu Onsen finden Sie auf unserer englischsprachigen Seite.

Eine Liste von Onsen, die nach Präfekturen sortiert ist, finden Sie auch bei Outdoor Japan.

Buchen Sie z.B. einen Aufenthalt in einem Onsen Ryokan über Selected Onsen Ryokan.

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Radfahren in Japan

Radtour durch JapanViele Japan-Besucher wollen auf der ersten und vielleicht einzigen Japanreise so viel wie möglich sehen. Deshalb sind die meisten deutschen Reisenden ob in der Gruppe oder individuell in Japan auch eher mit dem Zug oder Bus unterwegs. Andere jedoch haben schon bei anderen Urlauben festgestellt, dass man mit dem Fahrrad vielleicht nicht so viele Sehenswürdigkeiten abklappern kann - die Orte, die man entdeckt, dann aber auf besondere Weise erlebt. Und es gibt nach der Rückkehr Reiseerlebnisse zu erzählen, die andere nicht haben. Daher steigt die Nachfrage nach Japan-Angeboten, die die Inseln mit dem Fahrrad erkunden nicht nur bei Backpackern.

Infos rund um's Radfahren und Tourvorschläge finden Sie auch auf Japan Cycling Navigator

Radeln durch Tokyo

Eine Erkundungsfahrt durch Tokyo mit dem Rad kommt sicherlich nicht jedem gleich in den Sinn, aber seit einiger Zeit bietet das Unternehmen Tokyo Great Cycling Tour jeweils zweimal pro Woche zwei verschiedene Radtouren durch die japanische Hauptstadt an. Für 10.000 Yen (umgerechnet circa 80 EUR) einschließlich. Lunch-Paket, Versicherung und Reiseleitung geht es in sechs Stunden sicher und größtenteils autofrei durch die Stadt: entweder entlang des Nihonbashi Rivers über die gleichnamige historische Brücke und das frühere Fischerdorf Tsukudajima in den ultramodernen Stadtteil Odaiba mit spektakulären Ausblicken auf die imposante Architektur und zum kaiserlichen Palast oder zur Altstadt Ningyo-Cho mit dem Besuch einer Ausbildungsstätte für Sumo-Ringer und weiter in den Ueno Park und das malerische Hongo-Viertel. Weitere Infos unter www.tokyocycling.jp

Mit dem Fahrrad durch Kyoto

Entdecken Sie doch einmal Kyoto mit dem Fahrrad – die alte Kaiserstadt ist sicherlich die in Japan, die am besten auf Fahrradfahrer eingestellt ist. Sie ist flach, kompakt und es gibt zahlreiche Fahrradwege! Ab umgerechnet etwa 10 Euro können Sie sich bereits ein Fahrrad für einen Tag in Kyoto mieten. Die Fahrradverleih-Station befindet sich nur 3 Min. zu Fuß unweit des Bahnhofs von Kyoto. Wenn Sie lieber mit einem Führer und einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter unterwegs sein möchten, bietet es sich an, sich einer organisierten Fahrradtour von Kyoto Cycling Tour Project anzuschließen. Die Touren dauern einen halben oder ganzen Tag, und finden unter englischsprachiger Führung und ab 2 Personen statt. Alle berühmten Sehenswürdigkeiten Kyotos, der Kaiserpalast, der Ryoanji, der Kiyomizudera, Gion und viele andere liegen auf dem Weg und können bequem mit dem Fahrrad entdeckt werden. Ihr kundiger Guide erklärt Ihnen alles, und führt Sie dann nach Gion, wenn die Chance am größten ist, eine Geisha oder Maiko auf der Strasse zu sehen. Weitere Informationen und Preise unter www.kctp.net

Mehrtägige Fahrradtouren ins unbekannte Japan

Radtour durch Japan Wer eine organisierte Fahrrad-Tour mit Gleichgesinnten durch Japan machen möchte, ist jedoch nicht auf Tokyo oder Kyoto beschränkt. Einer von einer Handvoll Spezialisten, die ausländischen Besuchern ihr Heimatland auf zwei Rädern näher bringen möchten, ist OkaTours in Tokyo. Der Begründer des jungen Unternehmens, Akira Oka, der in Japan und den USA aufgewachsen ist, hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Nachdem er viele Jahre als Ausgleich zu seiner Arbeit im Finanzsektor Fahrradtouren durch Japan und Europa gemacht hatte, beschloss er, sich selbstständig zu machen – und gründete Oka Tours. Die Touren dauern 6 – 9 Tage, und sind vom Schwierigkeitsgrad her gemäßigt oder auch etwas anstrengender – je nachdem wie viele Kilometer und Steigungen pro Tag zurückgelegt werden. Im Preis inbegriffen sind Fahrrad, Übernachtung in guten westlichen Hotels oder japanischen Ryokan, Verpflegung, Versicherung – und auch ein Begleitbus für alle Fälle. In kleinen Gruppen von 8 – 12 Teilnehmern führen er und seine gut ausgebildeten Tourenleiter ihre internationalen Gäste durch Gegenden in Japan, die sich durch ihre landschaftliche Schönheit auszeichnen, und auch weniger bekannt sind.

Eine Reiseroute erkundet Sado Island – früher ein landschaftlich reizvoller Verbannungsort, heute Heimat von Kodo, Japans weltberühmter Taiko-Trommler. Die langjährige Abschottung vom Festland hat für die Erhaltung alten Brauchtums gesorgt. Eine andere Tour führt von der wildromantischen Noto-Halbinsel über das traditionsreiche Städtchen Kanazawa mit seinen gut erhaltenen Samurai-Häusern bis nach Kyoto. Die Izu-Halbinsel westlich von Tokyo mit ihren zahllosen heißen Quellen gewährt zahlreiche wunderbare Ausblicke auf den Mt. Fuji. Die Tour nach Nikko und Aizu verbindet UNESCO Weltkulturerbe mit Wasserfällen, heißen Quellen und wunderbaren Gebirgslandschaften. Ergänzt werden die Touren durch eingestreute kulturelle Programme – so wird auf Sado Island ein Trommel-Workshop angeboten, oder man kann sich im Töpfern versuchen.

Weitere Informationen und Preise unter www.okatours.com

Radfahren in der Präfektur Oita.

Mehr zu Outdoor-Aktivitäten in Japan: Aktive Japanreise und Outdoor-Sport

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Sport-Events

Sport-Events

ImageDie Japaner sind eine sportbegeisterte Nation und so können Sie auf Ihrer Japanreise als interessierter Zuschauer mit etwas Organisation viele verschiedene Sportveranstaltungen besuchen. 

Motorsport erfreut sich in Japan mit verschiedenen eigenen Rennserien großer Beliebtheit. Die Formel 1 trägt den Grand Prix von Japan im jährlichen Wechsel auf den beiden Strecken Suzuka International Racing Course und dem traditionsreichen Fuji Speedway bei Shizuoka aus. Auch die Königsklasse des Motoradsports findet sich ein mal im Jahr mit dem Rennzirkus in Japan ein und bietet spannende Rennen in der Moto-GP , sowie dier 250er und 125er Klasse. Auch andere Rennsererien wie die Superbike World Championship locken Motorsportfans. Mehr Informationen hier.

Baseball ist Japans Nationalsport Nummer 1 und hat viele große Stars, wie z.B. Suzuki Ichirō, hervorgebracht. Seitdem Baseball 1872 in Japan eingeführt wurde, spielt man es voller Begeisterung bereits in der Schule - und gerade bei den Oberschulturnieren schlägt das Fanherz höher. ImageNach den Durchgängen in den einzelnen Präfekturen findet das große Finale des Highschool Baseballs im Hanshin Kōshien Stadion in Nishinomiya in der Nähe von Kobe vor ganz großem Publikum statt und schon viele professionelle Baseballspieler begannen hier Ihre Karriere. 

Die Profis selber spielen von April bis September in der Central League und der Pacific League. Danach spielen die jeweils besten Teams beider Ligen in den Play-offs gegeneinander und die beiden ersten Mannschaften kämpfen um den Meistertitel. Teams wie die Hanshin Tigers (Osaka), Chūnichi Dragons (Nagoya) oder Chiba Lotte Marines (Chiba) sind seit Jahren immer vorne mit dabei. Ein Spiel dieser Mannschaften zusammen mit den begeisternden Fans zu sehen, ist ein echtes Erlebnis. Eine erste Anlaufstelle für einen Spielbesuch könnte der Tokyo Dome in der Hauptstadt Tokyo sein, umgeben von der Tokyo Dome City mit verschiedenen Atraktionen. Der Tokyo Dome ist das Heim-Stadion der Yomiuri Giants und neben Konzerten und anderen Sport-Events finden hier rund ums Jahr an die 60 Basball-Spiele statt.

 

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Nach Baseball ist Fußball die zweite, bekannte Mannschaftssportart in Japan. Gerade seit der WM 2002 gewinnt er weiterhin enorm an Beliebtheit. 18 Mannschaften kämpfen in der J-League um die Meisterschaft. Einige der bekannten Teams sind der Rekordmeister Kashima Antlers und große Vereine wie Urawa Red Diamonds, Gamba Osaka und Yokohama F. Marinos. Auch deutsche Spieler wie Guido Buchwald und Pierre Littbarski spielten bereits in der J-League.

 

Der Tokyo Marathon regt nicht nur zum mitmachen an, sondern ist für Sportbegeisterte aus aller Welt ein absoluter Zuschauermagnet. Dieser offene Marathon lockte 2008 über 26.000 Läufer nach Tokyo und für die Veranstaltung 2009 erwartet man beinahe 35.000 Läufer.
Unser Reisetipp:  Verschiedene Reiseveranstalter bieten direkt Reisen zum Tokyo Marathon an. (Reiseveranstalter für Japanreisen)

 

Für Japanische Kampfportarten wie Judo, Sumo und Karate haben wir eine eigene Seite. Sie möchten lieber selbst aktiv werden? Dann schauen Sie in unserem Outdoor-Bereich.

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Traditionelle Feste in Japan

Japanische Feste - Matsuri

YamagataDie japanische Bezeichnung für Fest, Feierlichkeit matsuri nimmt Bezug auf eine Vielzahl religiöser sowie weltlicher Feiern. Auch staatliche Feiertage werden teilweise dazu gezählt. Der Begriff matsuri entstammt shintoistischer Tradition wird aber auch für buddhistische Feste angewendet. Mit der japanischen Urreligion Shinto („Weg der Götter“) ist eine Fülle von Gottheiten (kami) und Ahnengeistern (ujigami) verbunden, die vorzugsweise dem ländlichen Raum entstammen. Sie repräsentieren u.a. Naturphänomene, wie etwa Sonne, Regen und Sturm. Sie bringen dem Menschen Glück aber auch Verderben, etwa durch Erdbeben, Taifune oder Seuchen. Es ist deshalb von Vorteil, sie günstig zu stimmen.
 
Eine Liste der wichtigsten Matsuri finden Sie auf unserer englischsprachigen Seite.

TakayamaMatsuris sind meistens mit einem Schrein oder einer Ortschaft verbunden, weisen also oft regionale Eigenheiten auf. In zumeist jährlichem Turnus finden überall in Japan Schreinfeste statt, zu denen man die Ahnen und Gottheiten einlädt, um sie mit Gebeten, Speisen und Tanz zu unterhalten. Dank für gute Ernten, Bitten für Fruchtbarkeit und Gesundheit sowie Rituale zur Schadensabwehr stehen im Mittelpunkt der Feiern. Die eingeladene Gottheit wird nach vorausgehender, kultischer Reinigung, durch Gebete und Opfergaben zur Einkehr in die „Göttersänfte“ (mikoshi) bewegt. Dort bewirtet man sie u.a. mit Reise, Früchten, Gemüsen, Fisch und Sake. Darüberhinaus dienen Kulttänze (kagura), Musik und Sportwettkämpfe (u.a. Tauziehen, Ringen, Bogenschießen) zu ihrer Unterhaltung.

SanjaEin Höhepunkt der Feierlichkeiten besteht im Herumtragen des „Götterlaibs“ (shintai) auf dem Schreingelände. Zumeist junge Männer (aber auch Frauen) schultern die Schreinsänfte, die oft mehrere Meter hoch, reich verziert und dementsprechend schwer ist. Begleitet wird der Umzug von den religiösen Würdenträgern, Musikern und weiteren bunt geschmückten Festwagen. Zurück im Schreingebäude nimmt das matsuri Formen eines fröhlichen Volksfestes an. Zahlreiche Stände bieten u.a. Hühnerspießchen, Maiskolben, Goldfische und Süßigkeiten an. Höfische aber auch bäuerliche Schaukünste werden aufgeführt, wozu u.a. auch Löwen- und Kranichtänze gehören. Der Reiswein kreist. Es wird viel gelacht. Götter und Ahnengeister sollen sich schließlich wie zu Hause fühlen. Das matsuri endet mit Gebeten und einem Kultmahl, das Priesterschaft und Gemeinde mit der Gottheit symbolisch vereinigt. Daraufhin verabschiedet man die Gottheit mit dem sicheren Wissen fürs körperlich sowie seelische Heil das Menschenmögliche getan zu haben.

Ein Beispiel unter Tausenden ist das berühmte Gion-matsuri, das vom 14. – 17. Juli im alten Geisha Viertel Kyotos rund um den Yasaka Schrein (früher Gion- Schrein) stattfindet. GionDas Fest, dessen Wurzeln bis in die Heian-Zeit (794-1185) reichen, dient der Besänftigung der zürnenden Seuchen-Gottheit, gozu-tenno. Die eben erwähnten Festteile wie Reinigung, Herbeirufen, Umzug, Opfer und Unterhaltung der Gottheit sind auch in diesem Fest präsent. Besonders der Umzug mit dem Götterschrein und den ihm folgenden riesigen, reich dekorierten Festwagen zieht jährlich eine unüberschaubare Menge heimischer sowie ausländischer Besucher an. Neben dieser Feier zur Schadensabwehr kündet eine Vielzahl weiterer matsuri von der bodenständigen Lebensfreude der Japaner. Zu nennen ist hier u.a. das Tagata-Honen-Sai-Fest in der Stadt Nagoya, das am 15. März stattfindet. Zahlreiche hölzerne Phalli in zum Teil enormer Größe werden in Umzügen gezeigt. Dieses an frühzeitliche Fruchtbarkeitskulte erinnernde matsuri findet seine freudvolle Entsprechung im Ogata-Schrein (ebenfalls Nagoya), der dem weiblichen Geschlechtsorgan mit Exponaten, die an Deutlichkeit nichts auslassen, verpflichtet ist.

Aomori NebutaAuch Feste die keinen religiösen Bezug haben, zählen zur matsuri-Familie. Ein Beispiel dafür ist das in der Stadt Aomori im Norden Japans vom 2. – 7. August stattfindende Nebuta-matsuri. Höhepunkt der Feierlichkeiten um den historischen Sieg des Feldherrn Tamura Maro über die rebellischen Eindringlinge (Ainu) aus Hokkaido ist eine abendliche Parade von riesigen, illuminierter Papiermaché-Figuren, die Kriegshelden, Tiere und Dämonen darstellen. Mit ihnen soll der General damals die Feinde aufgeschreckt und vertrieben haben. Ebenfalls als matsuri wird das berühmte Schneefest von Sapporo (yuki-matsuri) vom 5. – 11. Februar bezeichnet. Entlang der Hauptstraße und im angrenzenden Odori-Park erschaffen gewaltige, aus Eis und Schnee nachgebaute Monumente sowie Skulpturen diverser Märchen und Comicgestalten eine zauberhafte Szenerie eisiger Unwirklichkeit. Die Götter sind hier den Exponaten moderner Medienwelt gewichen und manche matsuri-Paraden nehmen mehr und mehr die Gestalt moderner love-parades an.

SapporoZu den landesweiten offiziellen und inoffiziellen Feiertagen hat u.a. das „Kinder- (bzw. Knaben-) Fest (kodomo no hi) am 5. Mai matsuri-ähnlichen Charakter, beinhaltet es zu einem einen Schreinbesuch nebst Feier und zum anderen das Anbringen von Karpfenwimpeln auf dem Haus, um den Mut und den Behauptungswillen des Stammhalters zu dokumentieren. Außerordentlicher Beliebtheit erfreut sich auch das Sternenfest Tanabata, das man am 7. Juli feiert. An diesem Tag treffen die Sterne Altair und Vega in der Milchstraße aufeinander. Beide überlagern bzw. “ lieben“ sich bis sie erneut auseinander treiben, um sich erst nach einem Jahr wiederzufinden. Die Feier geht auf eine alte chinesische Überleiferung zurück, nach der die Sterne ein an den Himmel verbanntes Liebespaar sind, die sonst durch den Fluß der Milchstraße getrennt nur einmal im Jahr zueinander finden können.  Bekräftigung von Liebe und Treue lassen an diesem Tag viele Japaner zusammenkommen, um mit ein, zwei Gläsern Sake oder Bier auf das Sternenvorbild anzustoßen. Und wer sich gar in dieser Nacht verliebt, dem steht die Göttin der Liebe (benten) zur Seite, womit auch dieses matsuri seinen freudig sakralen Bezug beibehält.

 

Feiertage und Feste - Übersicht

JANUAR

Name des Festes

Ort

Wie wird gefeiert

1. –  3.

shogatsu - Neujahr

landesweit

Häusliche Feiern mit Reiskuchen (mochi-)

Essen und Sake-Umtrunk. Besuch von

Tempeln und Schreinen, wo traditioneller Tanz und Musik aufgeführt werden.

6.

dezome-shiki

Parade der Feuerwehr

Tokyo

Aufmarsch in traditionellen Gewändern und akrobatische Vorführungen auf Bambusleitern.

15.

seijin no hi

Tag der Volljährigkeit

landesweit

Gesetzlicher Feiertag. Ehrentag derjenigen, die im vorangegangenen Jahr 20 Jahre alt wurden und jetzt volljährig sind.

15.

yamayaki

Berg in Flammen

Nara

Großes Feuer und Feuerwerk im Wakakusayama-Park, um das neue Jahr einzuleiten

15.

toshiya

Bogenschießen

Kyoto

Pfeilschusswettbewerb vor dem Sanjusangen-do (Tempel)

FEBRUAR

     

3. oder 4.

setsubun

Fest zum Frühlingsbeginn

landesweit

Aus frühgeschichtlichem Exorzismus-Ritual entstanden, wirft man mit Bohnen und ruft „Dämonen nach draußen, Glück komm herein“.

5. – 11.

yukimatsuri

Schneefest

Sapporo

Faszination der aus Eis und Schnee gefertigten Bauwerke und Skulpturen.

11.

kenkoku kinen no hi

Tag der Staatsgründung

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

3. Samstag

hadaka matsuri

Fest der Nackten

Nara

Nur mit einem Lendenschurz bekleidete Männer baden zweck s ritueller Reinigung im eiskalten Flusswasser. Danach Prozession zum Saidai Tempel

MÄRZ

     

1. – 14.

omizu tori

Wasserschöpffest

Nara

Zeremonie der Brunnenöffnung am Todai-Tempel. Die Mönche entzünden Pinienfackeln auf der Veranda der Nigatsu-Halle. Der herunterfallenden Glut wird magische Kraft zugeschrieben.

3.

hinamatsuri

Puppenfest

landesweit

Mädchenfest, bei dem Puppen der kaiserlichen Familie im Haus aufgestellt werden.

20. oder 21.

shubun no hi

Fühlingsanfangsfest

landesweit

Zeremonialtänze an Tempeln und Schreinen in ganz Japan

ab Monatsende

hanami

Blütenschau

landesweit

Vorausgegangen sind Pflaumen und Pfirsichblüte. Hauptattraktion bleibt die Kirschblüte. Geselligkeit und Picknick unter den blühenden Bäumen.

APRIL

     

8.

hana matsuri

Blütenfest

landesweit

Geburtstagsfest zu Ehren des historischen Buddha Gautama.

2. Sonntag

yasurai matsuri

am Imamiya Ebisu Schrein.

Osaka

Dämonentanz zur Schadensabwehr.

14. & 15.

sanno matsuri

am Hie-Schrein

Takayama

Umzug von 23 prachtvoll dekorierten Festwagen mit mechanischen Puppen.

29.

midori no hi

Tag des Grüns

landesweit

Gesetzlicher Feiertag, der mit dem Tag der Verfassung  (3.Mai) und dem Tag des Kindes (5.Mai) die als „golden week“ bezeichnete Feiertagswoche einläutet.

MAI

     

3.

kenpô kinen hi

Tag der Verfassung

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

3. & 4.

hakata dontaku

Hakata-Feiertag

Fukuoka

Umzug von Geishas, Dämonen und Kindern

3. & 5.

tako matsuri

Drachenfest

Hamamatsu

Papierdrachenflug-Show

5.

kodomo no hi

Tag der Kinder

landesweit

Gesetzlicher Feiertag. Knabenfest mit Anbringen von Karpfen-Wimpeln auf den Hausdächern

15.

aoi-matsuri

Fest an den Shimogamo- und Kamigamo Schreinen

Kyoto

Zu Ehren eines kaiserlichen Besuchs im 8. Jh. und zur Besänftigung der Gottheiten werden u.a. Ochsenkarren durch festlich geschmückte Straßen von Schrein zu Schrein gezogen.

17. & 19.

sanja-matsuri

Fest am

Asakausa Schrein

Tokyo

Von Geishas begleitet tragen Männer in traditionellen Kostümen ca. 100 Kultsänften zum Schrein.

3. Sonntag

mifune-matsuri

Bootsfahrt am Kurumazaki-Schrein

Saga/Kyoto

Parade nach heian-zeitlichem Vorbild geschmückter Boote auf dem Oi-Fluss.

JUNI

     

1. – 3.

takigi-nô

Feuerschein-Nô

am Heian Schrein

Kyoto

Nô-Spiel Aufführung bei Fackelbeleuchtung im Freien.

5.

atsuta-matsuri

am Atsuta-Schrein

Nagoya

Aufführungen von Sumo, Judo und Tauziehen. Abends Feuerwerk und beleuchtete Boote auf dem nahen Fluss.

10 – 16.

sanno-matsuri

am Hie-Schrein

Tokyo

Umzug mit Ochsengespann und Reitern.

30.

sumiyoshi matsuri

am Sumiyoshi-Schrein

Osaka

Steinlaternen, die von Seeleuten gespendet wurden, werden erleuchtet.

JULI

     

1. – 15.

hakata yamagasa

Fukuoka

Parade mit „yamagasa“ genannten , farbenprächtigen Festwagen

7.

tanabata

Sternenfest

landesweit

In Sendai vom 6. – 8. August.

Farbig dekorierte Bambusstangen mit angehefteten Glückwunschzetteln und Treueschwüren schmücken die Stadt.

dritter Montag

Tag des Meeres

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

14. – 17.

gion-matsuri

Fest am

Yasaka Schrein

Kyoto

Feier im alten Geisha Viertel mit prächtigem Umzug dekorierter Trageschreine. Wird zum Dank der Errettung vor der Pest gefeiert.

25. – 16.

tenjin-matsuri

Fest am

Tenmangu Schrein

Osaka

Umzüge und Schiffsprozession mit Feuerwerk

AUGUST

     

1. – 7.

nebuta-matsuri

Laternenfest

Aomori & Hirosaki

Parade von illuminierten Papiermaché Figuren, die Helden, Tiere und Dämonen darstellen.

6.

Fest des Friedens

Hiroshima

Gedenkfeier zum Tag des Atombombenabwurfs im 2. Weltkrieg 1945

12. – 15.

awa-odori

Tanzfestival

Tokushima

Tanzfestival, bei dem zahllose Besucher an den Tänzen und Paraden teilnehmen können.

Mitte August

o-bon matsuri

Totenfest

landesweit

Die Seelen der Verstorbenen werden zu Hause willkommen geheißen, verehrt, durch Tänze erfreut und wieder verabschiedet.

16.

daimonji

großes

Schriftzeichen-Fest

Kyoto

Auf dem Hügel hinter dem Zenrin-Tempel wird das Schriftzeichen „groß“ (dai) in riesigem Umfang angebracht und in Brand gesteckt. Die Seelen der Ahnen werden so verabschiedet.

SEPTEMBER

     

15.

keirô no hi

Tag des Alters

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

16.

yabusame

Fest am Tsurugaoka Hachiman Schrein

Kamakura

Bogenschießen vom galoppierenden Pferd (yabusame). Dazu ein Umzug mit großrädrigen Prachtwagen.

23.

shubun no hi

Herbstfest

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

OKTOBER

     

7. – 9.

okunchi-matsuri

Fest am Suwa Schrein

Nagasaki

Umzüge und Drachentänze nach chinesischer Tradition

9. – 10.

Takayama-matsuri

Herbstfest am

Hachiman-Schrein

Takayama

Umzug von riesigen und prächtigen Festwagen

2. Montag

Taiiku-no-hi

Tag des Sports

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

17.

toshogu-matsuri

Fest am

 Toshogu-Schrein

Nikko

u.a. mit einer Fest-Parade von Männern in edo-zeitlichen Rüstungen.

22.

jidai-matsuri

Fest am Heian Schrein

Kyoto

Die Gründung der Stadt Kyoto im Jahr 794 wird gefeiert. In Umzügen und Paraden werden die Epochen der Stadtgeschichte nachgestellt.

NOVEMBER

     

3.

bunka no hi

Tag der Kultur

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

3.

Daimyo gyôretsu

Fest am Fuße des Berges Fuji

Yumoto-Hakone

Hunderte Dorfbewohner in traditionellen Kostümen von Adligen, Hofdamen und Kriegern ziehen durch den Ort.

15.

shichi-go-san

Fest der

7, 5 und 3-Jährigen

landesweit

Fest zu Ehren der 7, 5 und 3-Jährigen Kinder, die dem Schutz der Gottheiten anempfohlen werden.

23.

kinro kansha no hi

Tag der Arbeit und des Erntedanks

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

DEZEMBER

     

15. – 18.

on-matsuri

Fest des Kasuga Wakamiya Schreins

Nara

Eins der bedeutendsten Feste von Nara mit einem Umzug von Adligen, Kriegern, Ringern etc. in historischen Kostümen.

23.

Tenno-tanjobi

Kaisers Geburtstag

landesweit

Gesetzlicher Feiertag

31.

okura mairi matsuri

Fest am

Yasaka Schrein

Kyoto

Fest des heiligen Feuers, von dem man ein Flämmchen mit nach Hause nimmt, um damit die erste Mahlzeit im Jahr zu kochen. Schützt vor Krankheit und bringt Glück im neuen Jahr.

31.

Mitternacht

Glockenklänge zum Jahresende

landesweit

108 Glockenschläge gemahnen an 108 menschliche Sünden.

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Wandern und Pilgern

Japanische Wandergruppe
© WESTWARDS

Wandern

Sonntag früh im Morgengrauen an einem Tokyoter Bahnhof: Ein Gruppe von 40 oder 50 japanischen Senioren in Outdoorkleidung sammelt sich auf dem Bahnsteig. Einige halten Fähnchen hoch, andere haben eine Armmanschette mit der Aufschrift „Leader“ um. Japanische Wandergruppen sind straff organisiert und wirken erst mal ein bisschen übermächtig, aber dann ist in den japanischen Bergen eben doch viel Platz mit durchaus wilder Natur. Und die gelegentlich dann doch auftretenden Gruppen sind rücksichtsvoll und machen Einzelwanderern selbstverständlich Platz.

Japan verfügt über hohe Berge, schöne Wälder und Täler, Berghütten und ein gut ausgeschildertes Wegenetz. Auch wenn es wegen der Entfernung wenige Europäer explizit zum Wandern nach Japan zieht – ein paar Wanderungen lassen sich mit ein bisschen Planung relativ problemlos in eine Besichtigungstour integrieren.

Wandergebiete in Japan

Hakone Gebiet mit FujiDer bekannteste Berg und Wahrzeichen Japans ist natürlich der Berg Fuji, trotz seiner beachtlichen Höhe von 3776 m ein Wandergipfel. Dennoch sollte man die Höhe nicht unterschätzen. Fast schöner für Wanderungen sind die niedrigeren umliegenden Berge der Fuji-Hakone-Gegend, denn von dort aus hat man oft einen wunderbaren Blick auf den perfekten Vulkankegel des Fuji-san. Außerdem ist diese Gegend von Tokyo aus relativ gut zu erreichen. Mehr Informationen über Hakone als PDF.

Mt. Tsubakuro, NaganoKlassische Gebiete für anspruchsvollere Bergtouren sind die Japanischen Süd- und vor allem die Nordalpen. Ausgangspunkt ist z. B. die Stadt Matsumoto bzw. das nahegelegene Hochtal Kamikochi, von dem aus hochalpine Tages- und Mehrtagestouren möglich sind. Aber auch in der Nähe von Nagano oder Takayama finden sich zahlreiche gute Wandertouren. Wer Wanderungen mit der "normalen" Sightseeingroute verbinden möchte, dem sei z. B. Nikko, eine der kulturellen Top-Attraktionen nicht so weit von Tokyo empfohlen. In den Bergen oberhalb von Nikko liegt das Wandergebiet von Oku-Nikko (Hinter-Nikko); von Seespaziergängen über Moorwanderungen auf Bohlen bis zu Bergtouren auf 2500 m ist für jeden etwas dabei, und der beste Abschluss ist das Onsen, in das man sich nach der Wanderung wohlig sinken lässt! Mehr Informationen über Nikko als PDF. Informationen zum Wandern im Senjogahara Marshland finden Sie hier.

Auch Kyoto liegt zwischen Bergen, sodass vom Stadtrand aus kleinere Wanderungen möglich sind, z. B. in Arashiyama oder Ohara. Informationsmaterial dazu gibt es in den Touristeninformationen vor Ort.

Weitere beliebte Wandergebiete sind das Oirase-Tal am Towada-ko in Tohoku, der restaurierte historische Handelsweg Nakasendo bei Tsumago und Magome (in der Nähe von Nagoya) (englische Wanderkarte), das Gebiet des Riesen-Vulkans Aso-san auf Kyushu, und die kleine, steile, subtropische Insel Yakushima südlich von Kyushu.

Pilgerrouten

Pilgern auf dem Kumano KodoBuddhistische und shintoistische Pilgerwege sind wohl die ursprünglichsten Fernwanderwege. Zum Wandererlebnis kommt hier auch die spirituelle und nicht zuletzt die kulturelle Erfahrung hinzu, denn als Fußpilger kann und muss man ziemlich weit in die japanische Gesellschaft eintauchen.

Der bekannteste Pilgerweg ist der buddhistische 88-Tempel-Weg, der je nach Route auf 1200-1400 km rund um die Insel Shikoku und zum Tempelberg Koyasan führt. Die 88 Tempel, die man dabei aufsucht, stehen alle in Bezug zum buddhistischen Heiligen Kôbô Daishi (Kukai), dem Begründer des Shingon-Buddhismus in Japan. Jeder Tempel ist gleich wichtig – hier ist also tatsächlich der Weg das Ziel. Allerdings ist der Weg längst nicht überall als richtiger Wanderweg ausgebaut, sonder führt auch teilweise an befahrenen Straßen entlang. Er ist jedoch inzwischen bei europäischen und deutschen Wanderern eine beliebte Strecke. Im Internet finden sich verschiedene Erfahrungsberichte.

Mehr zum Thema in unserem Beitrag zum 88-Tempel-Weg auf Shikoku

Eine kürzere, shintoistische Pilgerroute ist der Kumano Kodô auf der Kii-Halbinsel südlich von Nagoya, seit 2004 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Kumano Kodô ist eher ein Netz aus Pilgerrouten zu wichtigen Shinto-Schreinen und u.a. auch zum Tempelberg Koyasan, als eine einzelne Pilgerroute. Die Hauptheiligtümer, die heiligen Stätten "Kumano Sanzan", sind die versteckt in den Bergen liegenden Hauptschreine Kumano Hongū (熊野本宮大社), Kumano Nachi (熊野那智大社) und Kumano Hayatama (熊野速玉大社). Den Kumano Hongū erreicht man von Koya-san aus mit dem Koya-san&Kumano Access Bus.

Weitere Informationen:

Koya-san und Tempelübernachtungen in Japan - Shukubo

Einen Reisebricht zum auch in Japan weniger bekannten Chita-88-Tempel-Weg der sich über die Halbinsel Chita bei Nagoya erstreckt, findet man hier. Etwa 200km lang ist er.

Die Stadt Tanabe hat einen Kumano Kodo Nakahechi Official Guide herausgegeben, der auf 148 Seiten viele Tipps zur Pilgerroute bietet. Der Guide kann im Internet anefordert werden.

Hyakumeizan: 100 berühmte Berge

Daisen-Oki National ParkDie Liste der "100 berühmten Berge", der Kanon japanischer Bergwanderer, entstand erst in den 1960er-Jahren. Kriterium für den "Erfinder" Kyuyu Fukuda war, dass es sich bei allen hundert Bergen um reine Wandergipfel handelt, die auch ohne Hochtourenerfahrung zu besteigen sind; außerdem sollten es "lohnende Gipfel" sein und über 1500 m hoch (nur einer erfüllt dieses Kriterium nicht). Die 100 berühmten Berge sind auf Wanderkarten eingezeichnet und ebenfalls ein guter Anhaltspunkt für lohnende Wanderungen.

Wegbeschaffenheit, Ausschilderung, Karten, Orientierung

Die Wege in den japanischen Bergen sind oft etwas steiler als in den Alpen, aber immer ziemlich gut ausgebaut: An schwierigeren oder felsigen Stellen gibt es in der Regel Steighilfen oder Sicherungen. Fast alle sind gut ausgeschildert, allerdings nur auf Japanisch und anders als in den Alpen in der Regel ohne Gehzeiten. Eine Wanderkarte ist daher zu empfehlen. Japanische Wanderkarten (die auch ohne Japanischkenntnisse verständlich sind) aus dem Verlag Yama to Kôgen (山と高原地図) decken praktisch alle Wandergebiete im Maßstab 1:50.000 ab. Sie sind in größeren Buchhandlungen und in den Läden vor Ort in den Wandergebieten erhältlich und kosten knapp 1000 Yen (500 Yen als Offline-App). Die Karten vermerken nicht nur Wasserquellen und schwierige oder nach Regen glitschige Strecken, sondern geben auch Gehzeiten an. Bemessungsgrundlage dafür sind wanderfreudige Senioren, das angenommene Tempo etwas gemächlicher als auf z. B. auf Schweizer Wanderwegweisern.

Übernachten

Oirase-Fluß, AomoriAuch auf längeren Strecken findet man überall Unterkünfte, neben Hotels auch Berghütten oder Pilgerherbergen. Hüttenübernachtungen beinhalten immer Halbpension und sind relativ teuer (um 7-8000 Yen); allerdings gibt es in der Nähe der Hütte meist auch die Möglichkeit zu zelten (300-500 Yen, einfaches Plumpsklo inklusive). Außer in Nationalparks ist Zelten ohnehin überall erlaubt (siehe auch Camping in Japan). Seltener sind unbewirtschaftete Hütten, die in der Regel nur ein Dach über dem Kopf zur Verfügung stellen – Schlafsack und Isomatte sind mitzubringen, dafür sind sie umsonst.

Ausrüstung und Gefahren

Wer in Hütten übernachtet, dem genügt die eigentliche Wanderausrüstung: Für die Bergregionen unbedingt richtige Bergschuhe und gute Regenkleidung, auch Stöcke und Gamaschen sind nützlich. Je nach Höhenlage sollte man natürlich auch den Temperaturunterschied bedenken. Steigeisen u. ä. braucht man wirklich nur auf den schwierigsten Touren der Japanischen Alpen. In Japan ist es unüblich, Ausrüstung auszuleihen, dafür gibt es in den Großstädten und in den Wanderregionen gut sortierte Outdoorläden mit oft sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis (aber knapper Auswahl bei großen Kleidergrößen). Sehr gut ist die japanische Outdoormarke Montbell. Sonnenbrand und Blasen sind die wahrscheinlichsten Gefahren, aber in Nord-Honshu und v. a. auf Hokkaido gibt es Braunbären, die u. U. auch Wanderer angreifen, wenn sie überrascht werden. Dort sollte man eine Bärenglocke mitnehmen oder sich immer laut unterhalten. Giftige Schlangen gibt es auf den Hauptinseln nicht. Eine weitere Gefahr im seismisch aktiven Japan sind giftige vulkanische Dämpfe. Betroffene Wege werden sofort gesperrt. Vorsicht ist in aktiven Gebieten trotzdem geboten.

Transport

Die meisten Anfangspunkte von Wanderungen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, im Sommer verkehren in die beliebten Wandergebiete z. B. von Tokyo aus Wanderbusse, die oft sehr früh starten. Auf den „Yama to Kogen“ Wanderkarten sind Buslinien eingezeichnet, und auf der Rückseite werden die Bus- und Taxiunternehmen mit Telefonnummer aufgelistet. Viele Fahrpläne gibt es inzwischen auch auf Englisch (geben Sie die Telefonnummer genauso, wie sie angegeben ist, in die Internet-Suchmaske ein, um die Homepage zu finden); ansonsten kann jemand z. B. aus dem Hotel behilflich sein.

WESTWARDS

Mehr Tipps zum Wandern in Japan:

  • Der Berg Fuji
  • Japans Nationalparks
  • Wanderweib - Dein Japan-Blog
  • Hiking in Japan
  • Wandern in der Präfektur Oita

 

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Weihnachten und Silvester in Japan?

Weihnachtliches Japan?

Die Weihnachtsfeiertage sind in Japan natürlich keine offiziellen Feiertage. Und da Weihnachten sehr kurz vor den sehr wichtigen Neujahrstagen liegt, ist es für die meisten Japaner weniger wichtig und nicht von religiöser Bedeutung. Trotzdem hat es sich eingebürgert - angetrieben von Einzelhandel und amerikanischen Film- und Fernsehproduktionen -, Weihnachten zu feiern, wobei auch Weihnachtsdekorationen in den letzten Jahren üblich wurden.
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Weihnachten wird aber natürlich nicht in christlichem Kontext gefeiert. Es ist einfach ein Fest für die Familie, das man zusammen verbringt. Kleine Kinder bekommen bei der Gelegenheit auch Weihnachtsgeschenke.
Gerade der 24. Dezember gilt auch als ein Tag, an dem ein Paar Zeit zusammen verbringen sollte. Jedenfalls sollte man den Abend mit demjenigen verbringen, den man liebt. Die Paare gehen dann zum Beispiel schick essen und tauschen Geschenke aus. In vielen Konsumvierteln Japans gibt es zu dieser Zeit spezielle Date-Angebote.
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Eine Besonderheit ist in Japan der Christmas Cake, den es um die Weihnachtszeit zu kaufen gibt: Es handelt sich um eine kleine Sahne-Torte mit Erdbeeren, die als typisches Weihnachtsessen gilt. Für einen Europäer ist es etwa befremdlich ausgerechnet Erdbeeren auf einem Weihnachtskuchen zu sehen, aber die rote und weiße Farbe der Torte gilt in Japan als sehr weihnachtlich. Zum Weihnachtdate gehört der Christmas Cake unbedingt dazu.

Weihnachtliches kann man auch erleben, wenn man die Gelegenheit wahr nimmt, ein so genanntes "Light up" zu besuchen. Zur Winterzeit werden in verschiedenen Orten im ganzen Land Straßenzüge mit ausgefallenen Lichterdekorationen in ein abendliches Lichtreich verwandelt. In der dunkelsten Jahreszeit wird ein Spaziergang im Lichterschein zu einer fröhlichen, aber auch besinnlichen Erfahrung. In Sendai findet im Rahmen der Beleuchtungen auch eine Parade von als "Santa Claus" verkleideten Menschen statt.
Einige der bekanntesten Beleuchtungsaktionen finden sie hier.

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Ähnlich geschmückte und erleuchtete Straßen gibt es überall in Japan. Sie finden sich zum Beispiel auch um den Landmark-Tower in Yokohama oder in Odaiba in Tokyo. Verschiedene Veranstaltungen in Odaiba laden nicht nur dazu ein, das "Christmas Date" hier zu verbringen, sondern auch den beleuchteten Daiba-Memorial-Tree, einen Weihnachtsbaum, zu bewundern.

Sogar der Besuch einen Weihnachtsmarktes nach deutschem Vorbild ist möglich. In Osaka findet der Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Umeda Sky Buildings statt. In Sapporo findet ein Weihnachtsmarkt nach Münchner Vorbild im Rahmen des Light-up-Events Sapporo White Illumination statt.

Fröhliche Weihnachten in Japan!

Neben dem Weihnachtsmarkt hat Sapporo aber etwas später im Winter auch noch eines der größten und bekanntesten Winterevents zu bieten: Das Sapporo Snow Festival. 1950 hatte das heute jährlich satt findende Event mit sechs Schneestatuen im Odori Park begonnen, heute können die Millionen heranströmenden Zuschauer hunderte von Schnee- und Eisskulpuren bewundern. Riesiege und kleine vergängliche Kunstwerke verwandeln die Stadt in einen Wintertraumland der ganz besonderen Art.


Das neue Jahr in Japan begehen?

Image Neujahr oder shogatsu ist der unbestritten wichtigste Feiertag in Japan. Wenn man sich also entscheidet, das neue Jahr in Japan zu feiern, dann sollten man auf jeden Fall bedenken, dass die meisten Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Restaurants vom 1. bis 3. Januar geschlossen haben werden. Zwischen dem 29. Dezember und dem 4. Januar können auch die Züge sehr überfüllt sein, da viele Menschen ihre Familien besuchen fahren. 
Trotzdem kann es natürlich ein wunderbares und ganz besonderes Erlebnis sein, das neue Jahr in Japan zu begrüßen.

Schon die Silvesternacht kann etwas ganz besonderes sein. In Tempeln werden um Mitternacht zum Jahreswechsel die Glocken geschlagen und am Neujahrstag kann man sich den in die Tempel strömenden Massen anschließen.  Hatsumode, der erste Schreinbesuch im neuen Jahr, wird dazu genutzt für Gesundheit und Glück im neuen Jahr zu beten und neue Glücksbringer zu kaufen. In vielen Tempeln stehen auch Stände mit Essen.Image

Ein besonderer Brauch ist es auch, den ersten Sonnenaufgang des neuen Jahres zu beobachten. An vielen Stränden oder Aussichtspunkten erwarten die Menschen den Sonnenaufgang. Fragen Sie am besten in ihrem Hotel, nach den besten Orten oder Schreinen, um den Sonnenaufgang zu sehen oder sich am Hatsumode zu beteiligen.

Am zweiten Januar ist einer der zwei Tage im Jahr, an dem der innere Garten des Kaiserpalastes in Tokyo für die Öffentlichkeit geöffnet wird und der Kaiser einige öffentliche Auftritte hat, bei denen er zu Menge spricht.

Etwa ab dem 2. Januar veranstalten die großen Kaufhäuser hatsu-uri, den ersten Ausverkauf des Jahres, bei dem man zum Beispiel so genannte fukubukuro  erwerben kann. Nach dem Prinzip der Wundertüte kann in diesen Tüten von einer Menge Kleinigkeiten bis zu teuren Extras alles enthalten sein und stehen so für das Neujahrsglück. Früher ein Weg liegengebliebene Ware los zu werden, sind die Tüten mit ihren speziellen Extras heute ein Teil des großen Neujahrs-Events.

Auch Fans von traditionellen japanischen Sportarten kommen auf ihre Kosten: Das erste große Sumo-Turnier des Jahres findet ebenfalls im Januar statt. Für mehr Informationen zum Sumo-Kalender, schauen sie bei der Japan Sumo Association .

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